Für welche Teams?

ROS- und Autonomieentwicklungsteams

Wer eigene Navigation, Wahrnehmung oder Bewegungslogik entwickelt, braucht Zugriff auf die dafür vorgesehenen Steuerungs- und Sensordaten. Die Dokumentation von Unitree beschreibt entsprechende Go2-SDK-Funktionen und ROS-2-nahe Kommunikation; der Zugang muss zur angebotenen Variante und zur Entwicklungsumgebung des Teams passen.

Labore für Sensor- und Nutzlastintegration

Wenn zusätzliche Kameras, Messsysteme oder Rechner eingesetzt werden sollen, zählen Befestigung, Stromversorgung, Datenanschlüsse und Softwareintegration zusammen. Die RWTH Aachen beschreibt die Integration unterschiedlicher Sensoren und Messsysteme als Einsatz einer modularen Roboterhund-Plattform.

Lehrteams mit wiederkehrenden Projekten

Für Lehrveranstaltungen und studentische Projekte müssen Inbetriebnahme, Unterweisung und Betreuung über einzelne Versuche hinaus organisiert werden. Wird der Roboter in Deutschland durch einen Arbeitgeber als Arbeitsmittel verwendet, ist die Gefährdungsbeurteilung nach § 3 BetrSichV bereits vor Auswahl und Beschaffung zu beginnen.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Klären Sie zuerst, was das Team selbst entwickeln will: Software, einen Sensoraufbau oder vor allem einen verlässlich betreibbaren Lehrversuch. Vergleichen Sie danach nur die Varianten und Pakete, die den jeweiligen Zugriff tatsächlich vorsehen.

Kriterium Beim Kauf prüfen Für wen wichtig
SDK und ROS 2 Welche Steuerungs- und Sensordaten-APIs sind für die konkrete Variante zugänglich? Passen die vorgesehenen ROS-2-Pakete zur Laborumgebung? Wenn wir eigene Navigation oder Regelung entwickeln, genügt uns eine Demonstrationssteuerung nicht. Für ungefähr 42 % der Verbraucher steht dieser Entwicklungszugang an erster Stelle.
Sensoren und Nutzlasten Befestigung und zulässige Nutzlast für den geplanten Aufbau sowie Strom- und Datenanschlüsse gemeinsam prüfen. Unser Messaufbau muss sich befestigen, versorgen und in die Datenverarbeitung einbinden lassen; ungefähr 33 % der Verbraucher stellen diese Integration in den Vordergrund.
Laborbetrieb und Support Zuständigkeiten für Inbetriebnahme und Unterweisung sowie Reparaturweg, Ersatzteile und vereinbarte Unterstützung klären. Bei wechselnden Projektgruppen möchten wir Versuche sicher wiederholen und Ausfälle organisatorisch auffangen. Das ist für ungefähr 25 % der Verbraucher die vorrangige Anforderung.

Welche Fehler lassen sich vermeiden?

  • Eine Entwicklungsbezeichnung für einen vollständigen Lieferumfang halten

    Unitree nennt mehrere Go2-Konfigurationen. Auch bei Spot unterscheiden sich mechanisch montierte Nutzlasten von Geräten, die zusätzlich in die Robotersoftware integriert werden.

    Halten Sie Modell, Paketbestandteile, SDK- und ROS-Zugang, Sensorzugriff, Nutzlastschnittstellen und Nutzungsrechte im Angebot einzeln fest.

    Ein Erweiterungsdock, ein Rechner oder Integrationsarbeit kann zusätzlich erforderlich sein, wenn der geplante Aufbau diese Komponenten voraussetzt.

  • Die Nutzlast nur nach Gewicht auswählen

    Ein Gewichtswert beantwortet nicht, wie Sensoren befestigt, mit Strom versorgt und softwareseitig eingebunden werden. Die Nutzlastdokumentationen von Unitree und Boston Dynamics behandeln dafür unterschiedliche Schnittstellen.

    Erstellen Sie für jedes geplante Gerät eine Liste mit Gewicht, Schwerpunkt, Befestigung, Leistungsaufnahme, Anschlüssen und benötigten Treibern.

    Eigene Halterungen, Kabel oder Spannungswandler können den Aufbau und die Erprobung aufwendiger machen.

  • CE-Kennzeichnung mit der Beurteilung des Laborbetriebs gleichsetzen

    Wird der Roboter in Deutschland durch einen Arbeitgeber als Arbeitsmittel verwendet, befreit eine CE-Kennzeichnung nach § 3 BetrSichV nicht von der Gefährdungsbeurteilung.

    Beginnen Sie diese vor Auswahl und Beschaffung. Beziehen Sie die vorgesehene Testfläche, Arbeitsabläufe, Personen im Umfeld und mögliche Störungen ein; holen Sie bei Bedarf fachkundige Unterstützung hinzu.

  • Allgemeine Supportangaben als feste Servicezusage verstehen

    Terra Robotics nennt beim Go2-EDU-Angebot technischen Support und Schulung sowie optionale Wartung. Boston Dynamics beschreibt eine europäische Supportstruktur. Welche Leistungen ein Labor erhält, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.

    Vereinbaren Sie Ansprechpartner, Reaktionszeiten, Reparaturweg, Ersatzteilversorgung und Schulungsumfang schriftlich, bevor Lehrveranstaltungen oder Projekttermine darauf aufbauen.

    Ausfallzeiten können geplante Lehrversuche und Projektarbeiten unterbrechen.

Relevante Marken zur Orientierung

Unitree

Go2-EDU-Konfigurationen kommen für Hochschulteams infrage, die eine vierbeinige Plattform für eigene Software- und Sensorprojekte suchen.

  • Unitree dokumentiert für Go2 SDK-Funktionen für Bewegungssteuerung, LiDAR-Daten, SLAM und Odometrie sowie ROS-2-nahe Kommunikation. Ein Erweiterungsdock ist mit Strom-, Ethernet- und USB-Schnittstellen beschrieben.
  • Unitree unterscheidet mehrere Konfigurationen. SDK-Zugang, Dock, Rechner und weitere Komponenten sollten deshalb für die angebotene EDU-Variante einzeln bestätigt werden.

Boston Dynamics

Spot ist eine Route für Forschungsaufbauten, bei denen eine dokumentierte Nutzlastintegration oder ein Arm benötigt wird.

  • Boston Dynamics nennt für Spot 14 kg Nutzlastkapazität und beschreibt zwei Nutzlastports sowie Montageschienen. ELP führt ein Spot-FE-Forschungs- und Entwicklungspaket mit Arm und Core I/O.
  • Mechanische, elektrische und softwareseitige Integration sind getrennt zu planen. Paketbestandteile, Entwicklungszugang und Serviceleistungen müssen zum konkreten Angebot passen.

ANYbotics

ANYmal Research richtet sich an Forschungsgruppen, für deren Arbeit Steuerungssoftware, Simulation und Austausch innerhalb des Forschungsprogramms wichtig sind.

  • ANYmal Research beschreibt Zugang zu Steuerungssoftware, Simulation, Dokumentation und Community-Support.
  • Prüfen Sie die Bedingungen für den Forschungszugang und lassen Sie den Umfang der konkret angebotenen Plattform sowie die Betreuung Ihres Projekts bestätigen.

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Häufige Fragen

Muss die Gefährdungsbeurteilung erst nach der Lieferung beginnen?

Nein. Soweit ein Arbeitgeber den Roboter im deutschen Hochschul- oder Laborbetrieb als Arbeitsmittel verwendet, soll die Gefährdungsbeurteilung nach § 3 BetrSichV bereits vor Auswahl und Beschaffung beginnen. Dabei sind unter anderem die Eignung für die geplante Verwendung, Arbeitsabläufe und Arbeitsorganisation zu berücksichtigen; eine CE-Kennzeichnung hebt diese Pflicht nicht auf.

Ist bei Unitree Go2 EDU der gesamte ROS-2-Zugang enthalten?

Das lässt sich nicht allein aus der Bezeichnung Go2 EDU ableiten. Unitree dokumentiert ROS-2-nahe Kommunikation für Go2, unterscheidet aber mehrere Konfigurationen. Lassen Sie für die angebotene Variante die benötigten Pakete, SDK-APIs, Sensordaten und Nutzungsrechte schriftlich festhalten.

Was muss für eigene Sensoren an einem Go2 zusammenpassen?

Sensor, Befestigung, Stromversorgung, Datenanschluss und Software müssen als gemeinsamer Aufbau geplant werden. Unitree dokumentiert für ein Go2-Erweiterungsdock unter anderem Gigabit-Ethernet, USB-Anschlüsse sowie 12-V- und 5-V-Ausgänge; prüfen Sie, ob das Dock zur angebotenen Variante gehört und ob seine Anschlusswerte zu Ihrem Sensor passen.

Kann Spot eigene Nutzlasten und Software einbinden?

Spot bietet laut Boston Dynamics eine dokumentierte Nutzlastarchitektur mit Montageschienen und zwei Ports für Daten und Strom. Eine Nutzlast kann jedoch von der rein mechanischen Montage bis zur softwareseitigen Integration unterschiedliche Arbeit erfordern. Bei einem Spot-FE-Angebot sollten Arm, Core I/O und die benötigten Entwicklungszugänge ausdrücklich im vereinbarten Paket stehen.