Pilotteam für bestehende Arbeitsplätze
Sie möchten eine klar abgegrenzte Einlege- oder Entnahmeaufgabe an einer für Menschen eingerichteten Maschine erproben und vor allem die Eignung sowie die Sicherheit für den konkreten Ablauf klären.
Für eine feste Beschickungsstation sollten Sie eine stationäre Lösung mitprüfen; ein mobiler Manipulator kommt als Prüfroute infrage, wenn derselbe Arm mehrere Stationen bedienen soll, während ein Humanoid eher für einen begrenzten Pilot an menschenorientierten Arbeitsplätzen mit wechselnden Handhabungsschritten infrage kommt. Apptronik beschreibt Apollo für Maschinenbe- und -entladung; OMRON nennt MoMa für Maschinenbedienung, verkauft die integrierte Kombination aber nicht als fertiges Produkt. Keine dieser Angaben belegt Takt, Qualität oder Sicherheit an Ihrer konkreten Anlage. Beginnen Sie die Gefährdungsbeurteilung nach § 3 BetrSichV vor Auswahl und Beschaffung und prüfen Sie die Eignung mit einem standortspezifischen Versuch.
Sie möchten eine klar abgegrenzte Einlege- oder Entnahmeaufgabe an einer für Menschen eingerichteten Maschine erproben und vor allem die Eignung sowie die Sicherheit für den konkreten Ablauf klären.
Sie prüfen, ob ein Manipulator zwischen Stationen wechseln und dort jeweils greifen und positionieren soll, statt lediglich Material zu transportieren.
Sie benötigen wiederholbare Handhabung an einem festen Ort und möchten stationäre Automatisierung ausdrücklich als Vergleich berücksichtigen.
Prüfen, wenn: mehrere unterschiedliche Handhabungsschritte an Arbeitsplätzen erprobt werden sollen, die für Menschen gestaltet sind. Apptronik beschreibt Apollo für das Be- und Entladen von Maschinen.
Abwägen: Zusätzliche Bewegungsfreiheiten und mögliche Fortbewegung erhöhen den Integrations- und Prüfaufwand; ein konkreter Takt- oder Qualitätsnachweis folgt daraus nicht.
Prüfen, wenn: derselbe Manipulator Greif- oder Beschickungsaufgaben an mehreren erreichbaren Stationen übernehmen soll. OMRON beschreibt MoMa für Maschinenbedienung.
Abwägen: Fahrwege, Andocken, Positionierung und die Sicherheit des Gesamtsystems kommen zur Arm- und Greiferintegration hinzu. OMRON verkauft die vollständig integrierte MoMa-Lösung nach eigener Angabe nicht als fertiges Produkt.
Prüfen, wenn: die Teile an einer festen Station mit wiederkehrenden Übergabepunkten bearbeitet werden. Universal Robots führt die e-Series als stationäre Roboterfamilie.
Abwägen: Der Arbeitsbereich ist ortsgebunden; bei einem späteren Stationswechsel können zusätzliche Anpassungen nötig sein.
| Anliegen | Beim Kauf prüfen | Wen es besonders betrifft |
|---|---|---|
| Takt und Qualität | Werkstückvarianten, Greifpunkte, Solltakt und Qualitätskriterien im Versuch festlegen; Fehlversuche dokumentieren. | Wenn ich wiederkehrende Werkstücke einlegen oder entnehmen lassen möchte, brauche ich einen Nachweis für den tatsächlichen Ablauf. Verbraucher mit Takt- und Qualitätsnachweis als Hauptanliegen dürften etwa 33 % ausmachen. |
| Sicherheit und Integration | Gefährdungsbeurteilung vor Auswahl und Beschaffung beginnen; Schutzbereiche, Störungen und Schnittstellen zur Bestandsmaschine klären. | Wenn Beschäftigte im möglichen Bewegungs- oder Greifbereich arbeiten, muss ich den Schutz für den konkreten Aufbau beurteilen lassen. Verbraucher, die sichere Integration priorisieren, dürften ebenfalls etwa 33 % ausmachen. |
| Mehrere Stationen | Fahrwege, Andock- und Greifpositionen sowie benötigte Maschinensignale an jeder Station prüfen. | Wenn ein Manipulator mehrere Maschinen bedienen soll, muss ich prüfen, ob er an jeder Station zuverlässig positioniert werden kann. Verbraucher mit Stationswechsel als Hauptanliegen machen voraussichtlich etwa 17 % aus. |
| Integration und Betrieb | Lieferumfang, Greifer, Anbindung, Einweisung, Wartung und Ausfallbehandlung auf derselben Aufgabenbasis vergleichen. | Wenn ich den Pilot- und Betriebsaufwand beurteilen muss, möchte ich neben dem Gerät auch Integration und Betreuung einbeziehen. Etwa 17 % der Verbraucher dürften diese Aufwände in den Mittelpunkt stellen. |
Nach § 3 BetrSichV soll die Gefährdungsbeurteilung bereits vor Auswahl und Beschaffung von Arbeitsmitteln beginnen und die geplante Verwendung, Arbeitsabläufe und Arbeitsorganisation berücksichtigen. Klären Sie für die konkrete angebotene Ausführung außerdem, welche Herstellerangaben, deutschen Bedienungs- und Warnhinweise sowie Konformitätsunterlagen vorliegen.
Fraunhofer IPA beschreibt eine Einschätzung zum Einsatzpotenzial; Apptronik führt Maschinenbe- und -entladung als vorgesehenen Anwendungsfall auf. Beides belegt nicht, dass ein System Ihre Werkstücke mit dem geforderten Takt und der nötigen Qualität handhabt.
Vereinbaren Sie vor einer Produktionszusage einen begrenzten Versuch mit definierten Qualitäts- und Taktkriterien und dokumentieren Sie auch fehlgeschlagene Zyklen.
Zusätzliche Versuche, Greiferanpassungen oder Änderungen am Prozess können erforderlich werden.
OMRON weist darauf hin, dass das Unternehmen den vollständig integrierten mobilen Manipulator nicht als fertiges Produkt verkauft. Ein Angebot für einzelne Komponenten bestätigt daher noch nicht den Integrationsumfang des Gesamtsystems.
Lassen Sie im Angebot Zuständigkeiten und Leistungen für Kopplung, Inbetriebnahme und Dokumentation konkret benennen.
Integration und Schutz des Gesamtsystems können zusätzliche Leistungen erfordern.
Der Gerätepreis allein zeigt nicht, welcher Aufwand für Greifer, Programmierung, Schutzkonzept, Einrichtung und Betreuung des Piloten anfällt. Fraunhofer IPA führt die Wirtschaftlichkeit neben technischer Machbarkeit und Sicherheit als eigenen Prüfpunkt auf.
Vergleichen Sie humanoide, hybride und stationäre Lösungen für dieselbe Aufgabe und denselben vorgesehenen Betriebsumfang.
Greifer, Einrichtung, Schutzmaßnahmen, Betreuung und Stillstand können die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung verändern.
Apptronik beschreibt Apollo als humanoides System für Maschinen- und Werkzeugbedienung einschließlich Be- und Entladen.
OMRON beschreibt MoMa als Kombination aus mobiler LD-Basis und TM-Arm für Greifaufgaben und Maschinenbedienung an mehreren Stationen.
Die e-Series ist eine stationäre Vergleichsroute für Maschinenbeschickung und Handhabung an einem festen Arbeitsort.
NEURA Robotics beschreibt 4NE1 als humanoides Angebot mit unterschiedlichen Varianten, darunter eine Ausführung auf Rädern für Industrieböden.
Fraunhofer IPA verwendete einen Unitree G1 in einem abgegrenzten Materialtransport-Demonstrator; das belegt noch keine Maschinenbeschickung.
Die folgenden Joybuy-Angebote betreffen humanoide Systeme. Sie belegen keine Eignung für eine konkrete Maschinenbeschickung und ersetzen nicht den Vergleich mit mobilen oder stationären Alternativen.
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Der K1 kommt als Kandidat für Entwicklungsarbeiten mit einer humanoiden Plattform infrage; die Produktbezeichnung belegt keine Eignung für die Beschickung einer konkreten Maschine.
Der Produkttitel nennt eine Embodied-AI-Entwicklungsplattform, 22 DoF und 48 TOPS AI.
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Das Modell kann als Gegenstand eines begrenzten Handhabungstests betrachtet werden; die Produktangaben belegen keine Leistung an einer Produktionsmaschine.
Die Produktbeschreibung nennt höchstens 1 kg Nutzlast über den gesamten Bewegungsbereich ohne Endeffektor; bis zu 3 kg gelten nur für bestimmte Körperhaltungen.
Die Beschreibung empfiehlt beaufsichtigten Betrieb und mindestens 2 m Abstand zu Personen.
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Das Modell kann als Prüfgegenstand für Handhabung mit kleinen Lasten dienen; die Produktangaben belegen keine Eignung für eine konkrete Maschinenbeschickung.
Die Beschreibung nennt 437 mm Armreichweite und höchstens 1 kg Nutzlast über den gesamten Bewegungsbereich ohne Endeffektor.
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Der R1 Air ist als humanoide Plattform zu prüfen, nicht als nachgewiesene Produktionslösung für Maschinenbeschickung.
Der Produkttitel nennt 20 DoF und eine Monokularkamera.
Die Produktbeschreibung warnt vor Sturzgefahr nahe Treppen, Kanten oder unebenen Flächen sowie vor Quetsch- und Klemmstellen an beweglichen Gelenken.
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Der G1 kann als Testplattform für Objektmanipulation betrachtet werden; der Produkttitel nennt kraftgeregelte Hände, belegt aber keine konkrete Maschinenleistung.
Laut Produktangaben ist für diese Version keine SDK/API verfügbar.
Nein, sie ist allein kein Nachweis für die Eignung des konkreten Einsatzes. Prüfen Sie die Unterlagen der angebotenen Ausführung und lassen Sie bewerten, welche Anforderungen für den verbundenen Ablauf und die Integration mit der Bestandsmaschine gelten.
Das lässt sich nicht pauschal für jeden Aufbau festlegen. Beginnen Sie die Gefährdungsbeurteilung vor Auswahl und Beschaffung; die nötigen Maßnahmen hängen vom Standort, den Bewegungen, der Bestandsmaschine und den Arbeitsabläufen ab.
Legen Sie konkrete Werkstücke, Maschinenzustände, Solltakt und Qualitätskriterien fest und dokumentieren Sie erfolgreiche wie fehlgeschlagene Zyklen. Die von Fraunhofer IPA beschriebene Potenzialeinschätzung zur Maschinenbeladung ist kein Leistungsnachweis für Ihren Prozess.
Klären Sie Lieferumfang, Greifer, Maschinenanbindung, Integration, Schutzmaßnahmen, Einweisung, Wartung und Service. Bei OMRONs MoMa-Konzept sollte ein Angebot für Arm oder Fahrbasis nicht mit einem fertig integrierten Gesamtsystem gleichgesetzt werden.
Nein. Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ist die Verordnung (EU) 2023/1230 für das Inverkehrbringen von Maschinen ab dem 20. Januar 2027 anzuwenden. Prüfen Sie die für das konkrete Produkt und den jeweiligen Zeitpunkt maßgeblichen Unterlagen und Pflichten.