Für wen kommen die Lösungen infrage?

Betriebe mit manuellen Übergaben

Wenn Behälter an mehreren bestehenden Stationen aufgenommen oder abgesetzt werden müssen, lohnt es sich zu prüfen, ob ein mobiler Arm genügt oder ein Humanoider für den konkreten Ablauf erforderlich ist. Fraunhofer IPA beschreibt Materialtransport als Demonstrator-Anwendung; daraus folgt keine allgemeine Einsatzfreigabe.

Betriebe mit wiederkehrenden Fahrten

Wer Material zwischen festgelegten Punkten bewegt, sollte klären, ob eine Transportplattform ohne Greifarm die Übergaben bewältigt. Mobile Industrial Robots und OMRON beschreiben Systeme für innerbetriebliche Transportaufgaben; Eignung und Traglast sind für den tatsächlichen Aufbau und Einsatzweg zu prüfen.

Betriebe vor einem Robotik-Pilot

Wenn Takt, Begegnungen mit Beschäftigten oder Kosten für den eigenen Ablauf noch nicht beurteilt sind, kann ein begrenzter Versuch offene Fragen sichtbar machen. Fraunhofer IPA beschreibt prototypische Erprobungen, nicht die allgemeine Einsatzreife eines Systems.

Worauf sollten Betriebe beim Kauf achten?

Beschreiben Sie zuerst Last, Fahrweg und Übergaben. Vergleichen Sie danach, ob der Ablauf einen Greifarm benötigt und welche Schutzmaßnahmen, Integration und Betreuung für die jeweilige Lösung erforderlich sind.

Anliegen Beim Kauf prüfen Wem es besonders wichtig ist
Übergabe und Greifen Behälterform und Greifpunkt; Stationshöhe und erforderliche Aufnahme oder Ablage. Wenn bestehende Stationen aktiv bedient werden müssen, möchte ich wissen, ob ein Arm die Übergabe zuverlässig abdeckt. Bei den Betrieben, deren Hauptanliegen Greifen und Übergabe sind, sind es etwa 31 %.
Fahrweg, Last und Takt Last samt Aufsatz; Engstellen, Boden, Türen und Fahrten pro Schicht. Wenn Lasten über einen anspruchsvollen Weg bewegt werden, möchte ich die tatsächliche Eignung des Aufbaus für Strecke und Takt prüfen. Etwa 25 % der Betriebe stellen Fahrweg und Last in den Mittelpunkt.
Sicherer Mischbetrieb Begegnungen mit Personen und mögliche Störungen; Schutzmaßnahmen für Fahrt, Greifen und Wiederanlauf. Wenn Beschäftigte dieselben Bereiche nutzen, möchte ich Risiken für den gesamten Ablauf beurteilen lassen. Bei den Betrieben, die den sicheren gemeinsamen Arbeitsbereich priorisieren, sind es etwa 25 %.
Integration und Betreuung Greifer, Stationen und Einrichtung; Schulung, Wartung und Vorgehen bei Störungen. Wenn die laufende Betreuung und der Integrationsaufwand noch schwer einzuschätzen sind, möchte ich diese Punkte vor einer Anschaffung im Prozess erproben. Etwa 19 % der Betriebe priorisieren eine planbare Einführung.

Für den Arbeitsplatz in Deutschland verlangt § 5 ArbSchG eine Beurteilung der arbeitsbezogenen Gefährdungen. Die Europäische Kommission erläutert, dass Maschinen, die vor dem 20. Januar 2027 auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG entsprechen müssen. Ob ein konkretes Robotersystem in deren Anwendungsbereich fällt und welche Unterlagen für die angebotene Gesamtkonfiguration erforderlich sind, ist produktbezogen zu klären.

Typische Auswahlfehler

  • Einen Demonstrator mit einem freigegebenen Dauerbetrieb gleichsetzen

    Fraunhofer IPA setzte Materialtransport mit einem Unitree G1 als Demonstrator um. Das belegt nicht, dass dieselbe Konfiguration für einen anderen Arbeitsplatz freigegeben oder wirtschaftlich ist.

    Erproben Sie das System mit den eigenen Behältern, Wegen, Übergaben und typischen Störungen. Bewerten Sie die Sicherheit des konkreten Ablaufs gesondert.

  • Unterschiedliche Traglasten direkt vergleichen

    Die Armtraglast eines Humanoiden beschreibt nicht dasselbe wie die maximale Nutzlast einer Transportplattform. Auch Aufbau und Einsatzbedingungen wirken sich auf die konkrete Transportaufgabe aus.

    Vergleichen Sie Last, Greifhaltung und Aufbauten für jede Route getrennt und prüfen Sie, wie die Übergabe an den Stationen erfolgt.

  • Die CE-Kennzeichnung einer Komponente für das Gesamtsystem übernehmen

    Bei einem als Endprodukt in Verkehr gebrachten integrierten System ist die Konformität des Gesamtsystems relevant; die Kennzeichnung einzelner Komponenten beantwortet diese Frage nicht automatisch.

    Lassen Sie sich die verantwortliche Partei sowie die zur konkreten Konfiguration gehörenden Unterlagen nennen. Your Europe erläutert die Verantwortung für die Konformitätserklärung eines in der EU in Verkehr gebrachten Endprodukts.

Relevante Marken im Überblick

Unitree

G1 und G1 EDU sind humanoide Kandidaten für einen begrenzten Materialtransport-Pilot. Fraunhofer IPA setzte einen G1 in einem Demonstrator ein.

  • Unitree unterscheidet die Varianten unter anderem anhand optionaler Hände und der maximalen Armtraglast.
  • Der Demonstrator belegt keine allgemeine betriebliche Einsatzreife. Prüfen Sie, ob Variante und Unterlagen zum konkret angebotenen System passen.

KUKA

Der KMR iisy verbindet laut KUKA einen Cobot mit einer mobilen Plattform und kommt als Vergleichsroute infrage, wenn an mehreren Stationen ein Arm benötigt wird.

  • KUKA beschreibt eine integrierte Kombination aus Roboterarm und Transportplattform mit Scannern und Kameras.
  • Herstellerangaben zu Sicherheitsfunktionen ersetzen keine Gefährdungsbeurteilung des Gesamtsystems am konkreten Arbeitsplatz.

Mobile Industrial Robots (MiR)

Der MiR250 ist eine mobile Transportplattform für innerbetriebliche Fahrten, wenn kein integrierter Greifarm benötigt wird.

  • Der Hersteller nennt eine maximale Traglast von 250 kg.
  • Die Angabe kann je nach Einsatzbedingungen und Aufbau variieren. Für bestimmte Übergaben können passende Aufbauten oder Stationsanpassungen nötig sein.

OMRON

Der LD-250 ist ein mobiler Roboter für Materialfahrten zwischen Arbeitsstationen, Produktionslinien und Lagerbereichen.

  • OMRON nennt eine Traglast von bis zu 250 kg.
  • Die Traglastangabe bestätigt weder eine konkrete Behälterübergabe noch die Freigabe des vorgesehenen Betriebswegs.

Agility Robotics

Digit 5 ist ein humanoider Vergleichskandidat für Handhabungsabläufe in der Logistik, nicht eine bestätigte Aussage zu einem deutschen Kaufangebot.

  • Agility Robotics nennt für Digit 5 eine Nutzlast von 23 kg und ein wechselbares Greiferdesign.
  • Herstellerangaben belegen weder die Eignung für den konkreten Ablauf noch die Verfügbarkeit der erforderlichen Konformitätsunterlagen in Deutschland.

Humanoide Roboter bei Joybuy

Diese Auswahl umfasst einen humanoiden Roboter als mögliche Pilotroute für Transportaufgaben, bei denen aktives Greifen geprüft werden soll.

Unitree G1 Humanoider Roboter

Unitree G1 Humanoider Roboter

Kann als Pilotkandidat geprüft werden, wenn der Transportprozess aktives Greifen erfordert; die Eignung muss sich am konkreten Ablauf zeigen.

Die Produktbezeichnung nennt kraftgesteuerte Hände. Laut Produktbeschreibung ist die SDK/API derzeit nicht verfügbar.

Joybuy

Häufige Fragen

Welche Aufgabe sollte vor der Auswahl beschrieben sein?

Halten Sie Last samt Behälter, Start- und Zielstation, Greifhandlung, Fahrweg, Häufigkeit und typische Störungen fest. Vergleichen Sie damit einen reinen Transportroboter und einen mobilen Manipulator; prüfen Sie anschließend, ob ein Humanoider für den konkreten Prozess einen erforderlichen Zusatznutzen bietet.

Reicht eine CE-Kennzeichnung für den Einsatz im Betrieb?

Nein, sie ersetzt nicht die Beurteilung der Gefährdungen am konkreten Arbeitsplatz. Bei Maschinen im Anwendungsbereich, die vor dem 20. Januar 2027 auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, sind die Anforderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG einschließlich der passenden Kennzeichnung und Konformitätserklärung zu prüfen; die Europäische Kommission beschreibt diesen Rechtsrahmen. Der Arbeitgeber muss unabhängig davon nach § 5 ArbSchG die arbeitsbezogenen Gefährdungen beurteilen und erforderliche Schutzmaßnahmen festlegen.

Wer ist für Schulung und Schutzmaßnahmen zuständig?

Der Arbeitgeber muss die Gefährdungen am Arbeitsplatz beurteilen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen festlegen. Für Beschäftigte, die das System als Arbeitsmittel verwenden, konkretisiert die BAuA-Regel TRBS 1116 Anforderungen an Qualifikation und Unterweisung; die konkrete Ausgestaltung richtet sich nach Arbeitsmittel und vorgesehener Tätigkeit.

Welche Unterlagen und Serviceleistungen sollte ich im Angebot prüfen?

Fragen Sie für die genaue Systemkonfiguration nach den einschlägigen Konformitätsunterlagen, der Kennzeichnung und Betriebsanleitung sowie nach Zuständigkeiten für Integration, Wartung, Störungen und Ersatzteile. Eine Erklärung für einzelne Komponenten genügt nicht automatisch für ein integriertes Endprodukt, das als Ganzes in Verkehr gebracht wird; klären Sie die Unterlagen und Verantwortlichkeiten für das konkrete Angebot.