Worauf kommt es bei der Auswahl an?
Beginnen Sie mit den benötigten Inspektionsdaten und den realen Fahrwegen. Erst wenn beides zusammenpasst, lässt sich beurteilen, ob die Plattform sicher und mit vertretbarem Betreuungsaufwand betrieben werden kann.
| Kriterium |
Prüfung vor dem Kauf |
Für wen besonders wichtig |
| Inspektionsdaten und Integration |
Messpunkte, benötigte Datenarten und Datenübergabe festlegen; die vorgesehene Sensor- und Softwarekonfiguration dort erproben. |
Wenn Zustandsdaten in bestehende Abläufe einfließen sollen, brauche ich nutzbare Messungen statt bloßer Aufnahmen. Rund 29 % der Verbraucher setzen diesen Datenbedarf an erste Stelle. |
| Mobilität und Umgebung |
Stufen, Gitterroste, Engstellen und Funkabdeckung auf der geplanten Route prüfen; mit der vorgesehenen Sensorlast testen. |
Bei unebenen Außenwegen oder Treppen muss die ganze Route zuverlässig befahrbar sein. Für rund 24 % der Verbraucher steht diese Mobilität im Vordergrund. |
| Sicherer Betrieb und Datenschutz |
Gefährdungsbeurteilung, Anhalten bei Personenverkehr und den Umgang mit Kamera- oder Audiodaten für den konkreten Einsatz klären. |
Wo Menschen die Wege mitbenutzen oder von Sensoren erfasst werden können, will ich Bewegung und Datenerfassung vorab absichern. Diese Fragen haben für rund 29 % der Verbraucher Vorrang. |
| Betreuung im Betrieb |
Schulung, Wartung, Ersatzteile, Softwarepflege und Support in vergleichbaren Leistungsumfängen vereinbaren. |
Ohne eigene Robotik-Betreuung brauche ich klare Zuständigkeiten für Störungen und laufende Pflege. Rund 18 % der Verbraucher gewichten diesen Betriebsbedarf am stärksten. |
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Häufige Fragen
Ist vor einem autonomen Anlagenrundgang eine Gefährdungsbeurteilung nötig?
Ja, der geplante Einsatz muss in der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bezeichnet diese als zentrales Element des Arbeitsschutzes und beschreibt für autonom verkehrende mobile Arbeitsmittel Personenerkennung und sicheres Anhalten vor Personenkontakt. Prüfen Sie am Standort insbesondere Fahrwege, Personenverkehr, Funkverlust und Notfallabläufe.
Darf ein Inspektionsroboter Beschäftigte mit der Kamera erfassen?
Das ist in Deutschland nur nach Prüfung des konkreten Zwecks und der rechtlichen Voraussetzungen zu beurteilen, nicht pauschal erlaubt. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit weist auf den Eingriff durch Videoaufnahmen hin; für die Verarbeitung von Beschäftigtendaten sind unter anderem die Bedingungen des § 26 BDSG zu prüfen. Klären Sie vor dem Einsatz, was erfasst, gespeichert und eingesehen werden kann.
Wann muss der Betriebsrat beim Robotereinsatz beteiligt werden?
Besteht ein Betriebsrat und ist eine technische Einrichtung dazu bestimmt, Verhalten oder Leistung von Arbeitnehmern zu überwachen, sieht § 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG Mitbestimmung vor, soweit keine gesetzliche oder tarifliche Regelung besteht. Prüfen Sie deshalb die vorgesehenen Kamera-, Telemetrie- und Zugriffsfunktionen frühzeitig mit den zuständigen Stellen.
Reichen Schutzart und Treppenangaben für eine Außenroute aus?
Nein, Herstellerangaben zu Schutzart oder Hindernissen geben eine konkrete Anlagenroute nicht frei. Testen Sie die angebotene Konfiguration auf den vorgesehenen Böden und Stufen sowie unter den relevanten Bedingungen für Nässe, Funkabdeckung, Sensorlast und sicheres Anhalten.
Was sollte ein Wartungs- und Supportvertrag regeln?
Er sollte Zuständigkeiten und Leistungen für Schulung, Softwareupdates, Wartung, Ersatzteile und Störungen eindeutig festlegen. Lassen Sie sich auch Reaktionszeiten, Vor-Ort-Service, Akku- und Ladegeräteprozesse sowie den Ablauf nach einem Sturz oder Kommunikationsverlust schriftlich beschreiben.