Für wen ist die Auswahl relevant?

Verbraucher mit festem Fettwert als Kriterium

Du vergleichst Brezel-Snacks anhand der Nährwertangabe pro 100 g und möchtest einen niedrigeren Wert nicht mit der definierten Angabe „fettarm“ verwechseln.

Verbraucher, die glutenfreie Snacks suchen

Du brauchst eine ausdrücklich glutenfrei gekennzeichnete Laugen- oder Brezelalternative und willst deren Fettwert mitprüfen, statt aus der Glutenfrei-Kennzeichnung darauf zu schließen.

Verbraucher mit weiteren Allergenen im Blick

Du prüfst zusätzlich, ob etwa Milch, Ei, Soja oder Sesam als Zutaten oder in Spurenhinweisen genannt werden. Eine allgemeine „free from“-Bezeichnung beantwortet diese Fragen nicht einzeln.

Worauf kommt es beim Kauf an?

Entscheide zunächst, welche Zutaten du meiden musst und ob der Snack sofort essbar sein soll. Vergleiche dann Fett und gegebenenfalls Salz pro 100 g auf der konkreten Packung.

Kriterium Kaufprüfung Wem es besonders wichtig ist
Fettgehalt Vergleiche Fett pro 100 g. Für die EU-Angabe „fettarm“ nennt Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 bei festen Lebensmitteln höchstens 3 g pro 100 g. Wenn ich einen Brezel-Snack nach einem festen Fettwert auswähle, reicht mir eine kleine Portionsangabe nicht. Rund 36 % der Verbraucher stellen den Fettwert als Kaufkriterium an erste Stelle.
Gluten und Weizen Prüfe die Glutenfrei-Kennzeichnung beziehungsweise die Zutatenliste und vergleiche den Fettwert separat. Wenn ich glutenhaltiges Getreide meiden muss, brauche ich eine entsprechend gekennzeichnete Alternative, auch wenn sie mehr Fett enthält. Für rund 29 % der Verbraucher steht diese Frage beim Kauf im Vordergrund.
Weitere Allergene Lies die Zutatenliste und den separaten Spurenhinweis für jedes für dich relevante Allergen. Wenn ich neben Gluten weitere Zutaten meiden muss, sagt mir „glutenfrei“ allein zu wenig. Etwa 21 % der Verbraucher priorisieren deshalb die Prüfung zusätzlicher Allergene und Spuren.
Salz und Produktform Vergleiche Salz pro 100 g und kläre, ob du einen verzehrfertigen Snack oder Brezen zum Aufbacken brauchst. Wenn ich unterwegs etwas direkt Essbares möchte oder auf die Salzmenge achte, ist der niedrigste Fettwert nicht mein einziges Kriterium. Rund 14 % der Verbraucher setzen diese Alltagsfragen an erste Stelle.

Häufige Fehlannahmen

  • „Glutenfrei“ mit „fettarm“ gleichsetzen

    Die von REWE angegebenen Fettwerte pro 100 g unterscheiden sich deutlich: REWE frei von Bio Laugensticks enthalten 4,5 g, Schär Salinis 21 g. Beide liegen über dem EU-Schwellenwert von 3 g für die Angabe „fettarm“ bei festen Lebensmitteln.

    Vergleiche bei jeder glutenfreien Variante die Nährwertangabe pro 100 g gesondert.

  • „Free from“ als pauschal allergenfrei verstehen

    Eine Kennzeichnung als gluten- oder laktosefrei beantwortet nicht, ob beispielsweise Soja oder Sesam enthalten sein können. Lebensmittelklarheit weist darauf hin, dass Spurenhinweise anders zu beurteilen sind als absichtlich zugesetzte Zutaten.

    Gleiche jedes zu meidende Allergen einzeln mit der Zutatenliste und dem Spurenhinweis der Packung ab.

  • Aufbackbrezen wie Beutel-Snacks einplanen

    Die GOLDÄHREN Laugenbrezen von ALDI SÜD sind ein Tiefkühlprodukt. Ihr auf der Produktseite genannter Fettwert von 1 g pro 100 g macht sie nicht zu einem sofort essbaren Knabber-Snack.

    Entscheide vor dem Nährwertvergleich, welche Produktform zu deiner geplanten Verwendung passt.

    Für die tiefgekühlten Brezen brauchst du eine Möglichkeit zum Aufbacken.

  • Bei geringerem Fettwert das Salz übersehen

    Lorenz gibt für Saltletts Sticks 3,8 g Salz pro 100 g an; EDEKA nennt für GUT&GÜNSTIG Salzstangen mit Meersalz 3,9 g pro 100 g. Der Fettwert allein beschreibt daher nicht die gesamte Nährwertangabe.

    Vergleiche auch Salz pro 100 g und berücksichtige die Menge, die du essen möchtest.

Marken und Produktlinien zur Orientierung

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die jeweils genannten Produkte, nicht auf sämtliche Snacks einer Marke.

Lorenz Saltletts

Verzehrfertige Sticks und Brezeln für Verbraucher, die kein glutenhaltiges Getreide meiden müssen.

  • Lorenz nennt für Saltletts Sticks 5,9 g Fett und 3,8 g Salz pro 100 g.
  • Die Sticks enthalten Weizen; für Saltletts Brezel nennt Lorenz Weizen und Gerste. Beide genannten Fettwerte liegen über 3 g pro 100 g.

REWE frei von

Die Bio Laugensticks sind laut REWE glutenfrei und laktosefrei gekennzeichnet.

  • REWE gibt für die Bio Laugensticks 4,5 g Fett pro 100 g an.
  • Der Wert liegt über dem EU-Schwellenwert für „fettarm“ bei festen Lebensmitteln. Laut Produktangaben sind Spuren von Ei, Sesam und Soja möglich.

Schär

Die Salinis sind laut REWE als gluten-, weizen- und laktosefreie Salzbrezeln gekennzeichnet.

  • Die Kennzeichnung ermöglicht die gezielte Prüfung dieser drei Merkmale am konkreten Produkt.
  • REWE nennt 21 g Fett pro 100 g sowie Sojalecithin und mögliche Sesamspuren.

Hammermühle

Die Bio Hafer Brezeln sind laut REWE als glutenfrei gekennzeichnet.

  • REWE gibt für die Bio Hafer Brezeln 4,7 g Fett pro 100 g an.
  • Laut Produktangaben können Sojaspuren enthalten sein. Bei Zöliakie ist auch der Hinweis zur individuellen Verträglichkeit von glutenfreiem Hafer zu beachten.

GUT&GÜNSTIG / EDEKA

Klassische Salzstangen und Salzbrezeln für Verbraucher, die kein glutenhaltiges Getreide meiden müssen.

  • EDEKA nennt für die Salzstangen mit Meersalz 3,7 g Fett und 3,9 g Salz pro 100 g.
  • Die Salzstangen enthalten Weizen und Gerste. EDEKA weist darauf hin, dass Angaben auf der Packung von Online-Angaben abweichen können.

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Häufige Fragen

Welcher Fettwert gehört zur Angabe „fettarm“?

Die EU-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 nennt für feste Lebensmittel höchstens 3 g Fett pro 100 g. Vergleiche dafür die Nährwertangabe pro 100 g; ein Wert pro Portion hat eine andere Bezugsgröße.

Sind glutenfreie Brezeln automatisch fettarm?

Nein: Glutenfrei und fettarm bezeichnen unterschiedliche Produkteigenschaften. REWE gibt für die glutenfreien Bio Laugensticks von REWE frei von 4,5 g Fett, für Hammermühle Bio Hafer Brezeln 4,7 g und für Schär Salinis 21 g pro 100 g an.

Reicht bei weiteren Allergenen die Angabe „glutenfrei“?

Nein, wenn du weitere Zutaten meiden musst. Prüfe die Zutatenliste und den Spurenhinweis für jedes relevante Allergen getrennt; eine Glutenfrei-Kennzeichnung beantwortet beispielsweise die Frage nach Soja oder Sesam nicht.

Warum lohnt sich bei Brezel-Snacks auch ein Blick auf Salz?

Der Fettwert sagt nichts über die Salzmenge aus. Lorenz nennt für Saltletts Sticks 3,8 g Salz pro 100 g, EDEKA für GUT&GÜNSTIG Salzstangen mit Meersalz 3,9 g; vergleiche deshalb auch diesen Wert und die geplante Portion.

Welche Nährwertangabe gilt beim Einkauf?

Prüfe die Angaben auf der konkreten Packung, die du kaufen möchtest. EDEKA weist auf mögliche Abweichungen zwischen Online- und Packungsangaben hin; ALDI SÜD nennt bei den GOLDÄHREN Laugenbrezen mögliche Nährwertunterschiede durch verschiedene Lieferanten.