Für wen ist die Auswahl wichtig?

Familien mit einem Kind mit Zöliakie

Sie benötigen einen als glutenfrei gekennzeichneten Snack und klare Absprachen für Schule, Ferienbetreuung oder Ausflüge. Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft betont dafür abgestimmte Abläufe und die Vermeidung von Kontaminationen.

Eltern, die einen sofort essbaren Ausflugssnack suchen

Wenn unterwegs nichts erwärmt werden kann, sind Mini-Brezeln oder Laugensticks eine andere Wahl als Laugenstangen mit Erwärmungs- oder Aufbackhinweis.

Familien mit zusätzlichen Anforderungen an die Zutaten

Bei weiteren Allergien oder bestimmten Ernährungsanforderungen müssen neben der Glutenfrei-Kennzeichnung auch Zutaten und Spurenhinweise der jeweiligen Packung passen. Diese Angaben unterscheiden sich zwischen den genannten Produkten.

Worauf kommt es beim Kauf an?

Wählen Sie zuerst ein ausdrücklich glutenfrei gekennzeichnetes Produkt. Danach entscheiden Verzehr ohne Vorbereitung und zusätzliche Anforderungen an Zutaten oder Allergene über die passende Gebäckform.

Kriterium Prüfpunkte Für wen wichtig
Glutenfrei-Kennzeichnung und Handhabung Auf die Angabe „glutenfrei“ auf der aktuellen Packung achten und die getrennte Handhabung mit der Betreuung absprechen. Nach der EU-Durchführungsverordnung (EU) Nr. 828/2014 ist die Angabe „glutenfrei“ an höchstens 20 mg/kg Gluten im fertigen Lebensmittel gebunden. Wenn mein Kind Zöliakie hat, möchte ich den Snack eindeutig auswählen und verhindern, dass er beim Teilen mit anderem Gebäck in Kontakt kommt. Für ungefähr 50 % der Verbraucherinnen und Verbraucher steht dieses Anliegen im Vordergrund.
Verzehr unterwegs Mini-Brezeln oder Laugensticks zum direkten Verzehr mit Laugenstangen vergleichen, für die ein Erwärmungs- oder Aufbackhinweis gilt. Auf einem Ausflug brauche ich einen Snack, den mein Kind ohne Vorbereitung essen kann; etwa 30 % der Verbraucherinnen und Verbraucher legen darauf den größten Wert.
Weitere Zutaten und Allergene Zutaten und Spurenhinweise der konkreten Variante prüfen; bei Haferbrezeln auch den produktspezifischen Hinweis zur individuellen Verträglichkeit beachten. Wenn neben Gluten weitere Zutaten für mein Kind relevant sind, reicht mir die Glutenfrei-Angabe allein nicht. Rund 20 % der Verbraucherinnen und Verbraucher stellen diese zusätzliche Prüfung an erste Stelle.

Häufige Fehler bei der Auswahl

  • „Weizenfrei“ mit „glutenfrei“ gleichsetzen

    „Weizenfrei“ ist nicht dieselbe Kennzeichnung wie „glutenfrei“. EDEKA weist zudem darauf hin, dass nicht entsprechend gekennzeichnete Mehlalternativen bei der Verarbeitung kontaminiert werden können.

    Wählen Sie für ein Kind mit Zöliakie anhand der Glutenfrei-Angabe auf der aktuellen Packung, nicht allein anhand der Brezelform oder einer einzelnen Zutat.

  • Zusätzliche Allergene übersehen

    Glutenfreie Varianten können unterschiedliche Zutaten und Spurenhinweise aufweisen, darunter Angaben zu Sesam, Soja, Ei, Milch oder Schalenfrüchten.

    Prüfen Sie bei jedem Kauf die Angaben der konkreten Variante, statt sie von einem anderen glutenfreien Produkt zu übernehmen.

  • Glutenfreie Haferbrezeln ohne Blick auf den Produkthinweis wählen

    Bei den Hammermühle Bio Hafer Brezeln weist die Produktinformation darauf hin, dass glutenfreier Hafer bei Zöliakie unterschiedlich vertragen wird, und empfiehlt vor dem Verzehr ärztlichen Rat.

    Berücksichtigen Sie diesen Hinweis bei der Auswahl für das betroffene Kind; die Glutenfrei-Kennzeichnung beantwortet die Frage der individuellen Haferverträglichkeit nicht.

  • Die Übergabe in der Ferienbetreuung nicht absprechen

    Auch bei einem passend gekennzeichneten Snack kommt es darauf an, wie er aufbewahrt, ausgegeben und neben anderem Essen gehandhabt wird. Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft empfiehlt dafür klare Absprachen mit Betreuungspersonen.

    Geben Sie die geschlossene Packung oder eine klar gekennzeichnete Portion mit und klären Sie die Handhabung vorab.

Marken und Sortimente zur Orientierung

Schär

Die Salinis sind eine glutenfrei gekennzeichnete Mini-Salzbrezel für den direkten Verzehr.

  • REWE führt die Salinis als glutenfrei, laktosefrei und vegan.
  • Die Produktangaben nennen Sojalecithin und mögliche Spuren von Sesam; bei entsprechenden Allergien ist die aktuelle Packung zusätzlich zu prüfen.

Hammermühle

Die Bio Hafer Brezeln sind glutenfrei gekennzeichnete Mini-Brezeln auf Haferbasis.

  • Die Produktinformation beschreibt die Brezeln als vegan und nennt 5,8 g Ballaststoffe pro 100 g.
  • Die Produktinformation weist auf individuell unterschiedliche Haferverträglichkeit bei Zöliakie und mögliche Spuren von Soja hin.

REWE frei von

Die Produktlinie umfasst in diesem Bereich glutenfreie Bio Laugensticks und glutenfreie Laugenstangen.

  • Die Sticks sind Laugendauergebäck; für die Laugenstangen nennt die Produktseite kurzes Erwärmen oder Aufbacken.
  • Zutaten und Spurenhinweise unterscheiden sich je Produkt. REWE weist außerdem darauf hin, dass nicht jedes Produkt in jedem Markt verfügbar ist.

EDEKA

EDEKA informiert über sein glutenfreies Sortiment und die Auswahl entsprechend gekennzeichneter Lebensmittel.

  • EDEKA rät bei Glutenunverträglichkeit dazu, ausdrücklich als glutenfrei deklarierte Produkte zu wählen.
  • Prüfen Sie für eine konkrete Brezel oder ein Laugengebäck die Kennzeichnung und das Sortiment des jeweiligen Marktes.

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Häufige Fragen

Reicht für ein Kind mit Zöliakie die Angabe „weizenfrei“?

Nein, „weizenfrei“ ersetzt die Kennzeichnung „glutenfrei“ nicht. Nach der EU-Durchführungsverordnung (EU) Nr. 828/2014 darf die Angabe „glutenfrei“ für Lebensmittel mit höchstens 20 mg/kg Gluten im fertigen Produkt verwendet werden; prüfen Sie diese Angabe auf der konkreten Packung.

Sind glutenfreie Haferbrezeln für jedes Kind mit Zöliakie geeignet?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Die Produktinformation zu den glutenfrei gekennzeichneten Hammermühle Bio Hafer Brezeln weist auf unterschiedlich vertragenen glutenfreien Hafer bei Zöliakie hin und empfiehlt vor dem Verzehr ärztlichen Rat.

Wie lässt sich ein glutenfreier Snack auf einem Ausflug getrennt handhaben?

Stimmen Sie die Aufbewahrung und Ausgabe vorab mit den Betreuungspersonen ab und geben Sie den Snack in der geschlossenen Packung oder klar gekennzeichnet mit. Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft nennt Kommunikation, Hygiene und abgestimmte Abläufe als wichtige Punkte für glutenfreie Verpflegung in Kita und Schule.