Für den reinen Transport zwischen festen Übergabepunkten sollten Produktionsbetriebe zuerst AMR oder ein festes Transfersystem prüfen; sind wechselnde Greif- und Ablagevorgänge nötig, kommen ein mobiler Manipulator oder eine humanoide Plattform als Pilotkandidaten infrage. Entscheidend sind Versuche mit den tatsächlichen Lasten, Wegen und Übergaben sowie eine Gefährdungsbeurteilung für den Mischbetrieb – nicht die menschenähnliche Bauform allein. Die BMW Group beschreibt AEON in Leipzig als Pilot für die Materialzufuhr; dieser Einzelfall weist die Eignung für andere Hallen nicht nach.
Für wen ist welche Route relevant?
Teams mit wechselnden Übergaben
Wenn Bauteile an verschiedenen, für Menschen eingerichteten Stationen aufgenommen und abgelegt werden, bestimmen Greifaufgabe und Wegführung gemeinsam die Plattformwahl. Beispiele für mobile Manipulation beschreiben KUKA; die BMW Group schildert einen Pilot mit Materialzufuhr in Leipzig.
Teams mit festen Transportwegen
Wer Ladungsträger zwischen definierten Punkten bewegt, sollte prüfen, ob ein AMR oder ein Transfersystem ohne humanoide Greiffunktion genügt. Mobile Industrial Robots beschreibt den MiR250, Bosch Rexroth das Transfersystem TS 2plus.
Teams im gemischten Hallenverkehr
Nutzen Beschäftigte und automatisierte Fahrzeuge dieselben Bereiche, hängen Auswahl und Einsatzplanung von der Gefährdungsbeurteilung und den Schutzmaßnahmen vor Ort ab. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung behandelt betriebliche Bereiche für automatisiert fahrende Fahrzeuge.
Worauf kommt es bei der Auswahl an?
Klären Sie zuerst, ob Last und Weg zusammenpassen, welche Sicherheitsmaßnahmen der Mischbetrieb erfordert und ob einzelne Teile gegriffen werden müssen; danach lassen sich Integration und laufender Betreuungsaufwand sinnvoll vergleichen.
| Anliegen |
Was beim Kauf zu prüfen ist |
Wem es besonders wichtig ist |
| Weg und Ladung |
Prüfen Sie Durchfahrten, Boden, Hindernisse und Übergabepunkte mit dem vorgesehenen Ladungsträger und der vollständigen Systemkonfiguration. |
Wenn wir Material zwischen festen Punkten bewegen, müssen Fahrzeug und Ladungsträger durch unsere realen Wege passen. Etwa 25 % der Beschaffungsteams stellen Weg und Last an die erste Stelle. |
| Sicherheit im Mischbetrieb |
Erfassen Sie Personenverkehr, Engstellen, Übergaben und Eingriffe in der Gefährdungsbeurteilung und bewerten Sie die Sicherheitsfunktionen des Gesamtsystems. |
Bei gemeinsam genutzten Fahrwegen möchte ich vorab klären, wie Beschäftigte und Fahrzeuge sicher aneinander vorbeikommen. Etwa 25 % der Beschaffungsteams priorisieren die Absicherung des Mischbetriebs. |
| Greifen und Ablegen |
Erproben Sie repräsentative Werkstücke, Greifpunkte, Übergabehöhen und benötigte Werkzeuge mit der vorgesehenen Modellvariante. |
Wenn wir einzelne Bauteile an wechselnden Stationen übergeben müssen, zählt die passende Greiffunktion ebenso wie die Fahrt. Etwa 20 % der Beschaffungsteams geben diesem Anliegen Vorrang. |
| Integration |
Klären Sie Zuständigkeiten für Transportaufträge, Quittierungen, Anlagenfreigaben, Störungen und Softwarebetreuung. |
Für uns ist wichtig, dass Transportaufträge und Übergaben in die bestehenden Abläufe passen. Etwa 15 % der Beschaffungsteams priorisieren die Systemanbindung. |
| Betrieb nach dem Pilot |
Vergleichen Sie Aufwand für Einrichtung, notwendige Aufsätze oder Greifer, Schulung, Wartung und Betreuung; messen Sie die Produktivität im eigenen Ablauf. |
Wenn wir eine Lösung dauerhaft betreiben wollen, müssen Produktivität und Betreuungsaufwand im eigenen Prozess nachvollziehbar sein. Etwa 15 % der Beschaffungsteams stellen diese Betriebsfragen an erste Stelle. |
Welche Auswahlfehler sollten Sie vermeiden?
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Ein Pilot an einem anderen Standort gilt als Nachweis für die eigene Halle
Die BMW Group beschreibt AEON bei einer bestimmten Aufgabe im Werk Leipzig. Das belegt nicht, dass das System andere Wege, Lasten oder Übergaben bewältigt.
Fordern Sie einen Versuch mit Ihren Ladungsträgern, Verkehrswegen und Übergabepunkten, statt den Referenzfall auf den eigenen Betrieb zu übertragen.
Abweichende Wege oder Übergaben können zusätzliche Versuche, Prozessanpassungen und Betreuung erforderlich machen.
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Eine maximale Nutzlast gilt automatisch für jede Konfiguration
Herstellerangaben zum MiR250-Basissystem, zu einem Shelf-Carrier-Aufsatz und zu AEON beziehen sich auf unterschiedliche Systeme und Bedingungen.
Vergleichen Sie nur Angaben zur vollständigen vorgesehenen Konfiguration und testen Sie die reale Last samt Aufnahme oder Greifer.
Je nach Übergabe können andere Aufsätze, Greifer oder Ladungsträger erforderlich sein.
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Sicherheitswerbung ersetzt die Beurteilung der gemeinsamen Wege
Die betriebliche Gefährdungsbeurteilung betrifft den tatsächlichen Arbeitsbereich; Produktmerkmale allein belegen nicht, dass der Mischbetrieb am Standort sicher gestaltet ist.
Bewerten Sie Fahrwege, Engstellen und Eingriffe für das Gesamtsystem, bevor Sie die Beschaffung festlegen.
Eine späte Bewertung kann Änderungen an Verkehrsführung, Schutzmaßnahmen oder Übergabestellen nach sich ziehen.
Relevante Marken und Produktlinien zur Orientierung
Die Beispiele beziehen sich auf konkrete Produktlinien und ersetzen keine Prüfung der vollständigen Konfiguration für den eigenen Betrieb.
Hexagon Robotics
AEON ist eine humanoide Plattform für einen möglichen Pilot mit Fortbewegung und Manipulation. Die BMW Group beschreibt ihren Einsatz zur Materialzufuhr im Werk Leipzig.
- Hexagon Robotics nennt 8 kg für dauerhaftes Tragen und 15 kg für kurzzeitiges Tragen.
- Diese Herstellerangaben und der Leipziger Pilot belegen weder die Eignung für andere Lasten und Hallen noch den Betrieb über andere Schichten.
NEURA Robotics
4NE1 steht für die humanoide Pilotroute; MAV ist eine gesonderte mobile Transportplattform von NEURA Robotics.
- NEURA Robotics beschreibt einen Kommissionierversuch mit 4NE1 und SAP-Anbindung in Rottenburg.
- Der Versuch weist keine serienmäßige Eignung für eine Fertigungslinie nach und identifiziert die verwendete Generation nicht als 4NE1 Gen 3.5. Eine Reservierung ist keine bestätigte Lieferung.
Mobile Industrial Robots
Der MiR250 ist eine AMR-Route für den innerbetrieblichen Transport; passende Aufsätze können die Aufnahmefunktion erweitern.
- Mobile Industrial Robots nennt für den MiR250 eine maximale Nutzlast von 250 kg.
- Angaben zum Basissystem lassen sich nicht ohne Weiteres auf eine Aufsatzkonfiguration oder andere Bodenbedingungen übertragen.
KUKA
KMR iiwa kombiniert einen Roboterarm mit einer mobilen Plattform für Greifaufgaben. KMP 600P diffDrive ist eine separate AMR-Option für den Materialtransport.
- KUKA beschreibt Sensorik am KMR iiwa und nennt für KMP 600P diffDrive eine Transportlast von bis zu 600 kg.
- Die Transportlast des KMP 600P ist keine Greiflast des KMR iiwa; die Werte gehören zu unterschiedlichen Systemen.
Bosch Rexroth
TS 2plus ist ein festes Transfersystem für wiederkehrende Transporte auf Werkstückträgern zwischen passend angeordneten Stationen.
- Bosch Rexroth beschreibt TS 2plus als modular und nennt bis zu 240 kg pro Werkstückträger.
- Ein festes System setzt geeignete Wege und Übergabestellen voraus; die Baureihenangabe ist keine Auslegung für eine konkrete Halle.
Agile Robots
Agile Robots beschreibt Agile ONE als humanoide Industrieplattform für Aufgaben zwischen Arbeitsstationen und in der Logistik.
- Die Produktbeschreibung des Herstellers ordnet Agile ONE Aufgaben in Fertigung und Logistik zu.
- Diese Herstellerbeschreibung belegt nicht die Eignung für die Materialversorgung in einer bestimmten Halle.
Humanoide Roboter bei Joybuy
Die folgenden Joybuy-Artikel sind als humanoide Roboterplattformen eingeordnet. Ihre Produktbezeichnungen nennen Entwicklungs- oder Interaktionsmerkmale; eine Eignung für den Materialtransport in einer Produktionshalle muss für den konkreten Einsatz geprüft werden.
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Booster Robotics K1 Geek, humanoider Roboter, 48 TOPS, 22-DoF
Für Teams, die eine humanoide Entwicklungsplattform in einem abgegrenzten Pilotversuch prüfen möchten; die Produktbezeichnung allein belegt keine Eignung für den Hallentransport.
Die Produktbezeichnung nennt 48 TOPS und 22 Freiheitsgrade.
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Unitree R1 humanoider Roboter, Dualkameras, 26 Freiheitsgrade, Blue and White
Für Teams, die ein humanoides Modell zunächst als Pilotkandidaten untersuchen möchten; aus der Produktbezeichnung ergibt sich kein Nachweis für Materialtransport in einer Produktionshalle.
Die Produktbezeichnung nennt Dualkameras, 26 Freiheitsgrade und ein integriertes KI-Sprachmodell. Die Produktwarnung fordert, den Bewegungsbereich beim Start oder bei schnellen Bewegungen freizuhalten und die Gelenke nicht bei eingeschaltetem Roboter gewaltsam zu bewegen.
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Unitree R1 Air humanoider Roboter, Monokularkamera, 20 Freiheitsgrade, Blue and White
Für Teams, die eine humanoide Plattform für einen begrenzten Pilotversuch in Betracht ziehen; die Produktbezeichnung belegt keine Eignung für eine Produktionshalle.
Die Produktbezeichnung nennt eine Monokularkamera, 20 Freiheitsgrade und ein integriertes KI-Sprachmodell. Laut Produktwarnung ist der Einsatz in der Nähe von Treppen, Kanten oder unebenen Flächen zu vermeiden; das Produkt ist nicht wasserdicht und soll keiner hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden.
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Häufige Fragen
Reicht ein CE-Zeichen als Freigabe für den Betrieb neben Beschäftigten?
Nein. Eine CE-Kennzeichnung ist nur für Produkte vorgeschrieben, die von einschlägigen harmonisierten EU-Vorschriften erfasst werden, und ersetzt nicht die Prüfung der anwendbaren Anforderungen und Konformitätsunterlagen. Zusätzlich muss der Arbeitgeber die Gefährdungen der konkreten Arbeitsbedingungen beurteilen. Darauf weisen Your Europe, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin sowie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich hin.
Welche Maschinenregel gilt bei einer Beschaffung im Oktober 2026?
Für das Inverkehrbringen von Maschinen gilt laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bis einschließlich 19. Januar 2027 weiterhin die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG; ab dem 20. Januar 2027 ist die Verordnung (EU) 2023/1230 anzuwenden. Welche Vorschriften für ein konkretes System gelten, muss gesondert bestimmt werden.
Was sollte vor und während eines Pilotbetriebs geklärt sein?
Legen Sie die Transportaufgabe, zulässige Bereiche, Übergaben, den Umgang mit Störungen und die Zuständigkeit für Bedienung und Wartung fest. Prüfen Sie die Schutzmaßnahmen anhand der Gefährdungsbeurteilung und erproben Sie Navigation und Übergaben mit den tatsächlichen Ladungsträgern. Welche Integrationsleistungen nötig sind, hängt vom gewählten System und den Abläufen vor Ort ab.