Für wen ist die Auswahl relevant?

Teams für eigene Robotersoftware

Ihr benötigt dokumentierte Zugänge zu Steuerung und Sensordaten statt vorgefertigter Vorführabläufe und vergleicht deshalb die genaue Entwicklungsvariante.

Teams für Greif- und Wahrnehmungsversuche

Ihr plant Versuche mit Objekten oder Umgebungsdaten und müsst Hände, Kameras und Datenzugang gemeinsam betrachten.

Teams vor dem ersten Laborpilot

Ihr müsst vor einer Beschaffung den Versuchsnutzen, die Laborbedingungen und den sicheren Betrieb mit anderen Personen klären.

Worauf kommt es bei der Beschaffung an?

Leiten Sie die Auswahl vom geplanten Versuch ab: Entscheidend sind die passende Entwicklungsvariante, die tatsächlich enthaltene Ausstattung und ein sicherer Betrieb am vorgesehenen Standort.

Anliegen Beim Kauf prüfen Wen betrifft es besonders?
Programmierbarer Zugriff Genaue Modellvariante, SDK-Berechtigung, dokumentierte Befehle und auslesbare Zustände bestätigen lassen. Wenn wir eigene Steuerungssoftware entwickeln, brauchen wir Zugriff auf die tatsächlich bestellte Ausführung; etwa 24 % der Verbraucher stellen programmierbaren Zugriff an erste Stelle.
Greifer und Hände Handmodell, Sensoroptionen, Treiber und Montage als konkrete Angebotspositionen abgleichen. Für Greifversuche müssen wir wissen, welche Hand geliefert wird und wie sie angesteuert wird; etwa 19 % der Verbraucher priorisieren Manipulation und passende Hände.
Bewegung und Wahrnehmung Versuchsfläche, Transportweg, Ladeplatz, Netzwerkschnittstellen und Sensordatenzugang für die konkrete Ausführung prüfen. Wenn wir Bewegung oder Umgebungswahrnehmung untersuchen, müssen Sensorzugang und Laborbedingungen zum Versuch passen; etwa 19 % der Verbraucher setzen hier ihren Schwerpunkt.
Sicherheit im Labor Gefährdungen des konkreten Versuchs, Schutzmaßnahmen, Dokumentation und Zuständigkeiten vor der Erprobung klären. Arbeiten wir mit Personen oder in gemeinsam genutzten Bereichen, brauchen wir ein anwendungsbezogenes Sicherheits- und Risikokonzept; etwa 24 % der Verbraucher priorisieren den sicheren Versuchsaufbau.
Betreuung und Folgekosten Für Modell und Standort schriftlich nach technischer Dokumentation, Ersatzteilen, Einweisung und vereinbartem Leistungsumfang fragen. Wenn unser Team nach der Lieferung Unterstützung benötigt, wollen wir Zuständigkeiten und Leistungen vorab festhalten; etwa 14 % der Verbraucher stellen Betreuung und planbare Folgekosten in den Mittelpunkt.

Die Prozentangaben beziehen sich auf diese fünf unterschiedlichen Beschaffungsanliegen; sie beschreiben weder Marktanteile noch eine Rangfolge von Robotermodellen.

Häufige Beschaffungsfehler

  • Den gewöhnlichen Unitree G1 mit G1-EDU verwechseln

    Unitree weist für den gewöhnlichen G1 ausdrücklich darauf hin, dass er keine Sekundärentwicklung unterstützt. Eine Modellbezeichnung allein bestätigt daher nicht den benötigten Entwicklungszugang.

    Vor der Bestellung die vollständige EDU-Konfiguration und die zugesicherten Entwicklungsrechte bestätigen lassen.

    Mit der falschen Variante kann der geplante Entwicklungsversuch unmöglich werden und eine erneute Beschaffung nötig sein.

  • Eine optionale Hand als Standardausstattung annehmen

    Unitree führt die Dex3-1-Hand als Option; Booster Robotics unterscheidet beim T1 ebenfalls zwischen Grundausführung, Greifer und dexteröser Hand. Die genaue Konfiguration ist deshalb entscheidend.

    Hand, Sensorik, Montage und Softwarezugang im Angebot einzeln abgleichen.

  • Eine CE-Kennzeichnung mit der Freigabe des eigenen Versuchs gleichsetzen

    § 3 BetrSichV verlangt bei der Verwendung von Arbeitsmitteln eine Gefährdungsbeurteilung vor der Verwendung. Eine CE-Kennzeichnung ersetzt diese Beurteilung nicht.

    Den konkreten Aufbau und die erforderlichen Schutzmaßnahmen vor dem Einsatz beurteilen.

Relevante Marken zur Orientierung

Unitree

G1 und gesondert anzufragende G1-EDU-Konfigurationen kommen für Versuche zu Bewegung und Wahrnehmung sowie, je nach Ausstattung, für Handsteuerung infrage.

  • Unitree beschreibt SDK-Schnittstellen und die optional erhältliche Dex3-1-Hand.
  • Der gewöhnliche G1 unterstützt laut Unitree keine Sekundärentwicklung. Angaben zur EDU-Ausstattung lassen sich nicht auf diese Ausführung übertragen.

Booster Robotics

Der T1 ist für Entwicklungsversuche zu Gang, Wahrnehmung und, abhängig von der Konfiguration, Manipulation relevant.

  • Booster Robotics dokumentiert SDK-Material und ein ROS-2-Interface.
  • Der Hersteller unterscheidet Grund-, Greifer- und Handkonfigurationen. Die Dokumentation belegt für sich genommen keine bestimmte Versuchsleistung.

PAL Robotics

TALOS ist laut PAL Robotics eine ROS-basierte Plattform für Ganzkörpersteuerung und Manipulationsforschung.

  • PAL Robotics nennt einen konfigurierbaren Kopf und Greifer sowie Engineering, Support und Training.
  • Die vom Hersteller angegebenen 175 cm Höhe und 95 kg Gewicht wirken sich auf Transport und Laborplanung aus. Konkrete Serviceleistungen sollten im Angebot festgehalten werden.

ROBOTIS

Der OP3 ist eine miniaturisierte humanoide Plattform für betreute Forschungs- und Entwicklungsversuche.

  • ROBOTIS beschreibt die Neuauflage von 2025 als von Grund auf für ROS 2 entwickelt.
  • Diese Beschreibung belegt keine Eignung für großformatige Last- oder Ganzkörperversuche. Bei älteren OP3-Anleitungen sollte die Softwaregeneration geprüft werden.

Dobot

Die bei Terra Robotics angebotene Atom-D Education Version ist für Versuche mit humanoidem Torso, Doppelarmen und Teleoperation relevant; eine mobile Basis ist optional.

  • Terra Robotics beschreibt Hände, Kameras und Datenerfassung als Bestandteile seines Atom-D-Angebots.
  • Die Händlerkonfiguration ist nicht mit einem zweibeinig gehenden Atom gleichzusetzen. Die Angaben belegen nicht, dass sämtliche Gelenke offen ansteuerbar sind.

Joybuy-Produkte für Entwicklungsversuche

Die folgenden Joybuy-Angebote betreffen humanoide Plattformen für Entwicklungs- und Bewegungsversuche. Entwicklungszugang und Ausstattung unterscheiden sich je Modell; prüfen Sie daher die konkrete Konfiguration.

Booster Robotics K1 Geek, 22 Freiheitsgrade

Booster Robotics K1 Geek, 22 Freiheitsgrade

Die Produktbeschreibung richtet das Modell an programmierbare Bewegungs- und Entwicklungsversuche.

Der Produkttitel nennt 22 Freiheitsgrade und 48 TOPS AI.

Bei Joybuy ansehen
Booster Robotics K1 Edu, 22 Freiheitsgrade

Booster Robotics K1 Edu, 22 Freiheitsgrade

Die Produktbeschreibung nennt Hochschullabore sowie Entwicklungs- und Bildungsanwendungen als Einsatzbereiche.

Der Produkttitel nennt 22 Freiheitsgrade und 117 TOPS AI; die Beschreibung nennt Software-APIs und Entwicklungstools.

Bei Joybuy ansehen
AGIBOT X2 Ultra

AGIBOT X2 Ultra

Für eigene Softwareentwicklung ist diese X2-Ausführung nicht geeignet: Die Produktbeschreibung gibt an, dass Sekundärentwicklung nicht unterstützt wird.

Die Angaben zur X2 nennen 27 Freiheitsgrade und eine RGB-Kamera; LiDAR und RGB-D-Kamera sind als nicht vorhanden aufgeführt.

Bei Joybuy ansehen
Unitree R1 Air, 20 Freiheitsgrade

Unitree R1 Air, 20 Freiheitsgrade

Die Produktbeschreibung nennt Entwicklungs- und Wahrnehmungsversuche als mögliche Einsatzbereiche.

Der Produkttitel nennt 20 Freiheitsgrade und eine monokulare Kamera. Die Sicherheitshinweise warnen vor Treppen, Kanten, unebenem Untergrund und Quetschgefahren an beweglichen Teilen.

Bei Joybuy ansehen
Unitree R1, 26 Freiheitsgrade

Unitree R1, 26 Freiheitsgrade

Die Produktbeschreibung nennt Entwicklungs- und Bildungsprojekte als Einsatzbereiche.

Die Angaben führen 26 Freiheitsgrade, Tiefensensoren und ein Zwei-Kamera-System auf. Die Sicherheitshinweise warnen davor, sich beim Start oder bei schnellen Bewegungen im unmittelbaren Schwenkbereich aufzuhalten oder Gelenke im eingeschalteten Zustand manuell zu bewegen.

Bei Joybuy ansehen

Häufige Fragen

Reicht ein Angebot mit der Bezeichnung G1 für eigene Steuerungssoftware?

Nein, die Modellbezeichnung allein bestätigt den Entwicklungszugang nicht. Unitree weist für den gewöhnlichen G1 darauf hin, dass er keine Sekundärentwicklung unterstützt, und verweist dafür auf G1-EDU. Lassen Sie sich die angebotene EDU-Untervariante und die zugesicherten SDK-Rechte bestätigen.

Was muss ein Team vor dem ersten Versuch mit Beschäftigten prüfen?

Bei der Verwendung als Arbeitsmittel muss der Arbeitgeber nach § 3 BetrSichV vor dem Einsatz Gefährdungen beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen ableiten; eine CE-Kennzeichnung ersetzt diese Pflicht nicht. Das Bundesministerium der Justiz und das Bundesamt für Justiz nennen Betriebsanleitungen als relevante Informationsquelle und sehen vor, die Beurteilung bereits vor Auswahl und Beschaffung zu beginnen. Für Versuche mit Personen oder in gemeinsam genutzten Bereichen ist außerdem ein anwendungsbezogenes Sicherheits- und Risikokonzept erforderlich.

Welche Maschinenregeln sind beim Kauf im Oktober 2026 zeitlich relevant?

Für das Inverkehrbringen von Maschinen gilt laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bis einschließlich 19. Januar 2027 die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG; die Verordnung (EU) 2023/1230 ist hierfür ab dem 20. Januar 2027 anzuwenden. Ob und wie die Regelungen für eine bestimmte Forschungsplattform und Versuchsanordnung gelten, muss im Einzelfall geprüft werden.

Sind Ersatzteile, Einweisung und Softwarepflege automatisch enthalten?

Nein, solche Leistungen lassen sich nicht allein aus der Modellbezeichnung ableiten. PAL Robotics bietet nach eigener Darstellung Support und Training an; daraus folgt kein bestimmter Leistungsumfang für ein einzelnes TALOS-Angebot. Lassen Sie Ersatzteile, Einweisung, Softwarestände und Zuständigkeiten vertraglich benennen.