Eine 22 kW Typ-2-Wallbox kann das Laden eines Elektroautos oder Plug-in-Hybrids deutlich flexibler machen. Die angegebene Leistung allein entscheidet jedoch nicht darüber, wie schnell das Fahrzeug tatsächlich lädt. Maßgeblich sind unter anderem der On-Board-Charger des Autos, der Hausanschluss, die Installation und die verwendete Ladeleitung.
Vor dem Kauf lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die technischen Angaben. Viele Angebote wirken auf den ersten Blick ähnlich, unterscheiden sich aber bei Phasenanzahl, Schutzfunktionen, Kabellänge, Anschlussart und Bedienung erheblich.
Die Bezeichnung beschreibt die maximal mögliche Ausgangsleistung der EVSE-Ladestation. Unterstützt das Fahrzeug nur 11 kW AC-Laden, wird auch an einer 22-kW-Wallbox höchstens mit 11 kW geladen. Bei vielen Plug-in-Hybriden liegt die AC-Ladeleistung noch darunter.
Vor dem Kauf sollte daher die maximale Aufnahmeleistung des Fahrzeugmodells in der Betriebsanleitung oder im Datenblatt geprüft werden. Eine 22-kW-Lösung ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Fahrzeug einen passenden dreiphasigen On-Board-Charger besitzt oder die Wallbox später mit einem anderen Fahrzeug genutzt werden soll.
Für 22 kW sind üblicherweise 32 A bei 400 V und drei Phasen erforderlich. Eine Produktbezeichnung mit 22 kW sollte daher immer gemeinsam mit den Angaben zu Eingangsspannung, Phasenanzahl und maximalem Strom betrachtet werden.
Bei einer 32 A 3-Phasen-Wallbox muss ein qualifizierter Elektriker prüfen, ob Leitung, Absicherung, Fehlerstromschutz und Hausanschluss geeignet sind. Bei einer festen Installation sollten außerdem die Vorgaben des zuständigen Netzbetreibers abgeklärt werden.
Eine IP-Schutzart ist kein Freibrief für jede Außenumgebung. IP54, IP65 und IP66 beschreiben unterschiedliche Schutzgrade gegen Staub und Wasser. Auch ein Gerät mit höherer Schutzart sollte nicht dauerhaft in überfluteten Bereichen stehen oder mit einem Hochdruckreiniger behandelt werden.
Wichtig sind außerdem nachvollziehbare Angaben zu Überstrom-, Überhitzungs-, Überspannungs-, Erdungs- und Fehlerstromschutz. Einige Modelle nennen einen Gleichfehlerstromschutz von DC 6 mA oder einen Typ-B-Schutz. Welche zusätzliche Absicherung in der Hausinstallation notwendig ist, muss anhand der Anleitung und der örtlichen Elektroinstallation entschieden werden.
In Deutschland und Europa ist Typ 2 nach IEC 62196-2 bei vielen Elektroautos und Plug-in-Hybriden üblich. Das gilt unter anderem für zahlreiche Modelle von Tesla, Audi, BMW, Mercedes-Benz, Volkswagen, Hyundai und Kia. Trotzdem sollte der Ladeanschluss des eigenen Fahrzeugs geprüft werden.
Ein Typ-2-Ladegerät ist nicht mit jedem Steckersystem kompatibel. Fahrzeuge mit Typ 1, CCS1 oder CHAdeMO benötigen eine andere Lösung beziehungsweise einen passenden Adapter, sofern dieser vom Hersteller zugelassen ist.
Eine stationäre Wallbox wird dauerhaft an der Wand montiert und eignet sich für Garage, Carport oder Firmenparkplatz. Eine mobile Wallbox kann dagegen mitgenommen und je nach Ausführung an geeigneten Anschlüssen verwendet werden. Dabei ist die Stromquelle entscheidend: Eine Schuko-Steckdose ist nicht für 32 A Dauerlast ausgelegt.
Bei mobilen 22-kW-Geräten sollte geprüft werden, ob ein passender CEE-Anschluss vorhanden ist und welche Stromstärke eingestellt werden kann. Modelle mit einstellbaren Stufen wie 8, 10, 13, 16, 20, 25 und 32 A bieten mehr Anpassungsmöglichkeiten. Die Einstellung sollte vor dem Start des Ladevorgangs erfolgen.
Ein Typ-2-Ladekabel 22 kW mit 5 m Länge reicht häufig für einen Stellplatz direkt vor der Wallbox. 7 m bieten mehr Spielraum an öffentlichen Ladepunkten oder in einer Garage. 10 m können bei schwieriger Fahrzeugposition praktisch sein, benötigen aber mehr Stauraum und sollten sorgfältig geführt werden.
Für Haushalte mit Wärmepumpe, Durchlauferhitzer oder mehreren Fahrzeugen kann eine Wallbox mit Lastmanagement interessant sein. Dynamisches Lastmanagement verteilt die verfügbare Leistung zwischen Hausverbrauch und Fahrzeug. Die konkrete Funktion, ein eventuell benötigter Zähler sowie die Kompatibilität mit der Hausinstallation müssen vorab geprüft werden.
Warum dieses Produkt zum Profil passt: Die mobile Ausführung eignet sich für Nutzer, die zu Hause und an geeigneten Anschlüssen unterwegs laden möchten. Die TUYA-App ermöglicht unter anderem Stromanpassung, Zeitplanung und Statuskontrolle.
Die einstellbare Stromstärke hilft, die Ladeleistung an Fahrzeug und Anschluss anzupassen. Die IP66-Angabe ersetzt jedoch keine fachgerechte Prüfung des verwendeten Stromkreises.
32 A, dreiphasiger Betrieb, Stromwahl von 8 bis 32 A, App-Steuerung und Not-Aus-Taste.
Warum dieses Produkt zum Profil passt: Das separate Ladekabel ist für Besitzer eines Fahrzeugs mit Typ-2-Anschluss gedacht, die an öffentlichen Stationen oder einer Wallbox mit Typ-2-Steckdose laden.
Die Produktangaben nennen ausdrücklich Typ 2 und CCS2 sowie den Ausschluss von J1772, CCS1 und CHAdeMO. Dadurch lässt sich die Steckerkombination vor dem Kauf abgleichen.
10 m Länge, 32 A, dreiphasige Ausführung, IP54 und laut Produktangabe TÜV-Rheinland-Zertifizierung.
Warum dieses Produkt zum Profil passt: Die Lösung richtet sich an Haushalte mit wechselnder elektrischer Belastung sowie an Nutzer, die Ladevorgänge per App überwachen und zeitlich planen möchten.
Das angegebene dynamische Lastmanagement adressiert die Gefahr, dass mehrere große Verbraucher gleichzeitig die verfügbare Anschlussleistung beanspruchen.
3-phasiger Betrieb, 5-m-Kabel, IP66, WLAN-App, LCD-Anzeige, RFID-Funktion und einstellbarer Strom bis 32 A.
Warum dieses Produkt zum Profil passt: Die Wandladestation kombiniert 5-m-Kabel, Display, RFID-Karten und App-Steuerung. Das ist für geteilte Stellplätze oder kleinere Unternehmensparkplätze praktisch.
RFID ermöglicht eine nutzerbezogene Freigabe, während die technischen Angaben Eingang, Phasen, Schutzfunktionen und Einsatztemperatur transparent aufführen.
22 kW bei 32 A und 400 V, 3-Zoll-Display, App- und RFID-Zugang, Not-Aus sowie IP54 beziehungsweise IP65 abhängig von der Aufbewahrung des Steckers.
Wir haben eine vollständige, laufend aktualisierte Liste von Produkten zusammengestellt, die diese strengen Auswahlkriterien und die in der EU geltenden Sicherheitsvorschriften vollständig erfüllen.
Eine 11 kW und 22 kW Ladestation unterscheiden sich vor allem bei Stromstärke und Installationsanforderungen. 11 kW entsprechen typischerweise 16 A dreiphasig, während 22 kW meist 32 A dreiphasig voraussetzen. Die höhere Nennleistung kann sinnvoll sein, wenn das Fahrzeug sie unterstützt und die elektrische Infrastruktur ausreichend dimensioniert ist.
Für viele private Haushalte genügt eine 11-kW-Wallbox. Eine 22-kW-Variante bietet hingegen mehr Reserven, kann aber zusätzliche Abstimmungen und eine leistungsfähigere Installation erfordern. Entscheidend ist nicht die Zahl auf dem Gehäuse, sondern die Kombination aus Fahrzeug, Anschluss und gewünschter Ladezeit.
Nein. Das Fahrzeug muss einen Typ-2-Anschluss und einen entsprechenden AC-On-Board-Charger besitzen. Unterstützt das Auto beispielsweise maximal 11 kW, begrenzt es die Ladeleistung selbst. Ein Plug-in-Hybrid kann nochmals niedriger liegen.
Bei einer festen Installation ist eine Elektrofachkraft erforderlich. Sie prüft Leitungsquerschnitt, Schutzorgane, Erdung und Netzanschluss. Vor der Montage sollten außerdem die Anforderungen des zuständigen Netzbetreibers geklärt werden.
Die Stromkosten hängen von Energieverbrauch, Tarif und Ladezeit ab. Eine WLAN-App-Steuerung kann Zeitpläne und Ladevorgänge dokumentieren. Das Laden in günstigeren Tarifzeiten ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn der jeweilige Stromtarif variable Preise anbietet. Langfristig hilft ein integrierter Zähler oder ein nachvollziehbares Ladeprotokoll bei der Verbrauchskontrolle.