Für wen ist das Thema relevant?

Teams mit wechselnden Greifaufgaben

Wenn Teile aufgenommen, sortiert oder an unterschiedlichen Stationen bereitgestellt werden, zählen die konkrete Greiferfolge, die Last und der benötigte Takt – nicht allein die humanoide Gestalt des Roboters.

Teams mit mobilen Materialwegen

Wer Material zwischen Stationen bewegen muss, sollte klären, ob der Roboter nur Behälter transportiert oder unterwegs auch selbst Teile greifen soll. Diese Unterscheidung hilft beim Vergleich von AMR und mobilem Manipulator.

Verantwortliche für die sichere Integration

Bei einem Betrieb zwischen Beschäftigten, Arbeitsstationen und bestehenden IT-Prozessen gehören die geplante Verwendung und die Gefährdungsbeurteilung an den Anfang der Beschaffung. Die BAuA nennt den Beginn vor Auswahl und Beschaffung von Arbeitsmitteln.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Humanoide Plattform

Geeignet, wenn: wechselnde Greifplätze erprobt werden und ein Entwicklungsteam die konkrete Handkonfiguration testen kann.

Abwägung: Eine humanoide Form belegt weder die erforderliche Taktleistung noch die sichere Eignung am Standort.

Mobiler Manipulator

Geeignet, wenn: Greifen und Ortswechsel auf befahrbarem Hallenboden zusammengehören und die Integration in die vorhandene Steuerung möglich ist.

Abwägung: Eine angegebene Nutzlast sagt allein nichts über das Teilegewicht samt Greifer, die Taktzeit oder den sicheren Betrieb aus.

Transport-AMR oder stationäre Lösung

Geeignet, wenn: Ein AMR vor allem Behälter zwischen Punkten fährt oder ein stabiler Greifvorgang an einer festen Station stattfindet.

Abwägung: Für aktives Greifen braucht ein AMR einen passenden Zusatzaufbau; für eine stationäre Alternative ist die konkrete Aufgabe gesondert zu prüfen.

Anliegen Beim Kauf prüfen Für wen besonders wichtig
Greifen, Nutzlast und Takt Teil samt Greifer, Schwerpunkt, Lagevarianten und geforderte Zyklen im Abnahmetest berücksichtigen. Wenn Teile und Greifpositionen wechseln, muss die Handhabung im eigenen Ablauf funktionieren. Für etwa 27 % der Verbraucher ist die wechselnde Greifaufgabe das wichtigste Kaufanliegen.
Sicherer Betrieb Gefährdungsbeurteilung vor der Auswahl beginnen und Fahr- sowie Greifbereiche, Personenverkehr und Störungen einbeziehen. Wer den Roboter im Arbeitsbereich mit Beschäftigten einsetzen will, braucht eine Beurteilung der geplanten Verwendung. Bei etwa 20 % der Verbraucher steht der sichere Betrieb am Standort an erster Stelle.
Fahrweg und Übergaben Boden, Engstellen, Übergaben, Kreuzungen mit Personen und Stellflächen auf der tatsächlichen Route prüfen. Wenn Behälter zwischen Stationen fahren, entscheiden Befahrbarkeit und Übergaben über die passende Geräteklasse. Etwa 20 % der Verbraucher setzen den Fahrweg als wichtigstes Auswahlthema an.
Software und Betrieb Schnittstellen, Bedienung, Flottenbedarf, Ladefenster und Zuständigkeit für Wartung klären. Wer wechselnde Stationen in bestehende Aufträge und Abläufe einbinden muss, braucht einen passenden Integrationsplan. Für etwa 20 % der Verbraucher ist diese Einbindung das vorrangige Kaufanliegen.
Gesamtkosten und Leistung Aufbauten, Integration, Laden, Wartung und Betreuung dem gemessenen Durchsatz und den Ausfällen gegenüberstellen. Wenn die Beschaffung einen belastbaren Kosten-Leistungs-Vergleich erfordert, sollte derselbe Arbeitsumfang verglichen werden. Etwa 13 % der Verbraucher stellen diesen Nachweis an erste Stelle.

Welche Beschaffungsfehler sollten Sie vermeiden?

  • Nennlast mit zuverlässig handhabbarer Teilelast gleichsetzen

    Ein Datenblattwert kann sich auf eine bestimmte Armposition beziehen und den Endeffektor ausschließen. PAL Robotics nennt beim TIAGo Pro 3 kg je ausgestrecktem Arm ohne Endeffektor; Unitree unterscheidet bei G1 und G1 EDU die angegebene maximale Armlast.

    Prüfen Sie die konkrete Variante und testen Sie Teil, Greifer und Bewegungsablauf unter den Bedingungen Ihres Prozesses.

    Ein anderer Greifer, Vorrichtungen und zusätzliche Erprobung können erforderlich werden.

  • Einen Transportroboter bereits als Greifsystem einplanen

    igus beschreibt den ReBeLMove Pro als mobile Plattform. Eine Transportbasis allein führt nicht automatisch eine Teileentnahme oder Übergabe aus.

    Schreiben Sie Transport und aktive Teilehandhabung als getrennte Funktionen aus und legen Sie fest, wo gegriffen und übergeben werden soll.

    Für eigenständiges Greifen können Arm, Greifer, Übergabetechnik und Integration als zusätzliche Systembestandteile nötig sein.

  • Ein Forschungsangebot oder eine Reservierung als einsatzfertige Produktionslösung verstehen

    Das deutsche Angebot für den Unitree G1 Basic EDU richtet sich an Forschung und Entwicklung. NEURA Robotics beschreibt die 4NE1-Reservierung als Early-Access-Möglichkeit, nicht als bestätigte kurzfristige Lieferbarkeit.

    Lassen Sie Lieferumfang, Termin, Dokumentation und Abnahmekriterien für genau die angebotene Variante schriftlich bestätigen.

    Entwicklungs- und Integrationsaufwand sowie mögliche Wartezeiten können die Beschaffungsplanung verändern.

  • CE-Kennzeichnung oder einen fremden Pilot als Freigabe des eigenen Arbeitsablaufs ansehen

    Die BAuA weist darauf hin, dass die CE-Kennzeichnung nicht mit einem Sicherheitsprüfzeichen gleichzusetzen ist. Ein Einsatz an einem anderen Standort beurteilt nicht automatisch Ihre geplante Verwendung.

    Beginnen Sie die Gefährdungsbeurteilung vor der Auswahl und prüfen Sie den eigenen Prozess anhand messbarer Abnahmekriterien.

    Nachträgliche Schutzmaßnahmen oder Prozessänderungen können erforderlich werden.

Welche Marken kommen für den Vergleich infrage?

PAL Robotics

Der TIAGo Pro wird als mobiler Manipulator für Greifen und Navigation angeboten.

  • Das Herstellerdatenblatt nennt zwei Parallelgreifer, ROS 2 und 3 kg Nutzlast je ausgestrecktem Arm ohne Endeffektor.
  • Diese Angaben belegen nicht die Eignung oder Leistung für einen konkreten Materialbereitstellungsprozess.

Unitree

G1 und G1 EDU sind humanoide Plattformen; ein G1-Basic-EDU-Angebot auf dem deutschen Marktplatz richtet sich an Forschung und Entwicklung.

  • Die Varianten bieten eine Grundlage für die Prüfung humanoider Plattformen in Entwicklungsaufgaben.
  • Unitree unterscheidet die Modelle bei der angegebenen Armlast; Greifhände und Ausstattung des Angebots dürfen nicht auf jede Variante übertragen werden.

igus

Der ReBeLMove Pro ist eine mobile Vergleichsroute für Transport und Materialversorgung.

  • igus nennt eine REST-API und optionales Flottenmanagement.
  • Für aktive Teilehandhabung ist ein geeigneter Zusatzaufbau erforderlich; Herstellerangaben ersetzen keine Prüfung am Einsatzort.

NEURA Robotics

Der Hersteller beschreibt den 4NE1 als humanoiden Ansatz für industrielle Arbeitsabläufe.

  • Das Konzept ist als Vergleichsroute für humanoide Anwendungen relevant.
  • Eine Reservierung oder Early-Access-Anmeldung bestätigt weder kurzfristige Lieferbarkeit noch Nutzlast, Taktzeit oder sichere Eignung für die konkrete Aufgabe.

Agile Robots

Agile Robots beschreibt Agile ONE als humanoiden Roboter für industrielle Anwendungen und den Wechsel zwischen Arbeitsstationen.

  • Der Hersteller beschreibt Sensorik und Greifhände für den Ansatz.
  • Aussagen zu autonomer, sicherer und effizienter Arbeit sind kein unabhängiger Leistungsnachweis für einen konkreten Standort.

Humanoide Plattformen bei Joybuy

Die folgenden Joybuy-Angebote betreffen humanoide Plattformen. Ihre Produktangaben allein belegen keine Eignung für den Materialfluss oder einen sicheren betrieblichen Einsatz.

Booster Robotics K1 Geek humanoider Roboter

Booster Robotics K1 Geek Humanoid Robot

Der Produkttitel bezeichnet den K1 als Entwicklungsplattform für Embodied AI; prüfen Sie, ob die konkrete Konfiguration zu Ihrem Erprobungsvorhaben passt.

Im Produkttitel genannt: 48 TOPS AI und 22-DoF.

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Unitree G1 humanoider Roboter mit kraftgeregelten Händen

Unitree G1 Humanoid Robot

Der Produkttitel nennt kraftgeregelte, geschickte Hände zur Manipulation; prüfen Sie die konkrete Greifaufgabe und die verfügbare Integration, bevor Sie das Modell für einen Prozess einplanen.

Für diese Version nennt der Produkttitel kein verfügbares SDK/API.

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Häufige Fragen

Womit beginne ich die Auswahl für Kitting statt reinen Materialtransport?

Beschreiben Sie zuerst die einzelnen Greif- und Übergabeschritte, einschließlich Teilgewicht und Varianten. Vergleichen Sie dann einen mobilen Manipulator mit einem AMR, der in erster Linie transportiert und für eigenständiges Greifen einen geeigneten Aufbau benötigt.

Sind Dock-Ladestation oder Flottenmanagement automatisch enthalten?

Nicht bei allen hier beschriebenen Konfigurationen: PAL Robotics führt eine Dock-Ladestation als zusätzliche Option auf, und igus bezeichnet das Flottenmanagement des ReBeLMove Pro als optional. Halten Sie den tatsächlichen Liefer- und Integrationsumfang im Angebot fest.

Welche laufenden Kosten und Wartungsleistungen sollte ich vergleichen?

Berücksichtigen Sie im konkreten Angebot Greifer und Aufbauten, Integration, Ladeeinrichtung, Software, Betreuung und Wartung. PAL Robotics führt zusätzliche Akkus sowie Premium-Wartungs- und Servicepläne als Optionen; vergleichen Sie die Bedingungen für Ihr Einsatzszenario.

Ersetzt eine CE-Kennzeichnung die Gefährdungsbeurteilung in Deutschland?

Nein. Die BAuA stellt klar, dass CE nicht mit einem Sicherheitsprüfzeichen gleichzusetzen ist. Die Gefährdungsbeurteilung für das Arbeitsmittel und seine geplante Verwendung soll bereits vor Auswahl und Beschaffung beginnen.

Gilt im Oktober 2026 bereits die neue EU-Maschinenverordnung für das Inverkehrbringen?

Nein. Nach Angaben der BAuA ist die Verordnung (EU) 2023/1230 für das Inverkehrbringen ab dem 20. Januar 2027 anzuwenden; bis zum 19. Januar 2027 gilt weiterhin die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Welche Anforderungen für das konkrete System und mögliche Umbauten gelten, ist gesondert zu prüfen.