Für wen passt welches Brot?

Fans kräftiger Vollkorn-Brotzeiten

Wenn du zu Käse, Aufschnitt, Fisch oder Aufstrichen eine dichte Scheibe mit deutlichem Roggenvollkorn- und Sauerteigprofil suchst, prüfe die Verkehrsbezeichnung und die Zutatenliste. Als Beispiele führen REWE-Produktseiten Roggenvollkornbrote von PEMA und REWE Bio mit Natursauerteig.

Fans von Kruste und weniger kompakter Textur

Wenn dir eine ausgeprägte Kruste wichtiger ist als ein reines Roggenvollkornbrot, kommt ein Roggenmischbrot infrage. Harry Brot beschreibt sein Bäckerfrisch Krustenbrot als Roggenmischbrot mit Natursauerteig.

Menschen, die mehrere Brotzeiten planen

Wenn ein Brot für mehrere Tage reichen soll, achte auf die Packungsgröße, die Lagerhinweise und das Mindesthaltbarkeitsdatum. Prüfe bei jeder Variante auch die Zutaten und gegebenenfalls Spurenhinweise.

Worauf kommt es beim Kauf an?

Entscheide zuerst, ob du Roggenvollkornbrot oder ein weniger kompaktes Roggenmischbrot möchtest. Danach kannst du frisches Brot und verpackte Ware anhand deines Verbrauchs vergleichen; wenn du Gluten zwingend meiden musst, kommt Brot aus Roggen nicht infrage.

Kriterium Beim Kauf prüfen Für wen wichtig
Roggen und Vollkorn Verkehrsbezeichnung sowie Roggenvollkornschrot und Natursauerteig in der Zutatenliste. Nach den Leitsätzen der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission enthält Roggenbrot mindestens 90 % Roggen. Ich möchte eine kräftige, dichte Grundlage für herzhafte Beläge und lege vor allem Wert auf Roggenvollkorn und Sauerteig. Für ungefähr 36 % der Verbraucher steht dieses Brotprofil an erster Stelle.
Zutaten und Kennzeichnung Weitere Getreide, Saaten, hervorgehobene Allergene und Spurenhinweise; bei Interesse an Bio auch die Öko-Kontrollstelle. Bei einer verpackten Brotzeit möchte ich die Rezeptur und für mich wichtigen Kennzeichnungen nachvollziehen können. Rund 29 % der Verbraucher geben dieser Transparenz Vorrang.
Frische und Vorrat Passende Menge, Packungs- oder Lagerhinweise und die gewünschte Kruste beim Kauf frischer Ware. Soll das Brot für mehrere Brotzeiten reichen, muss die Menge zu meinem Verbrauch passen; für den unmittelbaren Verzehr ist mir vielleicht die frische Kruste wichtiger. Etwa 21 % der Verbraucher setzen die Frische- und Vorratsplanung an erste Stelle.
Glutenvermeidung Bei zwingender Glutenvermeidung statt Roggenbrot ausdrücklich als glutenfrei gekennzeichnete Alternativen wählen. Wenn ich Gluten zwingend meiden muss, ist ein Sauerteigbrot aus Roggen keine Option. Die Glutenvermeidung hat für ungefähr 14 % der Verbraucher Vorrang vor der Wahl eines Roggen-Sauerteigbrots.

Typische Fehlgriffe vermeiden

  • „Sauerteig“ mit reinem Roggenbrot gleichsetzen

    Sauerteig bezeichnet nicht allein die Brotsorte. Das PEMA Roggen Sauerteigbrot enthält laut REWE neben Roggen weitere Getreide und Saaten; Harry Brot bezeichnet sein Bäckerfrisch Krustenbrot als Roggenmischbrot mit 32 % Roggenmehl.

    Wenn dir ein hoher Roggenanteil wichtig ist, lies die Verkehrsbezeichnung und die Zutatenliste statt nur den Hinweis auf Sauerteig.

  • Allergen- und Spurenhinweise übersehen

    Roggen enthält Gluten. Je nach Produkt können weitere Zutaten und Spurenhinweise hinzukommen: Für das PEMA Roggen Sauerteigbrot werden unter anderem Süßlupinenmehl und mögliche Weizenspuren genannt, bei Harry Bäckerfrisch Krustenbrot Weizen und ein möglicher Sesamspurenhinweis.

    Prüfe bei einer Allergie oder zwingenden Glutenvermeidung immer die Angaben zum konkreten Brot. Der Markenname oder der Begriff „Sauerteig“ reicht dafür nicht aus.

  • Mehr frisches Brot kaufen, als verbraucht wird

    Auch Sauerteigbrot muss passend gelagert werden. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Brot im Kühlschrank schneller austrocknet und ein Brot mit sichtbarem Schimmel vollständig entsorgt werden sollte.

    Wähle eine Menge, die zu deinen Brotzeiten passt, beachte die Packungshinweise und friere überschüssige Scheiben bei Bedarf ein.

Marken und Brote zur Orientierung

Die folgenden Angaben beziehen sich auf bestimmte Brote der genannten Marken, nicht auf deren gesamtes Sortiment. Für die Auswahl zählt die Kennzeichnung der jeweiligen Variante.

PEMA

Verpackte Roggenvollkornbrote für eine Brotzeit, bei der die konkrete Sauerteigzutat und die Getreidearten wichtig sind.

  • Für PEMA Bio Roggenbrot nennt REWE Roggenvollkornschrot und Natursauerteig in der Zutatenliste.
  • Das separat angebotene PEMA Roggen Sauerteigbrot enthält zusätzlich weitere Getreide, Saaten und Süßlupinenmehl; auch mögliche Weizenspuren sind angegeben. Die beiden Varianten sind nicht gleich zusammengesetzt.

REWE Bio

Ein verpacktes Roggenvollkornbrot mit Natursauerteig für den Vergleich von Zutaten und Bio-Kennzeichnung.

  • REWE nennt für sein Bio Roggenvollkornbrot Natursauerteig aus Roggenvollkornschrot und Wasser sowie die Kontrollstelle DE-ÖKO-001.
  • Lies vor dem Kauf die Angaben der konkreten Packung, insbesondere wenn Zutaten oder Allergene für dich ausschlaggebend sind.

Harry Brot

Ein Beispiel für Roggenmischbrot mit Natursauerteig, wenn zur Brotzeit eine ausgeprägte Kruste gewünscht ist.

  • Harry Brot beschreibt Bäckerfrisch Krustenbrot als Roggenmischbrot mit 32 % Roggenmehl und Natursauerteig.
  • Es ist kein reines Roggenvollkornbrot: Die Zutaten enthalten auch Weizen; ein möglicher Sesamspurenhinweis ist angegeben.

Mestemacher

Ein verpacktes Roggenvollkornbrot als Vergleichsprodukt, wenn Sauerteig kein zwingendes Kaufkriterium ist.

  • Für Westfälisches Vollkorn-Brot nennt Mestemacher Roggenvollkornschrot, Wasser, Salz und Hefe als Zutaten.
  • In der Zutatenangabe dieser Variante wird kein Sauerteig genannt. Wer ausdrücklich Roggen-Sauerteigbrot sucht, sollte die Varianten deshalb nicht gleichsetzen.

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Häufige Fragen

Ist Roggen-Sauerteigbrot glutenfrei?

Nein, Brot aus Roggen ist nicht glutenfrei: Roggen gehört zu den glutenhaltigen Getreiden, wie die Verbraucherzentrale erläutert. Wenn du Gluten zwingend meiden musst, ist Sauerteig aus Roggen keine geeignete Alternative zu ausdrücklich glutenfrei gekennzeichnetem Brot.

Woran erkenne ich Roggenbrot statt Roggenmischbrot?

Achte zuerst auf die Verkehrsbezeichnung und dann auf die Zutatenliste. Nach den Leitsätzen der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission enthält Roggenbrot mindestens 90 % Roggen; bei Roggenmischbrot sind auch andere Getreide Bestandteil der Rezeptur. Der Hinweis „Sauerteig“ allein beantwortet die Frage nach der Brotsorte nicht.

Welche Allergenangaben sind bei verpacktem Brot wichtig?

Prüfe die hervorgehobenen Allergene in der Zutatenliste und mögliche Spurenhinweise auf der konkreten Packung. Der Lebensmittelverband Deutschland erläutert, dass die maßgeblichen Allergene bei verpackten Lebensmitteln in der Zutatenliste gekennzeichnet werden.

Wie lagere ich Roggen-Sauerteigbrot nach dem Einkauf?

Lagere Brot entsprechend den Packungshinweisen; für Brot empfiehlt die Verbraucherzentrale grundsätzlich einen trockenen, lichtgeschützten Platz bei Raumtemperatur, etwa im Brotkasten. Überschüssige Scheiben kannst du einfrieren. Ist sichtbarer Schimmel vorhanden, entsorge das ganze Brot.