Für wen ist die Auswahl relevant?

Menschen mit Vollkornfokus

Sie möchten Roggenvollkornbrot für die Brotzeit kaufen und den Vollkornstatus nicht aus der dunklen Farbe oder sichtbaren Kernen ableiten. Die Bezeichnung und die Zutatenliste helfen bei der Auswahl.

Menschen, die gezielt Saaten wählen

Für Ihre Brotzeit suchen Sie Sonnenblumenkerne, Leinsamen oder verschiedene Brotsorten in einer Packung statt eines schlichten Roggenbrots.

Menschen, die Allergene prüfen müssen

Sie benötigen die Zutaten- und Allergenangaben zum konkreten Brot, etwa wegen glutenhaltigen Getreides oder möglicher Spuren von Sesam, Soja und Schalenfrüchten.

Worauf kommt es beim Kauf an?

Roggenvollkornbrot ohne zugesetzte Saaten

Passend, wenn: Sie eine Roggenvollkornbasis suchen, aber keinen zusätzlichen Saatenbiss möchten.

Abwägung: Auch schlichtes Roggenvollkornbrot enthält glutenhaltiges Getreide.

Roggenvollkornbrot mit Sonnenblumenkernen

Passend, wenn: Sonnenblumenkerne für Ihre Brotzeit die gewünschte Saatenvariante sind.

Abwägung: Sichtbare Kerne allein belegen nicht, wie hoch der Vollkornanteil ist.

Leinsamenbrot oder Sortenpackung

Passend, wenn: Sie Leinsamen wählen oder bei der Brotzeit zwischen mehreren Brotsorten wechseln möchten.

Abwägung: In einer Sortenpackung hat nicht jedes Stück dieselben Zutaten.

Kriterium Beim Kauf prüfen Wem es besonders wichtig ist
Vollkornbasis Auf die Bezeichnung „Vollkornbrot“ und die Getreidezutaten achten. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung müssen bei Vollkornbrot mindestens 90 % des verwendeten Getreides Vollkornmehl oder -schrot sein. Ich möchte ein erkennbar als Vollkornbrot bezeichnetes Roggenbrot, nicht bloß eine dunkle Krume mit Kernen. Für etwa 33 % der Verbraucher steht diese Vollkornklarheit an erster Stelle.
Saatenart Sonnenblumenkerne oder Leinsamen in der Zutatenliste unterscheiden und bei Sortenpackungen auf die einzelnen Brotsorten achten. Für meine Brotzeit möchte ich gezielt eine Saatenvariante wählen oder zwischen Sorten wechseln. Die Saatenart ist für ungefähr 25 % der Verbraucher das wichtigste Anliegen.
Allergene Bei abgepacktem Brot Zutaten, hervorgehobene Allergene und Spurenhinweise lesen; bei losem Brot die Angaben zum ausgewählten Laib erfragen. Bevor ich ein Brot auswähle, muss ich wissen, welche Zutaten und möglichen Spuren es betreffen. Bei etwa 25 % der Verbraucher hat diese Prüfung Vorrang.
Format und Auswahl vor Ort Zwischen Sortenpackung und losem Brot wählen; die tatsächliche Sorte und ihre Kennzeichnung am Verkaufsort prüfen. Ich möchte entweder mehrere Sorten in einer Packung oder ein Brot aus der Backstation für die anstehende Brotzeit. Für rund 17 % der Verbraucher ist dieses Format- und Auswahlbedürfnis ausschlaggebend.

Häufige Irrtümer beim Brotkauf

  • „Körnerbrot“ mit „Vollkornbrot“ gleichsetzen

    Weder sichtbare Kerne noch eine dunkle Krume belegen einen bestimmten Vollkornanteil. Damit kann ein Brot anders zusammengesetzt sein, als Sie für Ihre Brotzeit erwarten.

    Achten Sie auf die Bezeichnung „Vollkornbrot“ und die Zutatenliste. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt für Vollkornbrot mindestens 90 % Vollkornmehl oder -schrot bezogen auf das verwendete Getreide.

  • Die Saatenart prüfen, aber die Allergene übersehen

    Das von EDEKA beschriebene GUT&GÜNSTIG Sonnenblumenkernbrot enthält glutenhaltiges Getreide einschließlich Roggen und Gerste. Zudem sind mögliche Spuren von Sesam, Soja und Schalenfrüchten angegeben.

    Lesen Sie die Kennzeichnung des konkreten Produkts. Bei losem Brot fragen Sie nach den Allergenangaben für genau die ausgewählte Sorte.

  • Die Online-Beschreibung als endgültige Packungsangabe ansehen

    EDEKA weist bei den beschriebenen Broten darauf hin, dass Angaben von der Verpackung abweichen können und die Artikel nicht in jedem Markt erhältlich sein müssen.

    Prüfen Sie beim Einkauf die Packung beziehungsweise die Informationen am Verkaufsort, besonders wenn Sie eine bestimmte Saatenvariante benötigen.

    Fehlt die gewünschte Sorte vor Ort, kann dafür ein weiterer Einkaufsweg nötig werden.

Marken und Sortimente zur Orientierung

EDEKA / GUT&GÜNSTIG

EDEKA beschreibt das GUT&GÜNSTIG Sonnenblumenkernbrot als Roggenvollkornbrot mit 11 % Sonnenblumenkernen und 51 % Roggenvollkornerzeugnissen.

  • Saatenanteil und Roggenvollkornbestandteile sind für dieses Produkt konkret angegeben.
  • Das Brot enthält Roggen und Gerste; mögliche Spuren von Sesam, Soja und Schalenfrüchten sind ausgewiesen. Maßgeblich für den Einkauf sind die Angaben auf der Packung.

EDEKA Bio

Der von EDEKA beschriebene Bio Brotkorb enthält verschiedene Brotsorten, darunter Roggenvollkorn-, Sonnenblumenkern- und Leinsamenbrot, in einer 500-g-Packung.

  • Für die betreffenden Sorten nennt EDEKA jeweils 5 % Sonnenblumenkerne beziehungsweise Leinsamen.
  • Die Zutaten unterscheiden sich je nach Sorte; mögliche Spuren von Lupinen und Weizen sind angegeben. Die Auswahl im Markt kann abweichen.

NUR NUR NATUR (ALDI SÜD)

ALDI SÜD beschreibt ein NUR NUR NATUR Bio-Roggenvollkornbrot in einer 375-g-Packung.

  • Für dieses Brot nennt ALDI SÜD 9 g Ballaststoffe pro 100 g.
  • Für die Wahl einer Sonnenblumen- oder Leinsamenvariante müssen Sie eine entsprechend bezeichnete Sorte prüfen.

REWE

REWE erläutert in seinem Sortimentstext zu Roggenvollkornbrot, warum die Zutatenliste für die Unterscheidung von Vollkornbrot und Brot mit sichtbaren Körnern wichtig ist.

  • Der Hinweis hilft, beim ausgewählten Brot auf Roggenvollkorn in der Zutatenliste zu achten.
  • Für eine Saatenvariante bleiben die Bezeichnung und Zutaten des konkreten Produkts entscheidend.

LIDL – Unser Brot

Lidl nennt Mehrkornbrot und Brote mit Naturroggensauerteig als Teile seines Backstationssortiments.

  • Die Backstation ist eine Einkaufsoption, wenn Sie loses Brot statt einer Sortenpackung möchten.
  • Mehrkornbrot und Roggensauerteigbrot sind nicht automatisch Roggenbrot mit Sonnenblumenkernen oder Leinsamen. Prüfen Sie die Sorte und ihre Allergenangaben vor Ort.

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Häufige Fragen

Ist Brot mit sichtbaren Kernen automatisch Vollkornbrot?

Nein, sichtbare Kerne belegen keinen Vollkornanteil. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung müssen bei Vollkornbrot mindestens 90 % des verwendeten Getreides Vollkornmehl oder -schrot sein; achten Sie daher auf die Bezeichnung und die Zutatenliste.

Ist Sonnenblumenkernbrot aus Roggen glutenfrei?

Das von EDEKA beschriebene GUT&GÜNSTIG Sonnenblumenkernbrot ist nicht glutenfrei: Es enthält Roggen und Gerste. Ob ein anderes Produkt für eine glutenfreie Ernährung infrage kommt, lässt sich nur anhand seiner konkreten Kennzeichnung beurteilen.

Wo prüfe ich Allergene bei losem Brot?

Prüfen Sie die Allergeninformation für das konkrete Brot an der Backstation oder fragen Sie das Personal danach. Die Saaten oder die Bezeichnung auf einem Schild ersetzen diese Angaben nicht.

Kann ich mich beim Einkauf auf die Online-Produktbeschreibung verlassen?

Nutzen Sie sie zur Vorauswahl, prüfen Sie aber die Angaben am Produkt. EDEKA weist bei den beschriebenen Broten darauf hin, dass Informationen von der Verpackung abweichen können und ein Artikel nicht in jedem Markt erhältlich sein muss.