Für wen eignet sich ein Pilot?

Teams mit wechselnden Übergaben

Wenn an vorhandenen Stationen unterschiedliche Teile aufgenommen und abgegeben werden, zählt der komplette Ablauf mehr als die Fortbewegung allein. Fraunhofer IPA, Fraunhofer IML, NEURA Robotics und KUKA beschreiben hierzu Einsatzfelder oder technische Ansätze; die konkrete Eignung muss am Prozess geprüft werden.

Teams mit festen Behälterrouten

Bei wiederkehrendem Transport zwischen definierten Punkten lohnt sich der Vergleich mit einer spezialisierten mobilen Lösung. Jungheinrich beschreibt SOTO für Kleinladungsträger; fruitcore robotics stellt mit PLEXA One eine mobile Manipulationsplattform vor. Die passende Route hängt von Behältern, Übergaben und Wegen ab.

Teams vor dem ersten Robotikpilot

Wer die Aufgabe, technische Grenzen oder Integration noch klären muss, kann zunächst einen begrenzten Praxistest mit eigenen Teilen planen. Das Fraunhofer IOSB-INA beschreibt schrittweise Pilotprojekte; SchmidtFactories nennt Hardware-Fit-Tests und Produktionspiloten als Anbieterleistungen.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Anliegen Beim Kauf prüfen Wen betrifft es besonders?
Sicherheit am Einsatzort Wege, Kreuzungen, Lastübergaben, Greifer und Begegnungen mit Beschäftigten in der konkreten Konfiguration beurteilen. Nach § 3 BetrSichV ersetzt eine CE-Kennzeichnung die Gefährdungsbeurteilung nicht. Wenn ich einen Roboter auf gemeinsam genutzten Wegen mit Beschäftigten und bewegten Lasten erprobe, müssen Schutzmaßnahmen zum tatsächlichen Einsatz passen. Für etwa 33 % der Verbraucher mit geplantem Produktionspilot steht diese Sicherheitsfrage an erster Stelle.
Passung zur Aufgabe Den vollständigen Zyklus von Aufnahme bis Ablage festhalten und mit einem AMR, einem mobilen Manipulator sowie einer stationären Zelle vergleichen. Wenn mein Ablauf Transport und wechselndes Greifen verbindet, möchte ich den ganzen Prozess statt nur die Bauform bewerten. Diese Aufgabenpassung hat für etwa 25 % der Verbraucher mit geplantem Produktionspilot Vorrang.
Wege und Übergaben Transportgut, Start- und Zielpunkte, Wegbedingungen und menschliche Eingriffe mit den tatsächlichen Teilen erproben. Bei wiederkehrenden Fahrten zwischen konkreten Übergabepunkten möchte ich wissen, ob Behälter und Verkehrswege zur Lösung passen. Für etwa 25 % der Verbraucher mit geplantem Produktionspilot ist dieser Materialfluss das wichtigste Anliegen.
Test und Betreuung Im Angebot festhalten, welche Teile und Schichten getestet werden, wer integriert und wartet und welche Einweisung oder Betreuung enthalten ist. Wenn ich vor einer Hardwareentscheidung einen begleiteten Test brauche, muss dessen Umfang zur Aufgabe passen. Für etwa 17 % der Verbraucher mit geplantem Produktionspilot stehen Testumfang und Betreuung im Vordergrund.

Häufige Fallstricke

  • Die humanoide Form als Nutzenbeleg werten

    Ein Prozess kann nur Transport, nur Handhabung oder tatsächlich beides erfordern. Zusätzliche Greif- und Mobilitätsfunktionen sind nicht automatisch nötig.

    Beschreiben Sie zuerst einen vollständigen Arbeitszyklus und vergleichen Sie daran eine mobile Transportlösung, einen mobilen Manipulator und eine stationäre Lösung.

    Wenn die Aufgabe keine Kombination aus Mobilität und Greifen verlangt, kann die Integration unnötiger Funktionen zusätzlichen Projektaufwand verursachen.

  • CE-Kennzeichnung oder Herstellerangaben mit einer Freigabe des Arbeitsplatzes verwechseln

    Die Gefährdungsbeurteilung muss die konkrete Verwendung berücksichtigen. § 3 BetrSichV hält ausdrücklich fest, dass eine CE-Kennzeichnung diese Pflicht nicht ersetzt.

    Beziehen Sie Roboterkonfiguration, Greifer, Last, Verkehrswege und Begegnungen mit Beschäftigten in die Beurteilung ein.

    Je nach Ergebnis können zusätzliche Schutz- und Integrationsmaßnahmen erforderlich sein.

  • Eine Mietoption auf ein anderes Modell übertragen

    Die von fruitcore robotics beschriebene Miete betrifft HORST-Industrieroboter; sie belegt keine Mietoption für die humanoide Plattform PLEXA One. Ein Test und ein Produktionspilot können zudem unterschiedliche Leistungen umfassen.

    Lassen Sie Modell und Variante, Laufzeit, Betreuung, Wartung und Verantwortlichkeiten für das konkrete Angebot schriftlich festhalten.

Relevante Marken zur Orientierung

NEURA Robotics

NEURA Robotics stellt 4NE1 als humanoide Plattform für Industrie und Logistik vor und nennt unterschiedliche Ausführungen, darunter eine Version auf Rädern für Industrieböden.

  • Die Variantenfrage lässt sich gezielt mit vorhandenen Wegen und Übergabepunkten abgleichen.
  • Herstellerangaben zu Wahrnehmung, Nutzlast oder Sicherheit bestätigen weder die Eignung einer Variante noch die sichere Integration am konkreten Standort.

KUKA

KUKA beschreibt den KMR iiwa als Kombination aus einem LBR-iiwa-Arm und einer mobilen Plattform.

  • Der Ansatz ist ein Vergleichskandidat, wenn ein Pilot sowohl Ortswechsel als auch Greifen umfasst.
  • Die Beschreibung ersetzt keine Prüfung von Greifer, Last, Verkehrsweg und vollständiger Integration.

fruitcore robotics

fruitcore robotics stellt PLEXA One als modulare mobile Manipulationsplattform vor und beschreibt die HORST-Serie als separate stationäre Robotikroute.

  • Der Hersteller nennt für PLEXA One eine konfigurationsabhängige Nutzlast von bis zu 2 × 7 kg. Für HORST1500 G2 beschreibt fruitcore robotics Maschinenbe- und -entladung.
  • Die ausdrücklich beschriebene Miete betrifft HORST-Industrieroboter, nicht automatisch PLEXA One. Herstellerangaben sind keine unabhängigen Leistungstests.

Jungheinrich

Jungheinrich beschreibt SOTO als mobile Option für die Behälterversorgung zwischen Lager und Produktion.

  • Laut Jungheinrich transportiert SOTO bis zu 24 Kleinladungsträger; die genannten Behälterhöhen reichen von 400 bis 1.700 mm.
  • Diese Angaben beziehen sich auf passende Kleinladungsträger und belegen kein allgemeines Greifen beliebiger Werkstücke. Das Mietangebot für FTF bestätigt keine Miete genau des SOTO-Modells.

AGIBOT über SchmidtFactories

SchmidtFactories nennt AGIBOT G2 auf Rädern als Schwerpunkt für Teilehandling und Materialversorgung und beschreibt Hardware-Fit-Tests sowie Produktionspiloten.

  • Ein gemeinsamer Test von Hardware-Fit und Integration kann für Betriebe relevant sein, die beides zusammen anfragen möchten.
  • Die Anbieterbeschreibung belegt weder einen erfolgreichen Einsatz für eine bestimmte Aufgabe noch eine zugesicherte Gerätemiete.

Humanoide Roboter bei Joybuy

Die folgenden Joybuy-Angebote umfassen humanoide Systeme für technische Erprobungen. Modellmerkmale allein belegen nicht, dass ein Gerät für einen bestimmten Produktionsablauf geeignet ist.

Booster Robotics K1 Geek, humanoide Entwicklungsplattform

Booster Robotics K1 Geek

Als Entwicklungsplattform kann dieses Modell für eine technische Erprobung in Betracht kommen; prüfen Sie vorab, ob es den geplanten Materialfluss abbildet.

Der Produkttitel nennt 48 TOPS und 22 Freiheitsgrade sowie eine Plattform für Embodied-AI-Entwicklung.

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AGIBOT X2 Ultra, humanoider Roboter

AGIBOT X2 Ultra

Für einen technischen Pilot sollten Sie prüfen, ob Navigation und Hindernisvermeidung zum konkreten Verkehrsbereich und zur geplanten Aufgabe passen.

Der Produkttitel nennt autonome Navigation und Hindernisvermeidung.

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Unitree R1 Air, humanoider Roboter in Blau und Weiß

Unitree R1 Air, Blau und Weiß

Dieses Modell kann für eine technische Erprobung betrachtet werden; klären Sie, ob die genannten Merkmale für den geplanten Handhabungsschritt relevant sind.

Der Produkttitel nennt eine Monokularkamera, 20 Freiheitsgrade und ein integriertes KI-Sprachmodell.

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AGIBOT X2, humanoider Roboter mit Bewegungssteuerung

AGIBOT X2

Wenn ein Pilot programmatische Anpassungen erfordert, prüfen Sie die Steuerungsmöglichkeiten dieses Modells vor der Auswahl.

Der Produkttitel nennt Motion Control. Laut der Beschreibung für dieses X2-Modell wird Secondary Development nicht unterstützt.

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Unitree G1, humanoider Roboter mit kraftgeregelten Händen

Unitree G1

Für einen Handling-Pilot sollten Sie klären, ob die beschriebene Handfunktion und die verfügbaren Steuerungsmöglichkeiten zum benötigten Arbeitsschritt passen.

Der Produkttitel nennt kraftgeregelte Hände zur Objektmanipulation und gibt an, dass für diese Version keine SDK/API verfügbar ist.

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Häufige Fragen

Reicht die CE-Kennzeichnung des Roboters für einen Produktionspilot?

Nein. Bei Maschinen, die vor dem 20. Januar 2027 erstmals in der EU in Verkehr gebracht werden, sind die Anwendbarkeit der Richtlinie 2006/42/EG, die CE-Kennzeichnung und die EG-Konformitätserklärung für das konkrete System zu prüfen. Unabhängig davon muss der Arbeitgeber nach § 3 BetrSichV vor der Verwendung eine Gefährdungsbeurteilung durchführen; die CE-Kennzeichnung ersetzt sie nicht.

Welche Unterweisung und Prüfung sind vor dem Einsatz nötig?

Beschäftigte müssen vor Aufnahme ihrer Tätigkeit passend zu Arbeitsplatz und Aufgabe unterwiesen werden, wenn ein neues Arbeitsmittel oder eine neue Technologie eingeführt wird. Ob vor der erstmaligen Verwendung, wiederkehrend oder nach Änderungen eine Prüfung erforderlich ist, richtet sich nach den Voraussetzungen des § 14 BetrSichV und der Beurteilung des konkreten Arbeitsmittels.

Was sollte ein betreuter Test gegenüber einem Hardwarekauf klären?

Legen Sie Aufgabe, Testteile, Integrationsschritte, Betreuung, Einweisung, Wartung und Auswertung im Angebot fest. SchmidtFactories beschreibt Hardware-Fit-Tests und Produktionspiloten; X-Tech Robotics nennt Lieferung, Aufbau und Einweisung für begrenzte Tests. Das konkrete Angebot muss die benötigten Leistungen verbindlich bestimmen.

Darf ein mobiler Roboter ohne weitere Prüfung zwischen Beschäftigten fahren?

Eine Produktbeschreibung begründet keine pauschale Freigabe für einen konkreten Verkehrsbereich. Der Arbeitgeber muss vor der Verwendung die Gefährdungen aus Arbeitsmittel, Umgebung und Arbeitsgegenständen beurteilen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung behandelt Anforderungen an automatisiert fahrende Fahrzeuge in betrieblichen Bereichen ebenfalls im Zusammenhang mit dem jeweiligen Einsatz.