Konserven sind für viele Haushalte eine praktische Ergänzung: Dosengemüse, Gemüsekonserven, Suppen und Eintöpfe lassen sich lagern, ohne täglich frische Zutaten einkaufen zu müssen. Für Berufstätige, Studierende, Familien, Campingfans und Haushalte mit begrenztem Budget sind sie besonders interessant, wenn eine Mahlzeit schnell verfügbar sein soll.
Allerdings unterscheiden sich Produkte deutlich bei Zutaten, Portionsgröße, Allergenen, Salzgehalt und Zubereitungsart. Wer nur auf Markenname, Packungsgröße oder einen niedrigen Stückpreis achtet, kauft unter Umständen mehr Inhalt als benötigt oder übersieht wichtige Angaben.
Ein 800-g- oder 850-ml-Behälter wirkt auf den ersten Blick preiswert. Für eine Einzelperson kann ein Teil davon jedoch übrig bleiben. Nach dem Öffnen müssen viele Konserven in einen geeigneten, nichtmetallischen Behälter umgefüllt, gekühlt und innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden. Bei kleinen Haushalten können 400-g-Dosen oder Einzelportionen deshalb praktischer sein.
Vergleichen Sie den Preis möglichst nach 100 g, 100 ml oder Portion. Bei Mehrfachpacks sollte außerdem geprüft werden, ob die Packungsgröße tatsächlich zum Verbrauch passt.
Erbsen mit Möhren, Linseneintopf oder Bohneneintopf können sich beim Gemüse- beziehungsweise Hülsenfrüchteanteil stark unterscheiden. Bei einem Linsentopf sind beispielsweise 30 % Linsen angegeben, während ein anderes Linsengericht 23 % Linsen enthält. Auch Zutaten wie Speck, Wurst, Zucker, Verdickungsmittel oder Aromen können enthalten sein.
Die Zutatenliste wird in absteigender Reihenfolge des Gewichts angegeben. Wer einen höheren Anteil an Hülsenfrüchten oder Gemüse sucht, sollte daher auf die prozentuale Mengenangabe achten und nicht allein auf die Produktbezeichnung.
Fertiggerichte aus der Dose müssen meist im Topf oder in der Mikrowelle erhitzt werden. Instantprodukte wie eine Kartoffelsuppe im Portionsbeutel benötigen dagegen heißes Wasser und eine kurze Ziehzeit. Konzentrierte Suppen werden teilweise mit zusätzlichem Wasser verlängert.
Vor dem Kauf sollten Sie prüfen:
Für vegetarische oder vegane Haushalte sind reine Gemüsekonserven, Linsen und Kidneybohnen aus der Dose geeignete Ausgangspunkte. Trotzdem sollte jedes Etikett geprüft werden. Eine Gemüsekonserve kann beispielsweise Sellerie enthalten, während ein Eintopf mit Speck oder Wurst nicht für eine fleischfreie Ernährung geeignet ist.
Achten Sie besonders auf hervorgehobene Allergene wie Milch, Weizen beziehungsweise Gluten, Sellerie, Senf, Soja und Ei. Bei Allergien oder Unverträglichkeiten gilt ausschließlich die aktuelle Verpackungsangabe, da Rezepturen geändert werden können.
Die Nährwerttabelle ermöglicht einen sachlichen Vergleich. Relevante Werte sind:
Beispielsweise enthalten Bonduelle Kidneybohnen laut Produktangabe 7,2 g Eiweiß und 6,0 g Ballaststoffe pro 100 g abgetropftem Produkt. Bei jedem Vergleich muss jedoch beachtet werden, ob sich die Werte auf das abgetropfte Produkt, den Doseninhalt oder eine zubereitete Portion beziehen.
Das Nettogewicht umfasst bei vielen Konserven auch Flüssigkeit. Für die tatsächliche Menge an Gemüse oder Hülsenfrüchten ist das Abtropfgewicht aussagekräftiger. Das gilt insbesondere für Erbsen, Möhren, Bohnen und Linsen.
Ungeöffnete Dosen und Gläser sollten normalerweise kühl, trocken und vor Hitze geschützt gelagert werden. Beschädigte, aufgeblähte oder undichte Behälter gehören nicht auf den Teller. Nach dem Öffnen sollten Reste in einen geeigneten Behälter umgefüllt und entsprechend der Verpackung gekühlt sowie zeitnah verbraucht werden.
Warum passend: Die 400-g-Dose eignet sich als überschaubare Beilage für Einzelpersonen, Paare oder kleine Haushalte.
Die Zutaten sind klar angegeben: Erbsen, Möhren, Wasser, Zucker und Salz. Allergene sind laut Produktangabe nicht enthalten.
49 kcal und 4,1 g Ballaststoffe pro 100 g laut Produktangabe; warm oder abgetropft als Beilage verwendbar.
Warum passend: Der Mehrfachpack richtet sich an Haushalte, die regelmäßig einen warmen, portionierten Eintopf einplanen.
Die 400-g-Portionen vermeiden offene Großdosen. Der Hinweis auf Senf sowie mögliche Spuren von Gluten, Milch, Ei, Sellerie und Soja ist zu beachten.
Laut Produktangabe enthalten die Portionen 30 % Linsen und 5,5 g Eiweiß pro 100 g.
Warum passend: Kidneybohnen aus der Dose eignen sich für Chili, Salate, Wraps und schnelle Pfannengerichte.
Die Zutatenliste nennt Kidneybohnen, Wasser und Salz. Laut Produktangabe sind keine Allergene enthalten; mögliche Spuren von Soja und Gluten bleiben zu prüfen.
Pro 100 g abgetropft werden 7,2 g Eiweiß und 6,0 g Ballaststoffe angegeben.
Warum passend: Die Portionsbecher benötigen heißes Wasser und laut Produktangabe etwa fünf Minuten Zubereitungszeit.
Die Einzelportionen reduzieren offene Restmengen. Das Produkt enthält jedoch Milch und Soja und kann Spuren von Gluten, Ei, Sellerie und Senf enthalten.
Acht portionierte Einheiten sind für Büro, Studium, Camping oder einen Vorrat mit begrenztem Stauraum ausgelegt.
Wir haben eine aktuelle Auswahl an Produkten zusammengestellt, die sich anhand von Zutaten, Portionsgröße, Lagerung und Zubereitungsart vergleichen lassen.
Für einen klassischen Bohneneintopf kommen beispielsweise Erasco White Bean Stew with Bacon oder der vegetarische Jeden Tag White Bean Vegetable Soup infrage. Wer eine kräftige Mahlzeit mit Fleisch bevorzugt, kann den Buss Freizeitmacher Grünkohleintopf mit Mettwurst oder den Erasco Erbseneintopf Hubertus prüfen.
Bei Suppen reichen die Optionen von Tomatensuppe und Kartoffelsuppe bis zu Champignon- oder Spargelcremesuppe. Sonnen Bassermann Tomatencremesuppe wird im 6er-Pack mit 400 ml angeboten. Knorr Coup à Soup Kartoffelcremesuppe besteht aus drei Portionsbeuteln und wird mit 150 ml kochendem Wasser pro Portion zubereitet. Für eine Beilage eignet sich Rotkohl im Glas wie Kühne 2-Minute Quick Cook Red Cabbage mit 720 ml.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum steht auf der Verpackung und gilt für ungeöffnete, korrekt gelagerte Produkte. Die konkrete Haltbarkeit unterscheidet sich je nach Produkt. Nach dem Öffnen gelten die Hinweise des Herstellers; häufig sollen Reste gekühlt und innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden.
Ja, wenn die Produkte kühl, trocken und vor Hitze geschützt gelagert werden. Für einen ausgewogenen Vorrat können Gemüsekonserven, Hülsenfrüchte, Suppen und Eintöpfe kombiniert werden. Sinnvoll ist eine Mischung aus kleinen Portionen für den schnellen Bedarf und größeren Packungen für Familienmahlzeiten.
Das hängt von Packungsgröße, Angebotspreis, Portionsgröße und zusätzlichen Zutaten ab. Vergleichen Sie den Preis pro 100 g oder pro Portion. Bei Eintöpfen und Suppen sollten außerdem Zubereitungsaufwand, benötigte Beilagen und mögliche Restmengen berücksichtigt werden.