Wer sollte einen Lager-Piloten prüfen?

Teams mit wechselnden Greifaufgaben

Sie möchten unterschiedliche Artikel und Übergaben in der vorhandenen Lagerumgebung testen, statt allein die Bauform des Roboters zu vergleichen. Fraunhofer IML nennt Materialtransport und Kommissionierung als mögliche Einsatzfelder, abhängig vom konkreten Anwendungsfall.

Teams mit festen Transportwegen

Sie wollen wiederkehrende Fahrten zwischen Punkten im Lager abdecken und sollten prüfen, ob dafür eine mobile Transportlösung genügt. Mobile Industrial Robots beschreibt den MiR250 als AMR für innerbetriebliche Transporte.

Verantwortliche für einen sicheren Pilotbetrieb

Sie müssen Arbeitsbereich, Beschäftigtenkontakt, Integration und Betreuung vor einem begrenzten Einsatz klären. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin behandelt die Gefährdungsbeurteilung als Aufgabe für jeden Arbeitsplatz; die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hebt bei kollaborierenden Robotern den vorgesehenen Arbeitsbereich hervor.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Humanoide Plattform

Geeignet, wenn: mehrere wechselnde Greif- und Übergabeschritte in einer bestehenden, für Menschen eingerichteten Umgebung geprüft werden sollen.

Zu beachten: Eigene Artikel, Wege und Ausnahmen müssen getestet werden; Pilotbeispiele von ROSSMANN und NEURA Robotics belegen nicht automatisch die Eignung für einen anderen Betrieb.

Mobile oder spezialisierte Robotik

Geeignet, wenn: überwiegend Güter transportiert oder bestimmte Kartons beziehungsweise Behälter aus passenden Regalen kommissioniert werden.

Zu beachten: Eine Transportlösung ersetzt keinen Greifprozess; Übergaben und Objekt- oder Regalgeometrie müssen zur jeweiligen Lösung passen.

Befristeter Pilot oder Mietmodell

Geeignet, wenn: Prozessleistung und Integrationsaufwand noch offen sind und zunächst messbare Aufgaben erprobt werden sollen.

Zu beachten: Befristung beseitigt nicht automatisch Integrations-, Schulungs- oder Sicherheitsaufwand; Leistungsumfang und Bedingungen nach dem Pilot gehören ins Angebot.

Anliegen Beim Kauf prüfen Wem es besonders wichtig ist
Greifen und Handhabung Eigene Artikel, Greiflagen, Übergabehöhen und Störfälle im begrenzten Test prüfen; bei reinen Fahrten eine Transportalternative mit einbeziehen. Wenn ich wechselnde Artikel greifen und an unterschiedlichen Punkten ablegen lassen will, muss der Test genau diese Varianten abbilden. Etwa 25 % der Verbraucher stellen die Passung der Greifaufgabe an erste Stelle.
Sicherheit am Arbeitsplatz Arbeitsbereich, Verkehrswege, Greifgut und mögliche Kontakte in die Gefährdungs- und Risikobeurteilung einbeziehen; Schutzmaßnahmen und Zuständigkeiten vor Betriebsbeginn festlegen. Wenn Beschäftigte und Roboter im selben Bereich arbeiten, möchte ich die tatsächliche Tätigkeit und Umgebung beurteilen lassen. Etwa 25 % der Verbraucher priorisieren die sichere Zusammenarbeit am konkreten Arbeitsplatz.
Lager-IT und Übergaben Auftragsübergabe, Rückmeldungen, Netzwerk und Zuständigkeit bei Störungen in einer Testumgebung prüfen; Fernzugriff organisatorisch klären. Wenn Roboteraufträge in bestehende Lagerabläufe eingebunden werden sollen, brauche ich nachvollziehbare Statusmeldungen und klare Abläufe bei Fehlern. Etwa 20 % der Verbraucher setzen die IT-Anbindung an erste Stelle.
Betriebsverfügbarkeit Lade- oder Wechselstation, Schichtplan, Störungsannahme, Ersatzteile und Vor-Ort-Service klären; Laufzeit unter der tatsächlichen Last messen. Wenn ein begrenzter Versuch planbar laufen soll, möchte ich Energieversorgung und Hilfe bei Störungen vorab organisieren. Etwa 15 % der Verbraucher priorisieren einen verlässlich planbaren Pilotbetrieb.
Pilotvertrag Aufgabenpaket, Laufzeit, Service, Rückgabe und Kosten nach dem Pilot im Angebot festhalten; Kauf- und befristete Angebote auf gleicher Leistungsbasis vergleichen. Wenn die Prozesseignung noch nicht feststeht, möchte ich die Bindung für den Test begrenzen und die nächsten Schritte offenhalten. Etwa 15 % der Verbraucher stellen die Vertragsform des Piloten an erste Stelle.

Welche Fehler sollten Sie vermeiden?

  • Eine Vorführung mit einem belastbaren Lagertest verwechseln

    Eine einzelne Bewegung zeigt nicht, ob der Roboter mit Ihren Artikeln, Abläufen, Ausnahmen und der Lager-IT zurechtkommt. Auch ROSSMANN beschrieb die Prozessintegration und die tatsächlich funktionierenden Anwendungen als offene Fragen des Piloten.

    Legen Sie vor der Auswahl identische Aufgaben und Abbruchkriterien für den Humanoiden und eine passende Alternative fest.

    Aufgabenentwicklung, Integrationsarbeit und wiederholte Tests mit eigenen Artikeln können zusätzlichen Aufwand verursachen.

  • Menschennähe oder Sensorik als Sicherheitsnachweis ansehen

    Bei räumlicher Nähe können Kollisionen auch mit Greifern oder bewegten Gegenständen entstehen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung weist darauf hin, dass die Risikobeurteilung den vorgesehenen Arbeitsplatz einbeziehen muss.

    Beurteilen Sie den gesamten Arbeitsbereich und die konkrete Tätigkeit, bevor Beschäftigte mit dem System arbeiten.

    Standortspezifische Schutzmaßnahmen und organisatorische Anpassungen können für den Pilot nötig sein.

  • Transport- und Kommissionierlösungen nach einer Kennzahl vergleichen

    Der MiR250 ist für innerbetriebliche Transporte ausgelegt; Magazino beschreibt TORU für bestimmte Kartons oder Behälter in passenden Regalen. Eine Nutzlastangabe allein beantwortet nicht, ob ein System den benötigten Greif- und Übergabeprozess abdeckt.

    Trennen Sie Fahren, Entnehmen und Übergeben in der Prozessbeschreibung und vergleichen Sie Lösungen nur anhand der Schritte, die der Pilot tatsächlich umfassen soll.

    Unpassende Übergabetechnik oder erforderliche Anpassungen an Greifern und Lagerumgebung können zusätzlichen praktischen Aufwand bedeuten.

Welche Marken sind für den Vergleich relevant?

UBTECH

Walker S2 ist ein möglicher humanoider Pilotkandidat für Greif- und Transportaufgaben.

  • UBTECH nennt für den Walker S2 eine Nutzlast von 15 kg und einen autonomen Batteriewechsel innerhalb von 3 Minuten.
  • Diese Herstellerangaben belegen weder die Greifleistung noch die Verfügbarkeit in einem anderen Lager. ROSSMANN kündigte einen Logistiktest für 2026 an; die Prozesseignung war Gegenstand dieses Tests.

NEURA Robotics

4NE1 kann als Prüfpfad dienen, wenn Kommissionierung und Lager-IT gemeinsam betrachtet werden.

  • NEURA Robotics berichtete über einen Proof of Concept mit BITZER in Deutschland, bei dem 4NE1 Kommissionieraufgaben mit SAP EWM ausführte.
  • Der Anbieterbericht belegt keinen allgemeinen Einsatzreifegrad. NEURA Robotics nennt verschiedene 4NE1-Ausführungen; die konkrete Variante sollte im Angebot feststehen.

Agile Robots

Agile ONE wird vom Anbieter für industrielle Aufgaben wie Materialtransport positioniert.

  • Agile Robots nennt Materialtransport und Pick-and-Place als Aufgabenfelder und beschreibt die Softwareplattform AgileCore.
  • Diese Positionierung belegt keinen erfolgreichen Pilot für den konkreten Lagerprozess. Liefer-, Integrations- und Servicebedingungen sind separat zu klären.

Mobile Industrial Robots

Der MiR250 ist eine mobile Alternative für innerbetriebliche Materialfahrten, wenn Greifen nicht die Hauptaufgabe ist.

  • Das Datenblatt von Mobile Industrial Robots nennt eine maximale Nutzlast von 250 kg.
  • Betriebszeit und benötigte Gangbreite hängen von Last und Einrichtung ab. Ein passendes Lastaufnahme- oder Übergabekonzept ist gesondert zu beurteilen.

Magazino

TORU ist eine spezialisierte mobile Kommissionieralternative für passende Artikel in Regallagern.

  • Magazino beschreibt die Einbindung in bestehende Lagerprozesse und eine WLAN-Verbindung zum Lagerverwaltungssystem.
  • Der beschriebene Einsatz für Schuhkartons oder kundenspezifische Kleinladungsträger lässt sich nicht ohne Prüfung auf beliebige Artikel übertragen.

Humanoide Roboter bei Joybuy

Die folgenden Joybuy-Angebote betreffen humanoide Roboter. Ob ein Modell zu einem Logistik-Pilot passt, hängt von der konkreten Greifaufgabe, der IT-Anbindung und der Beurteilung des Arbeitsplatzes ab.

Booster Robotics K1 Geek Humanoid Robot

Booster Robotics K1 Geek Humanoid Robot

Die Entwicklungsplattform kommt für einen Pilot infrage, bei dem Programmierung und autonome Navigation untersucht werden sollen; prüfen Sie, ob sie die konkrete Lageraufgabe abdeckt.

Der Produktname nennt 22 Freiheitsgrade und 48 TOPS AI.

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AGIBOT X2 Ultra Humanoid Robot

AGIBOT X2 Ultra Humanoid Robot

Die Produktbeschreibung nennt autonome Navigation und sekundäre Entwicklung; klären Sie vor einem Pilot, ob die benötigten Entwicklungsfunktionen und die konkrete Lageraufgabe abgedeckt sind.

Die Beschreibung nennt eine Nutzlast von höchstens 3 kg in bestimmten Haltungen und höchstens 1 kg über den gesamten Bewegungsbereich. Sie nennt etwa zwei Stunden Betrieb bei 0,5 m/s; beim autonomen Betrieb sind Beaufsichtigung und ein Sicherheitsabstand vorgesehen.

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Unitree R1 Air Humanoid Robot

Unitree R1 Air Humanoid Robot

Als humanoides Modell kommt es nur für eine klar begrenzte Aufgabe infrage, die im Pilot konkret geprüft wird; die Produktangaben allein belegen keine Eignung für einen Lagerprozess.

Der Produktname nennt eine Monokular-Kamera und 20 Freiheitsgrade. Die Sicherheitshinweise raten vom Betrieb nahe Treppen, Abgründen und unebenen Flächen ab.

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AGIBOT X2 Humanoid Robot

AGIBOT X2 Humanoid Robot

Für einen eng abgegrenzten Pilot sollten Sie die benötigten Entwicklungsfunktionen vorab festlegen und mit der beschriebenen X2-Ausführung abgleichen.

Die Beschreibung nennt 27 Freiheitsgrade sowie höchstens 3 kg Nutzlast in bestimmten Haltungen und höchstens 1 kg über den gesamten Bewegungsbereich. Für diese X2-Ausführung wird sekundäre Entwicklung als nicht unterstützt beschrieben.

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Unitree G1 Humanoid Robot

Unitree G1 Humanoid Robot

Die beschriebene Version kann für einen eng begrenzten Manipulations-Pilot geprüft werden; klären Sie vorab, ob die benötigte Programmierung ohne SDK oder API möglich ist.

Der Produktname nennt kraftgeregelte Hände. Für diese Version wird keine SDK/API angegeben.

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Häufige Fragen zu humanoiden Logistik-Piloten

Was sollte vor dem ersten Test im Lager feststehen?

Legen Sie Tätigkeit, Artikel, Übergabepunkte, Fahrwege, Beschäftigtenkontakt und Grenzen des Versuchs fest. Der Arbeitgeber muss die Gefährdungen der Arbeit beurteilen; bei enger Mensch-Roboter-Zusammenarbeit sind Roboter, Greifer, bewegtes Gut und der vorgesehene Arbeitsplatz für die Risikobeurteilung relevant.

Beweist ein automatischer Batteriewechsel einen durchgängigen Betrieb?

Nein. UBTECH beschreibt für den Walker S2 einen autonomen Batteriewechsel innerhalb von 3 Minuten. Ob der Pilot dadurch planbar läuft, hängt zusätzlich von Wechselstation, Wegen, Aufgabenlast und Störungsbehandlung im eigenen Betrieb ab.

Welche IT- und Wartungsfragen gehören ins Pilotangebot?

Lassen Sie Auftragsübergabe, Status- und Fehlermeldungen testen und vereinbaren Sie Bedingungen für Fernzugriff, Reaktionszeiten, Ersatzteile und Schulung. Der von NEURA Robotics berichtete 4NE1-Test mit SAP EWM und die von Magazino beschriebene WLAN-Anbindung zeigen mögliche Ansätze, garantieren aber keine Kompatibilität mit Ihrem System.

Welche Maschinenregelung gilt in Deutschland für das Inverkehrbringen?

Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sind Maschinen bis zum 19. Januar 2027 weiterhin nach der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG in Verkehr zu bringen; die Verordnung (EU) 2023/1230 ist hierfür ab dem 20. Januar 2027 anzuwenden. Davon getrennt bleibt die arbeitsplatzbezogene Gefährdungsbeurteilung vor der Nutzung erforderlich.