Für wen ist die Auswahl relevant?

Teams mit festen Transportstrecken

Sie möchten Behälter oder Wagen zwischen bekannten Punkten bewegen und müssen Last, Fahrwege und Übergaben passend auslegen. Herstellerangaben von Mobile Industrial Robots und KUKA beschreiben Transportplattformen für solche Aufgaben.

Teams mit wechselnden Greifaufgaben

Sie müssen Gegenstände an vorhandenen Arbeitsplätzen aufnehmen oder absetzen und prüfen mobile Manipulation deshalb zunächst in einem begrenzten Pilot. Fraunhofer IPA beschreibt einen Materialtransport-Demonstrator mit einem Unitree G1.

Verantwortliche für gemischte Arbeitsbereiche

Sie planen Fahr- und Greifbewegungen in Bereichen mit Beschäftigten. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nennt Gefährdungen durch Fahrbewegungen; Schutzmaßnahmen müssen zum konkreten Ablauf passen.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Wenn standardisierte Lastträger zwischen festen Punkten bewegt werden, ist eine Transportplattform meist der naheliegende erste Prüfpfad. Müssen unterschiedliche Gegenstände an vorhandenen Arbeitsplätzen gegriffen werden, sollte mobile Manipulation als abgegrenzter Pilot geprüft werden; Fraunhofer IPA weist darauf hin, dass eine Demonstration noch keinen produktionsreifen Prozess belegt.

Humanoider Roboter mit mobiler Manipulation

Geeignet zu prüfen: wenn wechselnde Gegenstände im selben Ablauf aufgenommen, transportiert und abgesetzt werden müssen.

Zu beachten: Greifvariante, tatsächliche Armlast und sichere Wiederholbarkeit des gesamten Ablaufs müssen am Einsatzort geprüft werden.

AMR mit Transportaufsatz

Geeignet zu prüfen: wenn Behälter, Wagen oder Regale zwischen festgelegten Punkten fahren und die Übergabe separat gelöst werden kann.

Zu beachten: Die Plattformnutzlast ist keine Greifleistung; Aufsatz, Lastsicherung und Übergabetechnik müssen zur Aufgabe passen.

Mobile Plattform mit stationärer Automatisierung

Geeignet zu prüfen: wenn Fahrwege veränderlich, Übergaben aber an wenigen festen Punkten standardisierbar sind.

Zu beachten: Die Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Station braucht eine eigene Planung und Sicherheitsbetrachtung des Gesamtprozesses.

Entscheidungsfrage Beim Kauf prüfen Wem ist das besonders wichtig?
Vollständiger Transportablauf Lastträger, Übergabehöhen, Aufnahme und Abgabe sowie benötigten Aufsatz oder Greifer als durchgängigen Ablauf vorführen lassen. Ich möchte Behälter zwischen festen Übergabepunkten bewegen und muss wissen, ob Aufnahme und Abgabe im selben Ablauf funktionieren. Rund 28 % der Verbraucher stellen den vollständigen Transportablauf an erste Stelle.
Greifvermögen und Last Gewicht und Geometrie der Gegenstände, Greifer der angebotenen Variante, Lastschwerpunkt und Versuche mit Originalbehältern prüfen. Bei wechselnden Gegenständen würde ich zuerst klären, ob die konkrete Ausführung sie greifen und im vorgesehenen Ablauf tragen kann. Etwa 22 % der Verbraucher priorisieren Greifvermögen und Last.
Sicherheit im Mischbetrieb Fahrwege, Begegnungsbereiche, Lastsicherung, Schutzmaßnahmen, Unterweisung und Zuständigkeiten in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen. Wenn Beschäftigte dieselben Bereiche nutzen, muss ich den geplanten Einsatz und seine Gefahren beurteilen lassen. Rund 22 % der Verbraucher setzen die Sicherheit im gemischten Arbeitsbereich an erste Stelle.
Wege und Integration Gang- und Türbreiten, Boden, Steigungen, Fußgängerverkehr, IT-Schnittstellen und Stationskommunikation mit der konkreten Konfiguration prüfen. Bei bestehenden Hallenwegen möchte ich wissen, ob Fahrzeug und Übergabepunkte in die vorhandene Umgebung passen. Etwa 17 % der Verbraucher priorisieren Wege und Integration.
Betreuung und Gesamtkosten Angebote für Inbetriebnahme, Schulung, Ersatzteile, Reaktionszeiten und Wartung für genaues Modell und Einsatzort einholen. Vor einer Beschaffung möchte ich Zuständigkeiten und laufende Betreuung für den Standort vertraglich klären. Rund 11 % der Verbraucher stellen Service und Gesamtkosten in den Mittelpunkt.

Typische Auswahlfehler

  • Plattformnutzlast mit Greifleistung verwechseln

    Die von Mobile Industrial Robots genannte maximale Nutzlast des MiR250 beträgt 250 kg und bezeichnet die Plattform. Unitree nennt für die Arme des G1 rund 2 kg und für den G1 EDU rund 3 kg; diese Werte beschreiben unterschiedliche Funktionen und sind nicht direkt vergleichbar.

    Lassen Sie den vollständigen Aufnahme-, Fahr- und Abgabezyklus mit der vorgesehenen Last und der konkreten Ausstattungsvariante vorführen.

    Je nach Ablauf können zusätzlich ein passender Aufsatz, ein Greifer oder eine Übergabestation erforderlich sein.

  • Einen Demonstrator als produktionsreifen Prozess behandeln

    Fraunhofer IPA hat Materialtransport mit einem Unitree G1 demonstriert. Das belegt nicht, dass ein sicheres Transport-Gesamtsystem für den produktiven Betrieb am eigenen Standort verfügbar ist.

    Begrenzen Sie einen Pilot auf klar beschriebene Aufgaben und vereinbaren Sie vorab Nachweise, Abbruchbedingungen und Zuständigkeiten.

    Integration und Sicherheitsbetrachtung können zusätzliche Projektarbeit sowie Abstimmungen zu Schutzmaßnahmen erfordern.

  • Produktkonformität mit der Sicherheit der Gesamtinstallation gleichsetzen

    Fahrwege, Quetschstellen und herabfallende Lasten hängen vom Einsatzort ab. Eine Produktkennzeichnung beurteilt nicht automatisch die Gefährdungen des betrieblichen Ablaufs.

    Prüfen Sie Produktunterlagen und betriebliche Gefährdungsbeurteilung getrennt. Nach § 5 Arbeitsschutzgesetz muss der Arbeitgeber die mit der Arbeit verbundenen Gefährdungen beurteilen.

    Je nach Ergebnis können Schutzmaßnahmen, Unterweisung oder Anpassungen am Verkehrsweg erforderlich werden.

Relevante Marken als Orientierung

Mobile Industrial Robots (MiR)

Der MiR250 ist eine mobile Plattform für innerbetriebliche Transporte, insbesondere wenn standardisierte Lastträger und Übergaben eingesetzt werden.

  • Mobile Industrial Robots nennt für den MiR250 eine maximale Plattformnutzlast von 250 kg und beschreibt Anwendungen mit separaten Aufsätzen.
  • Die Plattform greift Gegenstände nicht allein. Aufsatz und Betreuung durch einen Partner am konkreten Standort müssen zum Projekt passen.

KUKA

Die KMP 600P ist eine mobile Transportplattform für Materialversorgung und Punkt-zu-Punkt-Transporte in der Produktion.

  • KUKA nennt für die KMP 600P eine Transportlast von bis zu 600 kg.
  • Die Plattformangabe belegt weder einen Greifer noch eine integrierte Übergabestation. Umfang und Geltung eines Servicevertrags sind projektbezogen zu klären.

Unitree

G1 und G1 EDU sind humanoide Plattformen, die für die Prüfung mobiler Manipulation in einem begrenzten Pilot in Betracht kommen.

  • Fraunhofer IPA beschreibt eine Demonstration von Materialtransport mit einem Unitree G1.
  • Unitree unterscheidet die Varianten bei Armlast und optionaler Greifhand. Die Demonstration bestätigt kein produktionsreifes, sicheres Transport-Gesamtsystem.

Agile Robots

Agile ONE wurde vom Hersteller als humanoider Roboter für industrielle Aufgaben, darunter Materialtransport, angekündigt.

  • Agile Robots nannte Materialtransport 2025 als vorgesehenes Einsatzfeld.
  • Eine Ankündigung belegt weder aktuelle Lieferbarkeit noch Nutzlast, Einsatzprüfung oder lokalen Service für eine konkrete Konfiguration.

NEURA Robotics

Der 4NE1 ist als humanoides System relevant, wenn mobile Manipulation im industriellen Umfeld geprüft werden soll.

  • NEURA Robotics nennt für den 4NE1 einen Nutzlastbereich von 10–20 kg und beschreibt unterschiedliche Ausführungen, darunter eine Radvariante für Industrieböden.
  • Klären Sie, auf welche Variante und Aufgabe sich die Nutzlastangabe bezieht; sie ist nicht automatisch eine zugesicherte Greif- oder Transportleistung am Einsatzort.

Joybuy-Produkte für mobile Manipulation

Diese Produktauswahl umfasst Unitree-G1-Modelle zur Prüfung humanoider mobiler Manipulation. Eine Produktbezeichnung oder ein Pilot ersetzt nicht die Prüfung der konkreten Konfiguration und des betrieblichen Sicherheitskonzepts.

Unitree G1 Humanoid Robot mit kraftgeregelten, geschickten Händen

Unitree G1 Humanoid Robot mit kraftgeregelten Händen

Für einen abgegrenzten Pilot zur Prüfung mobiler Objektmanipulation relevant; die Produktbezeichnung bestätigt keinen produktionsreifen Transportprozess.

Die Produktbezeichnung nennt kraftgeregelte Hände zur Objektmanipulation und gibt an, dass SDK/API derzeit nicht verfügbar ist. Prüfen Sie vorab, ob der benötigte Integrationszugang bereitgestellt wird.

Joybuy ansehen
Unitree G1 Pro Embodied Intelligence Robot

Unitree G1 Pro Embodied Intelligence Robot

Als humanoide Plattform für die Prüfung mobiler Manipulation in einem begrenzten Pilot relevant; die Modellbezeichnung allein belegt keine Eignung für einen bestimmten Transportablauf.

Die Produktbezeichnung nennt 29 Freiheitsgrade insgesamt, darunter 16 Gelenk-Freiheitsgrade. Diese Angaben beschreiben die Modellkonfiguration, nicht die Nutzlast oder die Leistung eines vollständigen Transportzyklus.

Joybuy ansehen

Häufige Fragen

Wann reicht ein AMR statt eines Humanoiden?

Ein AMR ist zuerst zu prüfen, wenn ein geeigneter Lastträger zwischen definierten Punkten fährt und Aufnahme sowie Abgabe ohne wechselnde Handgriffe gelöst werden können. Sind unterschiedliche Greifaufgaben an bestehenden Arbeitsplätzen Teil des Ablaufs, lässt sich mobile Manipulation in einem begrenzten Pilot prüfen; Plattformnutzlast und Armlast beschreiben unterschiedliche Funktionen.

Was sollte vor Fahrten durch gemeinsam genutzte Gänge geprüft werden?

Beurteilen Sie Gefährdungen wie Anfahren, Quetschen, Kippen und herabfallende Lasten am tatsächlichen Verkehrsweg und leiten Sie daraus Schutzmaßnahmen und Unterweisung ab. Die BAuA beschreibt Risiken bei mobilen Arbeitsmitteln; Fraunhofer IPA weist bei humanoiden Anwendungen auf zusätzliche Herausforderungen bei sicherheitsbezogenen Funktionen hin.

Welche Folgekosten gehören in eine Anfrage?

Lassen Sie Aufsatz oder Greifer, Integration der Übergabepunkte, Schulung, Wartung und Service getrennt für Modell und Standort ausweisen. Klären Sie außerdem Leistungsumfang, Reaktionszeiten und Zuständigkeiten vertraglich.

Welche Maschinenregel gilt bei einer Bereitstellung vor dem 20. Januar 2027?

Nach Angaben der Europäischen Kommission müssen Maschinen, die vor dem 20. Januar 2027 auf dem EU-Markt bereitgestellt werden, der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG entsprechen. Für die Beschaffung sind der tatsächliche Zeitpunkt und Vorgang der Bereitstellung sowie die Unterlagen der konkreten Konfiguration zu klären.

Ersetzt eine CE-Kennzeichnung die betriebliche Gefährdungsbeurteilung?

Nein. Die Europäische Kommission beschreibt die Konformitätsbewertung als Teil der Pflichten beim Inverkehrbringen eines Produkts; nach § 5 Arbeitsschutzgesetz muss der Arbeitgeber zusätzlich die Gefährdungen des konkreten Einsatzes beurteilen und geeignete Maßnahmen ableiten.