Wenn Ihnen Vollkorn und Ballaststoffe wichtig sind, achten Sie bei geschnittenem Roggenbrot ausdrücklich auf die Bezeichnung „Vollkorn“; für herzhafte Beläge kommt auch Roggenmischbrot infrage. Ob eine Scheibe dick genug und angenehm zu kauen ist, lässt sich nicht allein aus der Brotsorte ableiten: Prüfen Sie Schnitt, Kruste und Krume am konkreten Brot und wählen Sie eine Packungsgröße, die zu Ihrem Verbrauch passt.
Für wen ist die Auswahl wichtig?
Ruheständler mit Interesse an Vollkornbrot
Für herzhafte Brotmahlzeiten möchten Sie Roggenvollkornbrot gezielt von Roggenmischbrot unterscheiden und den Ballaststoffgehalt vergleichen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät, bei einer Umstellung auf ballaststoffreichere Kost schrittweise vorzugehen.
Menschen, die Brot großzügig belegen
Für Käse, Ei oder Aufstriche suchen Sie eine Scheibe, deren Größe und Krume zu Ihrem Belag passen. Ob das gelingt, beurteilen Sie am tatsächlichen Schnitt und an der Beschaffenheit des Brotes – nicht am Packungsgewicht.
Käufer mit besonderen Ansprüchen an den Biss
Bei der Auswahl achten Sie auf Kruste, Körner und Krume. Die DGE weist darauf hin, dass sich die Kauleistung im Alter individuell unterscheiden kann; die Brotsorte allein sagt deshalb wenig über den persönlichen Kaukomfort aus.
Worauf kommt es beim Kauf an?
Entscheiden Sie zunächst, ob Ihnen die Vollkornkennzeichnung oder vor allem eine gut belegbare Scheibe wichtig ist. Danach lohnt sich der Blick auf die konkrete Brotstruktur und die Menge, die Sie verbrauchen können.
| Kaufkriterium |
Beim Kauf prüfen |
Für wen besonders wichtig |
| Vollkorn und Ballaststoffe |
Auf die Bezeichnung „Vollkorn“ und die Ballaststoffe pro 100 g achten; die dunkle Farbe reicht zur Einordnung nicht aus. |
Für meinen Snack möchte ich ausdrücklich Vollkornbrot und den Ballaststoffgehalt verschiedener Brote vergleichen. Etwa 40 % der Verbraucher setzen bei dieser Wahl Vollkorn und Ballaststoffe an die erste Stelle. |
| Scheiben für herzhafte Beläge |
Schnittstärke und Scheibenfläche ansehen; an der Theke nach dem gewünschten Schnitt fragen. |
Ich möchte mein Brot großzügig belegen, ohne eine Scheibe zu wählen, die für mich zu fest ist. Diese Belegbarkeit steht für etwa 30 % der Verbraucher im Vordergrund. |
| Kaukomfort |
Kruste, grobe Bestandteile und Krume am konkreten Brot beurteilen. |
Eine dicke Scheibe nützt mir wenig, wenn mir Kruste oder Körner beim Kauen unangenehm sind. Für etwa 20 % der Verbraucher ist der individuelle Biss das wichtigste Kriterium. |
| Packungsgröße und Frischhaltung |
Packungsmenge, Haltbarkeitsangabe und voraussichtlichen Verbrauch zusammen betrachten. |
Ich kaufe lieber eine Menge, die ich rechtzeitig aufbrauchen kann, statt Brot wegzuwerfen. Rund 10 % der Verbraucher legen darauf vorrangig Wert. |
Typische Fehlgriffe
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Dunkles Roggenbrot automatisch für Vollkornbrot halten
Die Farbe zeigt nicht verlässlich, ob ein Brot als Vollkornbrot hergestellt wurde. Auch ein dunkel aussehendes Roggenmischbrot bleibt eine andere Brotsorte.
Achten Sie auf die Bezeichnung „Vollkorn“ und vergleichen Sie die Zutaten und Nährwertangaben des konkreten Produkts.
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Vom Packungsgewicht auf dicke Scheiben schließen
Eine schwere Packung sagt nichts darüber aus, wie die einzelnen Scheiben geschnitten sind oder wie fest die Krume ist.
Sehen Sie sich bei abgepacktem Brot die Scheiben an oder fragen Sie an der Theke nach der gewünschten Schnittstärke.
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Bei Vollkornbrot nur auf die Kennzeichnung achten
Auch bei ausdrücklich gekennzeichnetem Roggenvollkornbrot können Kruste und grobe Bestandteile für den persönlichen Kaukomfort entscheidend sein.
Wählen Sie die Textur nach Ihren Bedürfnissen. Wer bislang wenig ballaststoffreiches Brot isst, kann die Umstellung nach Empfehlung der DGE schrittweise gestalten und auf ausreichendes Trinken achten.
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Mehr Brot kaufen, als verbraucht wird
Die Verbraucherzentrale nennt für Roggenbrot bei optimaler Lagerung eine Frischhaltung von etwa vier bis sechs Tagen. Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt auch vom konkreten Brot und seiner Aufbewahrung ab.
Stimmen Sie die Packungsgröße auf Ihren Verbrauch ab und beachten Sie die Hinweise auf der Verpackung.
Bleibt ein Teil der Packung ungenutzt, kann Brot verderben und weggeworfen werden.
Marken zur Orientierung
Die folgenden Beispiele zeigen unterschiedliche Brotsorten und Einkaufswege. Für die gewünschte Scheibendicke bleibt stets das konkrete Brot entscheidend.
REWE Regional
REWE führt ein geschnittenes Ur-Eifeler Roggenmischbrot in einer 400-g-Packung. Laut REWE enthält es 37 % Roggen.
- Die Produktangaben ermöglichen einen Blick auf Zutaten und Nährwerte.
- Das Brot enthält auch Weizenmehl und Weizengluten; „Roggenmischbrot“ bedeutet nicht „Roggenvollkornbrot“. Prüfen Sie die Scheibenstärke am Produkt.
EDEKA Bio / GUT&GÜNSTIG
EDEKA beschreibt unter anderem ein Bio-Roggenvollkornbrot mit Roggenvollkornschrot und Natursauerteig sowie ein Brotkorb-Sortiment mit Roggenvollkornbrot.
- Die Angaben helfen, ausdrücklich bezeichnetes Roggenvollkornbrot zu erkennen.
- Prüfen Sie am gewählten Produkt Zutaten, mögliche Allergenspuren und den tatsächlichen Schnitt.
ALDI / GOLDÄHREN
ALDI Nord beschreibt GOLDÄHREN Bauern-Schnitten als Roggenmischbrot und „Volles Korn“ als Roggenvollkornbrot. ALDI SÜD führt ebenfalls Bauernschnitten mit Roggen.
- Die Sortenbezeichnungen machen den Unterschied zwischen Roggenmischbrot und Roggenvollkornbrot deutlich.
- Laut ALDI SÜD können die Bauernschnitten von verschiedenen Lieferanten stammen und unterschiedliche Nährwertangaben haben. Eine bestimmte Schnittstärke folgt aus den Sortennamen nicht.
Lidl – Unser Brot
Lidl beschreibt „Unser Brot“ als Backangebot mit mehreren Brotspezialitäten, bei denen Roggensauerteig verwendet wird.
- An der Backtheke lässt sich das angebotene Brot vor der Auswahl ansehen.
- Klären Sie für die jeweilige Sorte vor Ort, ob sie geschnitten werden kann und ob Schnitt und Kruste zu Ihren Wünschen passen.
Wendl
Wendl beschreibt sein Roggenbrot „Roggstar“ als Brot mit kräftiger Kruste.
- Die Bäckereitheke bietet Gelegenheit, nach dem Schnitt des konkreten Brotes zu fragen.
- Die Markenbeschreibung ersetzt weder Zutaten- und Nährwertangaben noch die persönliche Beurteilung von Kruste und Krume.
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Häufige Fragen
Woran erkenne ich Roggenvollkornbrot?
Achten Sie auf die ausdrückliche Vollkornbezeichnung, nicht auf die Farbe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung weist darauf hin, dass ein dunkel aussehendes Brot nicht allein deshalb Vollkornbrot ist; für den Vergleich konkreter Produkte helfen zusätzlich Zutatenliste und Nährwertangaben.
Ist eine dicke Roggenbrotscheibe im Ruhestand immer gut zu kauen?
Nein, die Dicke allein entscheidet nicht über den Kaukomfort. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung beschreibt Veränderungen der Kauleistung im Alter als individuell unterschiedlich; beurteilen Sie deshalb auch Kruste, Körneranteil und Krume des gewählten Brotes.
Worauf sollte ich bei Zutaten und Allergenen achten?
Prüfen Sie die Angaben des konkreten Brotes, besonders wenn Sie bestimmte Zutaten meiden müssen. Roggenmischbrot kann beispielsweise zusätzlich Weizen enthalten; einzelne Brote können weitere Zutaten oder ausgewiesene Allergenspuren aufweisen. Aus der Bezeichnung „Roggenbrot“ lässt sich keine Glutenfreiheit ableiten.
Wie plane ich die Packungsgröße für einen kleinen Haushalt?
Wählen Sie eine Menge, die zu Ihrem üblichen Verbrauch und den Hinweisen auf der Verpackung passt. Die Verbraucherzentrale nennt für Roggenbrot bei optimaler Lagerung etwa vier bis sechs Tage Frischhaltung; diese Angabe ersetzt nicht die Beurteilung des konkreten Brotes während der Aufbewahrung.