Für wen eignet sich ein Fertigungspilot?

Teams für Teilehandhabung

Wenn Sie Greifen, Bereitstellen oder Be- und Entladen an einem festgelegten Platz erproben möchten, zählen die tatsächlichen Teile und der passende Greifer mehr als eine allgemeine Bewegungsdemonstration. Das Forschungsprojekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg untersucht eine G1-EDU-Plattform für Fertigung, Montage und Prüfung.

Teams für mobile Materialbewegung

Wer einen Weg zwischen Arbeitsplätzen testen möchte, sollte neben der Manipulation auch Fahrbereich, Boden und Übergabepunkte in den Pilotablauf aufnehmen. Eine mobile Basis belegt für sich genommen nicht, dass ein System auf jedem Werksweg eingesetzt werden kann.

Teams mit Beschäftigten im Bewegungsbereich

Wenn Personen und Roboter denselben Arbeitsbereich nutzen sollen, müssen Kollisionen mit dem Roboter, dem Werkzeug und bewegten Teilen berücksichtigt werden. Die DGUV betont, dass die Risikobeurteilung des Herstellers den vorgesehenen betrieblichen Arbeitsplatz einschließen muss.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Beschreiben Sie zuerst Aufgabe, Teile und Übergabepunkte. Entscheiden Sie anschließend, ob der Pilot eigene Entwicklungsarbeit, Ortswechsel oder einen Test mit Personen im gemeinsamen Arbeitsbereich einschließt.

Anliegen Worauf beim Kauf achten Wen es besonders betrifft
Aufgabenfit Teile, Übergabepunkte und Erfolgskriterien festlegen; Greifer und Handkonfiguration der angebotenen Variante prüfen. Wenn ich konkrete Teile greifen und an einem definierten Platz ablegen lassen möchte, brauche ich einen passenden Endeffektor statt einer allgemeinen Bewegungsdemo. Etwa 26 % der Verbraucher stellen den Aufgabenfit an die erste Stelle.
Sicherheitskonzept Bewegungsraum, Personenwege, Werkzeug und bewegte Teile in die Beurteilung einbeziehen; Trennung oder technische Schutzmaßnahmen planen. Bei einem Test im gemeinsamen Arbeitsbereich möchte ich wissen, wie Personen vor möglichen Kollisionen geschützt werden. Für etwa 26 % der Verbraucher hat das Sicherheitskonzept Vorrang.
Integration Benötigte Daten, Steuerungsrechte und Schnittstellen mit der genauen Angebotsvariante abgleichen. Wenn mein Team Sensorik, Bewegung oder Steuerung selbst integrieren will, muss der Zugang zu den benötigten Schnittstellen geklärt sein. Diese Integration ist für etwa 21 % der Verbraucher das wichtigste Anliegen.
Mobilität Weg, Boden, Übergaben und Bewegungsraum prüfen; klären, ob der Pilot Fahren oder zweibeiniges Gehen untersuchen soll. Für einen Ablauf zwischen Stationen möchte ich den tatsächlichen Weg und die Übergaben erproben, nicht nur die Bewegung am festen Platz. Etwa 16 % der Verbraucher priorisieren diese Mobilitätsfrage.
Aufwand nach dem Kauf Variante, Greifer, Integration, Einweisung und Wartung für denselben Pilotumfang einzeln anfragen. Wenn mein Projektteam Konfiguration und Betreuung mitplanen muss, möchte ich die benötigten Leistungen vorab eingrenzen. Der Aufwand nach dem Kauf steht bei etwa 11 % der Verbraucher im Vordergrund.

Typische Auswahlfehler

  • Eine reguläre G1-Version mit der G1-EDU gleichsetzen

    Unitree gibt an, dass die regulär angebotene G1-Version keine Sekundärentwicklung unterstützt und verweist dafür auf die EDU-Variante. Auch EDU-Versionen können sich bei Händen und Ausstattung unterscheiden.

    Halten Sie benötigte Steuerungsrechte, Hände und Sensoren in der Anfrage fest und gleichen Sie sie mit der exakten angebotenen Variante ab.

  • CE-Kennzeichnung als Freigabe des Arbeitsplatzes verstehen

    Eine CE-Kennzeichnung ersetzt nicht die Gefährdungsbeurteilung für die konkrete Verwendung. Bei Personennähe können auch Werkzeug und bewegte Teile für die Bewertung relevant sein.

    Beurteilen Sie den vollständigen Pilotablauf und legen Sie anhand des konkreten Risikos fest, ob räumliche Trennung oder andere Schutzmaßnahmen erforderlich sind.

  • Fahren mit zweibeinigem Gehen gleichsetzen

    Ein rollender Humanoider kann einen Weg zwischen Arbeitsplätzen erproben, beantwortet aber nicht automatisch die Frage, ob zweibeiniges Gehen für den Ablauf erforderlich ist.

    Definieren Sie vor der Auswahl, ob der Pilot Materialtransport zwischen Stationen oder ausdrücklich das Gehen untersuchen soll.

Relevante Marken im Überblick

Unitree

G1-EDU-Varianten sind für eigene Bewegungs- und Greifversuche relevant. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg untersucht eine G1-EDU-Konfiguration für Fertigung, Montage und Prüfung.

  • Unitree dokumentiert SDK-Schnittstellen und unterschiedliche EDU-Handkonfigurationen.
  • Die reguläre G1-Version unterstützt laut Unitree keine Sekundärentwicklung. Forschung mit einer EDU-Plattform belegt keinen freigegebenen produktiven Serienbetrieb.

igus

iggyRob ist als rollender Humanoider mit zwei Armen für Pilotabläufe rund um Materialbewegung und Handhabung beschrieben.

  • igus nennt eine AMR-Basis, Greiferoptionen und eine ROS2-Schnittstelle der Basis.
  • Die igus-Produktseite nennt ein maximales Bauteilgewicht von 1,5 kg, während ein anderer Beschreibungsteil 2 kg Tragkraft pro Arm aufführt. Klären Sie für die konkrete Konfiguration, welche Angabe für Ihre Lastfrage maßgeblich ist.

DOBOT

DOBOT beschreibt ATOM Max für komplexere Manipulationsversuche und hat ATOM-W als rollende Alternative für Material- und Teilebewegung vorgestellt.

  • Für ATOM Max nennt DOBOT optionales Entwicklungszubehör; ATOM-W wurde vom Hersteller bei einer industriellen Teilesortierung präsentiert.
  • Herstellerangaben und Vorführungen belegen nicht die Eignung für Ihren Arbeitsplatz. Prüfen Sie Schnittstellen und Ausstattung der konkret angebotenen Variante.

AGIBOT

Der rollende G2 wird vom Hersteller mit Prüfstationen in der Elektronikfertigung in Verbindung gebracht.

  • AGIBOT berichtet über Be- und Entladeaufgaben an Prüfstationen in China.
  • Der Herstellerbericht ist kein unabhängig gemessener Leistungsnachweis und belegt weder die Schnittstellen noch die Schutzmaßnahmen oder Eignung einer konkret angebotenen Konfiguration in Deutschland.

Passende Produktvarianten auf Joybuy

Die folgenden Joybuy-Angebote sind Unitree-R1-Varianten mit unterschiedlichen Angaben zu Freiheitsgraden und Kameras. Ihre Produktangaben allein belegen keine Eignung für einen betrieblichen Fertigungsarbeitsplatz; klären Sie Konfiguration, Schutzmaßnahmen und den vorgesehenen Einsatz vor einem Pilotversuch.

Unitree R1 Humanoid Robot mit 26 Freiheitsgraden, dualen Kameras, blau-weißer Ausführung

Unitree R1 – 26 Freiheitsgrade, duale Kameras, Blau-Weiß

Kann für einen abgegrenzten Bewegungs- und Wahrnehmungstest in Betracht kommen; die Produktangaben belegen keine Eignung für den konkreten Fertigungsablauf.

In der Produktbezeichnung genannt: 26 Freiheitsgrade und duale Kameras. Als Verbindungen sind Ethernet, Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2 aufgeführt.

Die Produktbeschreibung warnt vor erheblicher Kraft und Geschwindigkeit und verlangt ausreichend Freiraum. Kinder sollen den Roboter nicht allein bedienen.

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Unitree R1 Air Humanoid Robot mit 20 Freiheitsgraden und Monokamera, rot-goldene Ausführung

Unitree R1 Air – 20 Freiheitsgrade, Monokamera, Rot-Gold

Kann für einen abgegrenzten Bewegungs- und Wahrnehmungstest in Betracht kommen; klären Sie vorab, ob die Variante die Anforderungen Ihres Pilotablaufs erfüllt.

In der Produktbezeichnung genannt: 20 Freiheitsgrade und eine Monokamera.

Die Produktbeschreibung warnt vor Treppen, Kanten und unebenen Flächen sowie vor Quetschgefahr an beweglichen Gelenken. Das Gerät wird dort außerdem als nicht wasserfest und nicht für hohe Luftfeuchtigkeit vorgesehen beschrieben.

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Häufige Fragen

Reicht eine CE-Kennzeichnung für die Freigabe unseres Pilotarbeitsplatzes?

Nein. Wo eine CE-Kennzeichnung vorgeschrieben ist, muss sie nach § 7 ProdSG vor dem Inverkehrbringen angebracht werden; sie ersetzt jedoch nicht die Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz. Nach § 3 BetrSichV muss der Arbeitgeber die Gefährdungen der konkreten Verwendung vorab beurteilen.

Wer beurteilt Risiken, wenn Beschäftigte unmittelbar mit dem Roboter arbeiten?

Für den beschriebenen kollaborierenden Einsatz muss die Risikobeurteilung des Roboterherstellers nach den Hinweisen der DGUV den vorgesehenen betrieblichen Arbeitsplatz einbeziehen. Zusätzlich muss der Arbeitgeber die Gefährdungen der Verwendung am eigenen Arbeitsplatz beurteilen; dabei können auch Endeffektor und bewegte Gegenstände relevant sein.

Wie beginnen wir einen Entwicklungsversuch mit dem Unitree G1?

Klären Sie zunächst, welche G1-EDU-Version, Handkonfiguration und Schnittstellen der Versuch benötigt. Unitrees Entwickleranleitung beschreibt die Kommunikation mit einem externen Ubuntu-PC über Ethernet und DDS sowie eine gesicherte Schutzhalterung für erste Entwicklungsarbeiten. Diese Plattformanleitung ist keine Freigabe für einen Fertigungsarbeitsplatz.

Entsteht durch die Einbindung in eine vorhandene Anlage automatisch eine neue Maschinenanlage?

Nein, das lässt sich nicht pauschal annehmen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) verweist für die Einzelfallentscheidung, ob eine Gesamtheit von Maschinen vorliegt, auf ein Interpretationspapier mit Ablaufschema. Klären Sie die konkrete Kombination und die daraus folgenden Verantwortlichkeiten vor der Integration.

Wann gilt die neue EU-Maschinenverordnung für das Inverkehrbringen von Maschinen?

Nach Angaben der BAuA ist die Verordnung (EU) 2023/1230 ab dem 20. Januar 2027 für das Inverkehrbringen von Maschinen anzuwenden. Für einen späteren Beschaffungs- oder Bereitstellungstermin sollten Sie die dann geltende Rechtslage und die konkrete Einordnung des integrierten Systems prüfen.