Wer prüft humanoide Piloten?

Materialfluss-Pilotteam

Wer wechselnde Transport- oder Kommissionierwege prüft, muss abwägen, ob eine humanoide Plattform für den Ablauf einen Nutzen gegenüber mobiler Automatisierung bietet. Fraunhofer IPA untersuchte Materialtransport als Anwendungsfall.

Handling-Verantwortliche

Bei einem definierten Belade-, Greif- oder Prüfschritt ist ein Vergleich zwischen humanoider Handhabung, mobilem Manipulator und ortsfestem Arm wichtig. Fraunhofer IPA und Fraunhofer IML nennen solche Prozesse als Untersuchungsfelder.

Sicherheits- und Integrationsteam

Wer einen Pilot in einen bestehenden Arbeitsbereich einfügt, muss Schutzmaßnahmen, Integration und Zuständigkeiten vor der Verwendung für den konkreten Aufbau klären. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und das Institut für Arbeitsschutz der DGUV behandeln die zugehörigen Sicherheitsfragen.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Humanoide Plattform

Passt, wenn: mehrere wechselnde Tätigkeiten oder ein Ablauf in einer für Menschen eingerichteten Umgebung geprüft werden sollen.

Abwägung: Fähigkeiten, Schnittstellen und Sicherheitsfunktionen müssen für den konkreten Ablauf nachgewiesen werden; ein Demonstrator belegt keine Serienreife.

Integrations- und Testleistung

Passt, wenn: der Prozess beschrieben ist, seine technische Machbarkeit oder sichere Einbindung aber noch offen ist.

Abwägung: Eine Use-Case- und Risikobetrachtung klärt Fragen vor der Hardwareauswahl, ersetzt aber noch keine produktive Automatisierung.

Mobile oder stationäre Automatisierung

Passt, wenn: ein klarer Arbeitsschritt eher Transport und Greifen an wechselnden Orten oder einen ortsfesten Beladevorgang umfasst.

Abwägung: Arbeitsraum, Last samt Werkzeug, Anbindung und Sicherheitskonzept bleiben für die jeweilige Lösung zu prüfen.

Für Unternehmen, die einen räumlich und zeitlich abgegrenzten Pilot in Produktion, Lager oder Intralogistik planen, beginnt die Auswahl mit dem Arbeitsschritt und den Bedingungen im Einsatzbereich.

Anliegen Beim Kauf prüfen Wem es besonders wichtig ist
Sicherheit im Pilotbereich Gefährdungsbeurteilung, Schutzfunktionen und Zuständigkeiten für den konkreten Aufbau klären. Wenn Beschäftigte im Pilotbereich arbeiten, brauche ich nachvollziehbare Schutzmaßnahmen und klare Verantwortlichkeiten. Rund 31 % der Verbraucher, die einen betrieblichen Pilot erwägen, stellen die Sicherheit im konkreten Einsatzbereich an erste Stelle.
Variabler Materialfluss Transportweg, Übergaben, Verkehrsflächen und den Bedarf an Greifen am Ziel vergleichen. Bei wechselnden Wegen möchte ich wissen, ob reiner Transport genügt oder an mehreren Stationen auch Handhabung nötig ist. Etwa 25 % der Verbraucher priorisieren den variablen Materialfluss.
Greifen, Beladen und Prüfen Modell und Werkzeug mit Teil, Reichweite und benötigter Last abgleichen; die Aufgabe am repräsentativen Ablauf prüfen. Wenn ein bestimmtes Teil gegriffen oder eine Maschine beladen werden soll, brauche ich einen Nachweis für genau diesen Prozess. Rund 25 % der Verbraucher setzen Greifen, Beladen oder Prüfen an erste Stelle.
Integration und Wirtschaftlichkeit Schnittstellen, Testumfang, Zuständigkeiten, Wartung und Abnahmekriterien im Angebot festhalten. Bevor ich Hardware auswähle, möchte ich Aufwand und Verantwortlichkeiten für Integration und Tests verstehen. Etwa 19 % der Verbraucher priorisieren Integrationsaufwand und Wirtschaftlichkeit.

Die Fraunhofer-IPA-Studie nennt Materialtransport, Maschinenbeladung und das Greifen komplexer Objekte als mögliche Einsatzfelder. Das beschreibt untersuchte Potenziale, nicht die Eignung eines bestimmten Systems. Für den konkreten Arbeitsbereich sind vor der Verwendung außerdem die Gefährdungsbeurteilung und geeignete Schutzmaßnahmen zu klären, wie BAuA und DGUV erläutern.

Häufige Fehler bei der Pilotplanung

  • Ein Demonstrator gilt als Nachweis für den eigenen Betrieb

    Fraunhofer IPA unterscheidet simulierte Anwendungen und Demonstratoren von der Prüfung der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im jeweiligen Use Case. Der gezeigte Ablauf belegt nicht automatisch, dass ein anderer Arbeitsbereich geeignet ist.

    Definieren Sie für Ihren Pilot Teil, Weg, Personenverkehr und Abnahmekriterien neu und beurteilen Sie die Risiken des konkreten Aufbaus.

    Zusätzliche Tests, Integrationsarbeit und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen können Teil des Pilotaufwands sein.

  • Die humanoide Form wird zum Auswahlkriterium

    Mobile Manipulatoren und stationäre Arme beantworten andere Aufgaben als ein humanoider Roboter. Wenn der Prozess nur Transport und Greifen oder einen ortsfesten Beladeschritt erfordert, kann die Form allein keinen Mehrzwecknutzen belegen.

    Lassen Sie alle passenden Routen denselben definierten Arbeitsschritt und dieselben Sicherheitsbedingungen beantworten.

    Entwicklungs- und Integrationsaufwand kann entstehen, ohne dass für den abgegrenzten Prozess ein zusätzlicher Nutzen nachgewiesen ist.

  • Modellangaben werden ohne Werkzeug und Einsatzbedingungen übernommen

    Eine Nutzlastangabe beschreibt nicht automatisch die sichere Gesamtanwendung. PAL Robotics nennt beim TIAGo Pro beispielsweise 3 kg Nutzlast pro Arm ohne Endeffektor; die tatsächlich geplante Variante und das Werkzeug sind daher mitzudenken.

    Prüfen Sie das genaue Modell samt Greifer und lassen Sie Schutzfunktionen am konkreten Aufbau bewerten.

    Je nach Prozess können Anpassungen am Greifer, Arbeitsplatz oder Sicherheitskonzept erforderlich sein.

Relevante Marken im Vergleich

Die folgenden Produktlinien bieten unterschiedliche Vergleichspunkte für Pilotfragen; ihre Nennung ist keine Aussage über eine allgemeine Eignung oder Verfügbarkeit.

Unitree

Der G1 ist eine Forschungs- und Entwicklungsoption für humanoide Anwendungen. Fraunhofer IPA setzte einen G1 in einem Materialtransport-Demonstrator ein; das ist ein konkreter Versuchsfall, kein allgemeiner Eignungsnachweis.

  • Unitree beschreibt Beweglichkeit und Greiftechnik; klären Sie im Pilot, welche Funktionen und Entwicklungszugänge die konkrete Variante umfasst.
  • Ein Demonstrator weist weder Sicherheitsreife am jeweiligen Arbeitsplatz noch Serienreife nach.

Hexagon Robotics

AEON wird von Hexagon Robotics als industrieorientierte Plattform für Manipulation und Inspektion beschrieben. Die BMW Group meldete 2026 einen Pilot am Standort Leipzig; daraus lässt sich keine Leistung an einem anderen Standort ableiten.

  • Der Anwendungsbericht bietet einen konkreten Bezug zu einem deutschen Produktionspilot.
  • Die beschriebenen Funktionen stammen vom Anbieter. Fordern Sie Nachweise für die geplante Aufgabe sowie einen Integrations- und Sicherheitsplan an.

Agility Robotics

Agility Robotics ordnet Digit 5 variablen Logistikabläufen zu und beschreibt austauschbare Greifer als Produktmerkmal.

  • Die austauschbaren Greifer sind ein vom Anbieter beschriebener Ansatz für unterschiedliche Handhabungsaufgaben.
  • Herstellerangaben zu Nutzlast oder Laufzeit sind kein Nachweis für den konkreten deutschen Pilot. Prüfen Sie Variante, Aufgabe und Sicherheitsfunktionen für den vorgesehenen Einsatz.

PAL Robotics

TIAGo Pro ist ein mobiler Manipulator und eine Vergleichsroute, wenn Navigation und Greifen gebraucht werden, nicht aber humanoide Fortbewegung.

  • PAL Robotics nennt ROS-2-Entwicklungsmöglichkeiten und 3 kg Nutzlast pro Arm ohne Endeffektor.
  • Gleichen Sie Modell, Werkzeug und geplanten Prozess ab; die Angabe belegt keine allgemeine Eignung für schwere Industriehandhabung.

Universal Robots

Der ortsfeste UR10e ist eine Vergleichsoption für einen Belade- oder Greifschritt an einem festen Standort, kein humanoider Roboter.

  • Das technische Datenblatt von Universal Robots nennt für die dort spezifizierte UR10e-Ausführung 12,5 kg Nutzlast und 1300 mm Reichweite.
  • Der feste Standort begrenzt wechselnde Einsatzorte. Werkzeug, Integration und Sicherheit der Gesamtanwendung sind gesondert zu beurteilen.

Humanoide Plattformen bei Joybuy

Die folgenden Joybuy-Angebote betreffen humanoide Plattformen für Erprobungs- und Entwicklungszwecke. Die Produktangaben belegen weder ihre Eignung für einen bestimmten Produktionsprozess noch die erforderliche Konformität oder Sicherheit im jeweiligen Arbeitsbereich; prüfen Sie diese Punkte vor einem betrieblichen Einsatz.

Booster Robotics K1 Geek, humanoider Roboter mit 48 TOPS AI und 22 DoF

Booster Robotics K1 Geek, 48 TOPS AI, 22 DoF

Als Embodied-AI-Entwicklungsplattform bezeichnet, kommt dieses Modell für die Erprobung einer humanoiden Entwicklungsroute infrage.

Im Produktnamen genannt: 48 TOPS AI und 22 DoF. Für einen betrieblichen Einsatz sind Integration, Konformitätsanforderungen und Sicherheit des konkreten Aufbaus gesondert zu klären.

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Booster Robotics K1 Edu, humanoider Roboter mit 117 TOPS AI und 22 DoF

Booster Robotics K1 Edu, 117 TOPS AI, 22 DoF

Als Bildungs-, Forschungs- und Entwicklungsplattform beschrieben, kann dieses Modell für die Erkundung einer humanoiden Route relevant sein.

Im Produktnamen genannt: 117 TOPS AI und 22 DoF. Prüfen Sie vor einem betrieblichen Einsatz die konkrete Integration, Konformitätsanforderungen und Sicherheit des geplanten Ablaufs.

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Unitree R1, humanoider Roboter mit zwei Kameras und 26 DoF

Unitree R1, zwei Kameras, 26 DoF

Dieses Modell ist eine Option, wenn Sie eine humanoide Plattform erkunden möchten; die Produktangaben weisen keine Eignung für einen konkreten Industrieprozess nach.

Im Produktnamen genannt: zwei Kameras und 26 DoF. Die Produktwarnung weist auf erhebliche Kraft und Geschwindigkeit hin und verlangt ausreichend Freiraum, um Zusammenstöße mit Personen oder zerbrechlichen Gegenständen zu vermeiden.

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Unitree R1 Air, humanoider Roboter mit monokularer Kamera und 20 DoF, Rot und Gold

Unitree R1 Air, monokulare Kamera, 20 DoF, Rot und Gold

Als humanoide Plattform kommt das Modell für eine Erkundung dieser Route infrage, nicht als Nachweis für eine bestimmte betriebliche Anwendung.

Im Produktnamen genannt: monokulare Kamera, 20 DoF und AI-Voice-Modell. Die Produktwarnung rät von Betrieb nahe Treppen, Kanten oder unebenen Flächen ab und weist auf Quetsch- und Klemmgefahren an beweglichen Gelenken hin.

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Unitree G1, humanoider Roboter mit kraftgeregelten Greifhänden

Unitree G1, kraftgeregelte Greifhände

Die beschriebenen Greifhände machen das Modell zu einer möglichen Option, wenn Sie eine humanoide Plattform mit Handhabungsfunktion erkunden möchten.

Für diese Version ist laut Produktangabe kein SDK/API verfügbar. Prüfen Sie vor einer Auswahl, ob der benötigte Entwicklungszugang vorhanden ist; betriebliche Sicherheit und Integration müssen für den konkreten Einsatz gesondert beurteilt werden.

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Häufige Fragen

Reicht ein CE-Zeichen auf der Plattform für den integrierten Pilot?

Nein, daraus lässt sich die Konformität einer geänderten Maschinenanlage nicht pauschal ableiten. Laut BAuA ist bei einer wesentlichen Änderung einer als Maschine geltenden Anlage erneut ein Konformitätsbewertungsverfahren erforderlich; ob diese Voraussetzung vorliegt und wer verantwortlich ist, muss für den Einzelfall geklärt werden. Stand 19. Oktober 2026 gilt für das Inverkehrbringen noch der bisherige Maschinenrechtsrahmen; die Verordnung (EU) 2023/1230 ist ab dem 20. Januar 2027 anzuwenden.

Welche Unterlagen sollten vor einem Test mit Beschäftigten geprüft werden?

Prüfen Sie die zur konkreten Maschine gehörenden Konformitäts- und Nutzungsunterlagen, die Risikobeurteilung der integrierten Anwendung und die Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsbereichs vor der Verwendung. Legen Sie Schutzmaßnahmen und Zuständigkeiten passend zum Aufbau fest; BAuA, DGUV und Fraunhofer IPA behandeln die zugehörigen Maschinen- und Arbeitsschutzfragen.

Wie sollte ein Pilot im Arbeitsbereich beginnen?

Beginnen Sie mit einem abgegrenzten Anwendungsfall und beurteilen Sie mögliche Bewegungen und Kontakte im tatsächlichen Arbeitsbereich. Fraunhofer IPA empfiehlt, wo möglich Abstand zwischen Menschen und humanoiden Robotern sowie mehrere ineinandergreifende Schutzmaßnahmen vorzusehen; die erforderliche Ausführung ergibt sich aus der Beurteilung des konkreten Aufbaus.

Welche Leistungen sollte ein Angebot zusätzlich zur Hardware beschreiben?

Lassen Sie Entwicklungszugänge, Integrationsarbeit, Tests, Abnahmekriterien, Schulung und Betreuung nach Änderungen getrennt beschreiben. Fraunhofer IPA bietet beispielsweise Workshops und anwendungsspezifische Entwicklung an; deren Umfang ist nicht automatisch Bestandteil eines Plattformkaufs.