Für wen eignet sich ein Roboterhund?

Dienstleister mit wiederkehrenden Werksrunden

Wenn Sie feste Kontrollwege ergänzen möchten, sollten Sie prüfen, ob der Go2 die tatsächlichen Wege und Hindernisse bewältigt und wie die Übergabe an das Wachpersonal abläuft. EF Robotics und DNS GmbH beschreiben Einsatzmöglichkeiten des Go2 für Werkschutz beziehungsweise Inspektions- und Patrouillenaufgaben; die konkrete Eignung muss am Objekt erprobt werden.

Leitstellen mit Eskalationsbedarf

Wenn Ihre Leitstelle Meldungen nicht nur empfangen, sondern prüfen und weiterleiten soll, planen Sie den Ablauf von der Alarmmeldung bis zur menschlichen Reaktion. Für eine eigene Softwareanbindung ist die Go2-Version relevant: Unitree beschreibt die Schnittstelle zur Sekundärentwicklung für EDU und höhere Versionen, nicht für PRO oder AIR.

Verantwortliche für Video und Zugriffe

Wenn Kamera- oder Ferndaten Personen erfassen können, müssen Sie unter anderem Zweck, Zugriffsrechte und mögliche Speicherung für den konkreten Einsatz klären. Die Datenschutzinformationen des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit behandeln Videoüberwachung als relevant; bei Beschäftigten kann außerdem die Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zu prüfen sein.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

Prüfen Sie zuerst den geplanten Rundgang und die menschliche Alarmbearbeitung, danach die benötigte Leitstellenanbindung und den Umgang mit Bilddaten. Die Anteile beziehen sich auf Verbraucher, die eine mobile Plattform als Ergänzung zu gewerblichen Objektkontrollen erwägen.

Anliegen Beim Kauf prüfen Wen es besonders betrifft
Patrouillenroute Route, Hindernisse und Verhalten bei Verbindungsstörungen am Einsatzort erproben. Wenn wir feste Wege kontrollieren lassen wollen, müssen Roboter und Route im tatsächlichen Gelände zusammenpassen. Etwa 33 % der Verbraucher legen vor allem Wert auf wiederholbare Kontrollrunden.
Alarmübergabe Zuständigkeit, menschliche Prüfung, manuelle Übernahme und Eskalationsweg testen. Wenn bei einem Alarm eine Person entscheiden und reagieren soll, brauchen wir einen klaren Übergang zur zuständigen Stelle. Bei etwa 27 % der Verbraucher steht die menschliche Alarmbearbeitung im Vordergrund.
Video und Zugriff Erfassungsbereiche, Zweck, Zugriffsrechte und eine mögliche Speicherung für den konkreten Betrieb klären. Wenn wir Livebilder nutzen, müssen wir festlegen, wer sie sehen darf und welche Personen erfasst werden können. Etwa 20 % der Verbraucher achten besonders auf den Umgang mit Video- und Ferndaten.
Betrieb und Service Laufzeit und Ladeablauf im geplanten Einsatz testen; Schulung, Wartung und Störungsablauf im Angebot festhalten. Wenn der Roboter Teil eines laufenden Dienstes werden soll, brauchen wir klare Zuständigkeiten bei Ausfall und Betreuung. Für etwa 20 % der Verbraucher ist ein planbarer Betrieb mit Service das vorrangige Anliegen.

Typische Beschaffungsfehler

  • Den Go2 Pro als fertige Leitstellenlösung einplanen

    Eine Kamera oder Fernsteuerung belegt nicht, dass der Roboter bereits mit Ihrer Leitstellensoftware verbunden werden kann. Unitree beschreibt die Schnittstelle zur Sekundärentwicklung für EDU und höhere Versionen, nicht für PRO und AIR.

    Prüfen Sie vor der Variantenwahl die benötigten Bild-, Steuerungs- und Alarmdatenwege mit der konkreten Software in einem Integrationstest.

  • Navigation mit einer zuverlässig bewältigten Wachrunde gleichsetzen

    Die von Unitree beschriebenen Navigationsfunktionen belegen nicht, dass der Roboter jede Strecke und jeden Alarmfall an Ihrem Standort bewältigt.

    Erproben Sie die tatsächliche Route, die Übergabe an Personal und das Vorgehen bei einer Störung, bevor Sie den Regelbetrieb festlegen.

  • Livebilder ohne Regeln für Erfassung und Zugriff freischalten

    Eine mobile Kamera kann auch Beschäftigte oder andere Personen erfassen. Zusätzliche Fernzugriffe erweitern zudem den Kreis der Personen, die Bilder einsehen können.

    Klären Sie Erfassungsbereiche, Zuständigkeiten, Zugriffsrechte und eine mögliche Speicherung für den konkreten Einsatz. Prüfen Sie eine erforderliche Mitbestimmung, wenn deren gesetzliche Voraussetzungen vorliegen.

Relevante Marken zur Orientierung

Unitree

Hersteller der Go2-Plattform. Bei der Auswahl kommt es darauf an, ob die vorgesehene Nutzung eine eigene Softwareanbindung erfordert.

  • Unitree beschreibt LiDAR- und Navigationsfunktionen für den Go2.
  • Laut Unitree ist die Schnittstelle zur Sekundärentwicklung für EDU und höhere Versionen vorgesehen, nicht für PRO und AIR. Herstellerfunktionen sind kein Nachweis für eine einsatzfertige Sicherheitslösung.

EF Robotics

Deutscher Anbieter, der den Unitree Go2 für Werkschutzszenarien beschreibt.

  • EF Robotics nennt Beratung, Modellauswahl, Pilot, Integration, Schulung und Service als mögliche Angebotsbestandteile.
  • Umfang und Eignung für ein bestimmtes Objekt oder eine konkrete Leitstelle sollten Sie im Angebot und im Pilot klären.

DNS GmbH

Systemhaus mit einem Angebot rund um Unitree Go2 für Inspektions- und Patrouillenaufgaben in Unternehmen.

  • DNS GmbH beschreibt den Einsatz des Go2 für Umgebungserfassung und Kontrollaufgaben.
  • Angaben zur Geländetauglichkeit stammen vom Anbieter; eine Integration in die Leitstelle Ihres Sicherheitsdienstes ist damit nicht belegt.

Joybuy-Produkte für Objektkontrollen

Diese Produktauswahl bezieht sich auf Unitree-Go2-Plattformen als Ergänzung für gewerbliche Objektkontrollen. Prüfen Sie die konkrete Route und die benötigte Anbindung an Ihre Leitstelle vor dem Einsatz.

Unitree Go2 Pro Roboterhund

Unitree Go2 Pro

Für ergänzende Objektkontrollen, bei denen Personal Bilder prüft und Alarme bearbeitet; die konkrete Route sollte vor Ort erprobt werden.

Die Produktangaben nennen 4D-LiDAR, Hindernisvermeidung, App-Fernsteuerung, 360°-Sicht, SLAM-Navigation, eine Höchstgeschwindigkeit von 4,7 m/s und eine Akkulaufzeit von 90 Minuten.

Für eigene Softwareentwicklung oder eine kundenspezifische Leitstellenanbindung ist die PRO-Version laut Unitree nicht mit der Schnittstelle zur Sekundärentwicklung ausgestattet. Prüfen Sie die Datenwege und die passende Konfiguration vor dem Kauf.

Joybuy

Häufige Fragen

Ersetzt ein Roboterhund die Erlaubnis für gewerbliche Bewachung?

Nein. Wer gewerbsmäßig Leben oder Eigentum fremder Personen bewacht, benötigt nach § 34a GewO eine Erlaubnis der zuständigen Behörde, wie das Bundesministerium der Justiz im Gesetz über den Berufszugang regelt. Ein ergänzender Robotereinsatz hebt diese Voraussetzung nicht auf; die Einordnung eines konkreten Betriebsmodells muss gesondert geprüft werden.

Was muss das Wachpersonal bei einem Roboteralarm übernehmen?

Planen Sie Bewertung, Entscheidung und gegebenenfalls Reaktion als Aufgaben des geregelten Wachdienstes ein. Nach § 17 BewachV muss der Gewerbetreibende den Wachdienst durch eine Dienstanweisung regeln; eine Roboterfunktion belegt nicht, dass diese Aufgaben entfallen.

Kann ich einen Go2 Pro selbst an meine Leitstellensoftware anbinden?

Setzen Sie das nicht voraus. Laut Unitrees Entwickler-FAQ ist die Schnittstelle zur Sekundärentwicklung bei PRO und AIR nicht geöffnet; für eigene Anbindungen sollten Sie EDU beziehungsweise eine dafür geeignete Konfiguration prüfen. Ob eine bestimmte Leitstellensoftware anschließend funktioniert, muss ein Integrationstest zeigen.

Was sollten wir vor Livebild, Aufzeichnung oder Kundenzugriff klären?

Prüfen Sie für das konkrete Betriebskonzept den Zweck der Videoverarbeitung, die erfassten Bereiche, Zugriffsberechtigungen, Informationen betroffener Personen und eine mögliche Speicherung. Auch bei einer reinen Liveübertragung ist die datenschutzrechtliche Einordnung zu prüfen; die Rollen von Auftraggeber, Sicherheitsdienst und Technikdienstleister hängen von ihren tatsächlichen Aufgaben ab. Besteht ein Betriebsrat und liegen die Voraussetzungen des § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG vor, ist dessen Mitbestimmung zu berücksichtigen.

Deckt die bestehende Haftpflichtversicherung einen Robotereinsatz ab?

Das lässt sich nicht allein aus der für das Bewachungsgewerbe erforderlichen Haftpflichtversicherung ableiten. § 14 BewachV regelt deren Umfang, beantwortet aber nicht, ob ein konkreter Robotereinsatz vom bestehenden Vertrag erfasst ist. Klären Sie dies anhand der Police mit Ihrem Versicherer und vereinbaren Sie im Angebot, wer Schulung, Wartung und Störungsbearbeitung übernimmt.