Was ist bei der Auswahl wichtig?
Legen Sie zunächst Aufgabe, Arbeitsbereich und Sicherheitsanforderungen fest. Prüfen Sie anschließend die IT-Anbindung und ob Energieversorgung sowie Unterstützung vor Ort zum geplanten Pilotbetrieb passen.
| Anliegen |
Beim Kauf prüfen |
Für wen besonders wichtig |
| Sicherheit und Freigabe |
Geplante Verwendung, Wege und Übergaben in die Gefährdungsbeurteilung aufnehmen; Schutzmaßnahmen und Störfallabläufe festlegen. |
Wenn Beschäftigte und Roboter denselben Lagerbereich nutzen, muss ich den Pilot kontrolliert freigeben können. Für rund 36 % der Beschaffenden wäre diese Freigabe das vorrangige Anliegen. |
| IT und Störungsmanagement |
Auftrags- und Rückmeldeschnittstellen sowie Alarmierung und manuelle Übernahme im eigenen Workflow testen. |
Wenn Aufgaben aus meinem Lagersystem kommen, brauche ich nachvollziehbare Rückmeldungen und einen Weg für Fehlerfälle. Eine prüfbare Integration stünde für rund 29 % der Beschaffenden an erster Stelle. |
| Abgegrenzte Aufgabe |
Objektvarianten und Übergabepunkte begrenzen; Eingriffe, Fehlgriffe und Stillstände für die gewählte Tätigkeit erfassen. |
Bei einer wiederkehrenden Handhabungsaufgabe will ich erkennen, ob der Roboter sie unter meinen Lagerbedingungen bewältigt. Rund 21 % der Beschaffenden würden diesen Aufgabennachweis vorrangig verfolgen. |
| Energie und Unterstützung |
Lade- oder Wechselverfahren, Wartung, Ersatzteile und Zuständigkeiten für Störungen vereinbaren. |
Wenn der Test über einzelne Vorführungen hinausgeht, brauche ich planbare Unterbrechungen und erreichbare technische Unterstützung. Für rund 14 % der Beschaffenden wäre die Betriebskontinuität das wichtigste Anliegen. |
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Häufige Fragen
Wann sollte die Gefährdungsbeurteilung für den Pilot beginnen?
Sie sollte bereits vor Auswahl und Beschaffung des humanoiden Roboters beginnen, wenn dieser als Arbeitsmittel verwendet werden soll. § 3 der deutschen Betriebssicherheitsverordnung verlangt, die geplante Verwendung sowie Arbeitsabläufe und Arbeitsorganisation in der Beurteilung zu berücksichtigen.
Welche Lageraufgabe eignet sich als Ausgangspunkt?
Wählen Sie eine wiederholbare Aufgabe mit klaren Objekten, Übergaben und definierten Ausnahmefällen, etwa ein eng begrenztes Tote-Handling oder eine Kommissionieraufgabe. Prüfen Sie im Pilot die tatsächlichen Eingriffe, Fehler und Unterbrechungen für genau diesen Ablauf, statt von einer Vorführung auf weitere Tätigkeiten zu schließen.
Reichen Herstellerangaben zur Sicherheit für den Lagereinsatz?
Nein, Herstellerangaben ersetzen nicht die Gefährdungsbeurteilung für den eigenen Standort. Prüfen Sie, welche Betriebs- und Konformitätsunterlagen für die angebotene Modellvariante und die vorgesehene Verwendung gelten und wie die darin beschriebenen Bedingungen im Lager umgesetzt werden.
Ermöglicht der automatische Batteriewechsel des Walker S2 einen durchgehenden Lagerbetrieb?
Ein durchgehender Betrieb folgt daraus nicht. UBTECH beschreibt für Walker S2 einen autonomen Batteriewechsel; für Ihren Pilot müssen auch die Station, sichere Wege, Aufgabenlast, Wartung und der Umgang mit Störungen zum geplanten Ablauf passen.
Welche IT-Fragen gehören vor Abschluss eines Pilotvertrags auf den Tisch?
Klären Sie, wie Aufgaben ausgelöst und zurückgemeldet werden und wer bei einer Störung den Prozess übernimmt. Für eine Anbindung an WMS, WES, MES oder SAP EWM sollten Sie außerdem Schnittstellen, Zugriffsrechte, Betriebsdaten, Alarmierung und die Zuständigkeit für Änderungen am Workflow konkret testen.