Für wen kommt ein Roboterhund infrage?

Teams mit wiederkehrenden Anlagenrundgängen

Für sie ist entscheidend, ob der Roboter an festgelegten Messpunkten verwertbare Bild-, Wärme- oder Akustikdaten erfasst und an bestehende Abläufe übergibt. Routenplanung, Datenformat und Laden gehören daher zur Auswahl.

Betriebe mit Treppen, Gittern und Außenwegen

Wenn eine mobile Inspektion über Stufen oder unebene Abschnitte führen soll, müssen Stufenmaße, Gitterroste, Nässe und Funklöcher auf der vorgesehenen Route geprüft werden. Herstellerangaben zur Geländegängigkeit ersetzen diesen Test nicht.

Verantwortliche für Arbeitsschutz und Datenschutz

Sie müssen den Betrieb in Bereichen mit Personenverkehr und den Umgang mit Kamera- oder Audiodaten vor dem Einsatz klären. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin behandelt sicheres Anhalten mobiler Arbeitsmittel; der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit weist auf Eingriffe durch Videoaufnahmen hin.

Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Beginnen Sie mit den benötigten Inspektionsdaten und den realen Fahrwegen. Erst wenn beides zusammenpasst, lässt sich beurteilen, ob die Plattform sicher und mit vertretbarem Betreuungsaufwand betrieben werden kann.

Kriterium Prüfung vor dem Kauf Für wen besonders wichtig
Inspektionsdaten und Integration Messpunkte, benötigte Datenarten und Datenübergabe festlegen; die vorgesehene Sensor- und Softwarekonfiguration dort erproben. Wenn Zustandsdaten in bestehende Abläufe einfließen sollen, brauche ich nutzbare Messungen statt bloßer Aufnahmen. Rund 29 % der Verbraucher setzen diesen Datenbedarf an erste Stelle.
Mobilität und Umgebung Stufen, Gitterroste, Engstellen und Funkabdeckung auf der geplanten Route prüfen; mit der vorgesehenen Sensorlast testen. Bei unebenen Außenwegen oder Treppen muss die ganze Route zuverlässig befahrbar sein. Für rund 24 % der Verbraucher steht diese Mobilität im Vordergrund.
Sicherer Betrieb und Datenschutz Gefährdungsbeurteilung, Anhalten bei Personenverkehr und den Umgang mit Kamera- oder Audiodaten für den konkreten Einsatz klären. Wo Menschen die Wege mitbenutzen oder von Sensoren erfasst werden können, will ich Bewegung und Datenerfassung vorab absichern. Diese Fragen haben für rund 29 % der Verbraucher Vorrang.
Betreuung im Betrieb Schulung, Wartung, Ersatzteile, Softwarepflege und Support in vergleichbaren Leistungsumfängen vereinbaren. Ohne eigene Robotik-Betreuung brauche ich klare Zuständigkeiten für Störungen und laufende Pflege. Rund 18 % der Verbraucher gewichten diesen Betriebsbedarf am stärksten.

Welche Fehler erschweren den Einsatz?

  • Eine Vorführung mit einer einsatzfähigen Route gleichsetzen

    Eine überwundene Stufe sagt wenig darüber aus, wie die Plattform mit Nässe, Gitterrosten, Personenverkehr oder einem Funkabbruch auf dem gesamten Rundgang zurechtkommt.

    Testen Sie repräsentative Wege mit der vorgesehenen Sensorlast. Halten Sie Abbruchkriterien sowie Ergebnisse für Datenqualität, Anhalten, Rückkehr und Laden fest.

    Standortkartierung, Anpassungen der Funkabdeckung und die Durchführung des Piloten beanspruchen zusätzlich Zeit und Personal.

  • Kamera und Mikrofon ohne eigenen Prüfauftrag einsetzen

    Mobile Sensoren können Beschäftigte und andere Personen erfassen. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit weist darauf hin, dass Videoaufnahmen grundsätzlich in Persönlichkeitsrechte eingreifen.

    Legen Sie den Inspektionszweck und erforderliche Aufnahmen fest. Lassen Sie Zugriffe, Speicherung und nicht benötigte Audio- oder Streamingfunktionen vor dem Einsatz prüfen.

    Ein Konzept für Zugriffsrechte und Löschung sowie gegebenenfalls die Abstimmung mit dem Betriebsrat gehören zum Einführungsaufwand.

  • Aus der Schutzart auf die Eignung für Ex-Bereiche schließen

    Ein Schutz gegen Staub und Wasser ist keine Freigabe für explosionsgefährdete Bereiche. ANYbotics beschreibt ANYmal X als ATEX- und IECEx-zertifiziert bis Zone 1 IIB; daraus folgt keine Freigabe für jede Zone oder jeden Anbau.

    Gleichen Sie Zoneneinteilung, Stoffgruppe, Temperaturklasse und vollständige Zertifikate mit der angebotenen Konfiguration ab. Klären Sie auch zulässige Zusatzsensoren, Laden und Wartung mit den zuständigen Fachverantwortlichen.

  • Nur die Plattform statt ihres Betriebsumfangs vergleichen

    Schulung, Installation, Wartung und Support können je nach Angebot unterschiedlich abgegrenzt sein. Terra Robotics nennt solche Leistungen für ein Go2W-EDU-Angebot; Boston Dynamics beschreibt für Spot gesonderte Trainings- und Supportleistungen.

    Fordern Sie vergleichbare mehrjährige Leistungsbeschreibungen an, die Softwarepflege, Ersatzteile, Reaktionszeiten und Verantwortlichkeiten bei Ausfällen ausdrücklich regeln.

    Auch Akkuwechsel, Rücktransport und Ausfallzeiten können den laufenden Betreuungsaufwand prägen.

Relevante Marken für Inspektionsplattformen

ANYbotics

ANYbotics positioniert ANYmal für Anlageninspektionen mit integrierter Sensorik und ANYmal X für bestimmte explosionsgefährdete Bereiche.

  • Nach Angaben von ANYbotics verfügt ANYmal unter anderem über Sicht- und Wärmebildkameras, ein Ultraschallmikrofon und LiDAR.
  • Für ANYmal X beschreibt der Hersteller eine ATEX- und IECEx-Zertifizierung bis Zone 1 IIB. Zonenklassifizierung, Anbauten und angebotene Konfiguration müssen zum Einsatzort passen.

Boston Dynamics

Boston Dynamics beschreibt Spot als konfigurierbare Plattform für manuelle und autonome Inspektionsaufgaben.

  • Der Hersteller nennt vorkonfigurierte Inspektionspakete, eine API und 14 kg Nutzlastkapazität.
  • Ob ein bestimmter Sensor und die benötigte Datenanbindung funktionieren, hängt von der konkreten Konfiguration und Integration ab.

Unitree

Unitree führt neben kompakten Entwicklungsplattformen die industriell positionierten Modelle B2 und B2-W für Gelände- und Inspektionsszenarien.

  • Unitree nennt für B2 Nutzlast- und Laufzeitwerte und für B2-W eine Schutzart sowie Betriebstemperaturen; die Angaben beziehen sich auf die jeweiligen Modelle und Bedingungen.
  • Vor einem betrieblichen Einsatz sind die angebotene Sensorversion, die tatsächliche Route, sicheres Anhalten sowie Wartung und Ersatzteilversorgung zu prüfen.

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Häufige Fragen

Ist vor einem autonomen Anlagenrundgang eine Gefährdungsbeurteilung nötig?

Ja, der geplante Einsatz muss in der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bezeichnet diese als zentrales Element des Arbeitsschutzes und beschreibt für autonom verkehrende mobile Arbeitsmittel Personenerkennung und sicheres Anhalten vor Personenkontakt. Prüfen Sie am Standort insbesondere Fahrwege, Personenverkehr, Funkverlust und Notfallabläufe.

Darf ein Inspektionsroboter Beschäftigte mit der Kamera erfassen?

Das ist in Deutschland nur nach Prüfung des konkreten Zwecks und der rechtlichen Voraussetzungen zu beurteilen, nicht pauschal erlaubt. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit weist auf den Eingriff durch Videoaufnahmen hin; für die Verarbeitung von Beschäftigtendaten sind unter anderem die Bedingungen des § 26 BDSG zu prüfen. Klären Sie vor dem Einsatz, was erfasst, gespeichert und eingesehen werden kann.

Wann muss der Betriebsrat beim Robotereinsatz beteiligt werden?

Besteht ein Betriebsrat und ist eine technische Einrichtung dazu bestimmt, Verhalten oder Leistung von Arbeitnehmern zu überwachen, sieht § 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG Mitbestimmung vor, soweit keine gesetzliche oder tarifliche Regelung besteht. Prüfen Sie deshalb die vorgesehenen Kamera-, Telemetrie- und Zugriffsfunktionen frühzeitig mit den zuständigen Stellen.

Reichen Schutzart und Treppenangaben für eine Außenroute aus?

Nein, Herstellerangaben zu Schutzart oder Hindernissen geben eine konkrete Anlagenroute nicht frei. Testen Sie die angebotene Konfiguration auf den vorgesehenen Böden und Stufen sowie unter den relevanten Bedingungen für Nässe, Funkabdeckung, Sensorlast und sicheres Anhalten.

Was sollte ein Wartungs- und Supportvertrag regeln?

Er sollte Zuständigkeiten und Leistungen für Schulung, Softwareupdates, Wartung, Ersatzteile und Störungen eindeutig festlegen. Lassen Sie sich auch Reaktionszeiten, Vor-Ort-Service, Akku- und Ladegeräteprozesse sowie den Ablauf nach einem Sturz oder Kommunikationsverlust schriftlich beschreiben.