Für vorbereitete Demonstrationen und grundlegende Bedienübungen kann der G1 Basic genügen; für eigene Entwicklungsprojekte oder Greifübungen mit zusätzlichen Handoptionen kommt der G1 EDU infrage. Welche EDU-Ausführung passt, hängt von der schriftlich bestätigten Konfiguration und dem benötigten Entwicklungszugang ab. Vor einer Beschaffungsentscheidung sollten die Unterlagen der konkreten Variante und der sichere Betrieb am vorgesehenen Lehrort geklärt sein.
Für wen ist die Auswahl relevant?
Lehrteams für programmierbare Robotikprojekte
Wer eigene Aufgaben zur Wahrnehmung, Bewegungsplanung oder Mensch-Roboter-Interaktion entwickelt, muss den Entwicklungszugang und die benötigte Rechen- und Handhardware mit der angebotenen EDU-Konfiguration abgleichen.
Praktika mit Sensorik- und Greifübungen
Für Übungen mit Tiefenkamera, 3D-LiDAR oder Greifhänden zählt der konkrete Lieferumfang. Eine EDU-Bezeichnung allein legt weder den Handtyp noch optionale Sensoren fest.
Einrichtungen mit neuem Sicherheitsprozess
Wenn Beschäftigte den Roboter als Arbeitsmittel verwenden, braucht der geplante Lehrbetrieb eine Gefährdungsbeurteilung und eine tätigkeitsbezogene Unterweisung. Bedienrollen, Aufsicht und Schutzmaßnahmen müssen zum jeweiligen Praktikum passen.
Worauf kommt es bei der Auswahl an?
Unitree G1 Basic
Geeignet, wenn: Vorbereitete Demonstrationen und Bedienübungen im Mittelpunkt stehen und keine zusätzlichen Hand- oder Rechenmodule eingeplant sind.
Grenze: Unitree nennt für den Basic 23 Freiheitsgrade; die optionalen Erweiterungen der EDU-Plattform gehören nicht zu dieser Grundausführung.
Unitree G1 EDU
Geeignet, wenn: Eigene Softwareprojekte oder Übungen mit einer ausdrücklich ausgewählten Hand- und Gelenkkonfiguration vorgesehen sind.
Grenze: Der von Unitree genannte Bereich von 23 bis 43 Freiheitsgraden und die optionalen Komponenten beschreiben nicht den Lieferumfang jeder EDU-Variante.
| Kriterium |
Beim Kauf prüfen |
Für wen besonders wichtig |
| Sicherer Lehrbetrieb |
Unterlagen der konkreten Variante sowie Raum, Aufsicht, Schutzmaßnahmen und Unterweisung für die geplanten Übungen klären. |
Wenn Beschäftigte den G1 im Praktikum bedienen, möchte ich ihre Aufgaben und den Umgang mit Störungen vorab festlegen. Für ungefähr 29 % der Verbraucher steht dieser sichere Betriebsablauf an erster Stelle. |
| Entwicklungszugang |
Benötigte Schnittstellen und Entwicklungswerkzeuge für die gewählte Variante und Softwareversion bestätigen lassen. |
Für studentische Algorithmenprojekte brauche ich Zugang zu den tatsächlich nutzbaren Entwicklungsfunktionen; ungefähr 29 % der Verbraucher räumen diesem Bedarf Vorrang ein. |
| Sensorik und Greifen |
Tiefenkamera, 3D-LiDAR, Handmodell und optionale taktile Sensoren mit dem Übungsplan abgleichen. |
Sollen Studierende Wahrnehmung und Greifvorgänge praktisch bearbeiten, ist die genaue Ausstattung wichtiger als die Variantenbezeichnung. Ungefähr 24 % der Verbraucher setzen diesen Bedarf an die erste Stelle. |
| Vorbereitete Übungen |
Prüfen, ob die geplanten Demonstrationen mit der Grundausführung und ihren 23 Freiheitsgraden umsetzbar sind. |
Wenn ich zunächst feste Bedien- und Bewegungsabläufe vermitteln möchte, benötige ich keine geplante Erweiterung um Hand- oder Rechenmodule. Diesen Einstieg priorisieren ungefähr 18 % der Verbraucher. |
Welche Fehler lassen sich vermeiden?
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„G1 EDU“ als vollständige Konfigurationsangabe behandeln
Unitree beschreibt den EDU als konfigurierbare Plattform. Zusätzliche Gelenkachsen, dreifingrige Hände, taktile Sensoren und ein Hochleistungs-Rechenmodul sind nicht allein durch den Namen zugesichert.
Für die vorgesehenen Übungen eine schriftliche Liste mit Modellkennung, Handtyp, Freiheitsgraden, Sensoren, Rechenmodul, Schnittstellen und Lieferumfang anfordern.
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CE-Kennzeichnung mit einer Freigabe des Praktikums verwechseln
Nach § 3 der deutschen Betriebssicherheitsverordnung muss der Arbeitgeber Gefährdungen vor der Verwendung eines Arbeitsmittels beurteilen; eine CE-Kennzeichnung hebt diese Pflicht nicht auf.
Den konkreten Raum, die Aufgaben, die Bedienrollen und mögliche Störungen in die Gefährdungsbeurteilung einbeziehen und daraus Schutzmaßnahmen und Unterweisung ableiten.
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Einführungsleistungen als selbstverständlich voraussetzen
Eine Produktbestellung legt noch nicht fest, wer Einrichtung, Schulung und laufende Betreuung übernimmt. Diese Aufgaben beeinflussen, wie ein beaufsichtigtes Praktikum organisiert werden kann.
Mit dem Anbieter schriftlich klären, welche Leistungen übernommen werden und welche Aufgaben bei der Einrichtung bleiben.
Terra Robotics nennt für den EDU unter anderem Schulung, Implementierungsberatung, Wartungsvertrag und Vor-Ort-Installation als mögliche zusätzliche Leistungen.
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Ein G1-Angebot ohne geklärten Entwicklungszugang für Projektarbeit einplanen
Ein Angebot mit dem ausdrücklichen Hinweis „SDK/API derzeit nicht verfügbar“ erfüllt den Bedarf an eigener Programmierung nicht schon deshalb, weil es einen G1 bezeichnet.
Vor der Zuordnung zu einem Lehrmodul die genaue Variante sowie die für dessen Softwareprojekte benötigten Schnittstellen und Zugriffsrechte bestätigen lassen.
Relevante Anbieter im Überblick
Unitree Robotics
Der Hersteller unterscheidet die G1-Grundausführung vom konfigurierbaren G1 EDU.
- Die Herstellerangaben nennen 23 Freiheitsgrade für den G1 und je nach Konfiguration 23 bis 43 für den EDU sowie optionale Hand- und Rechenhardware.
- Für eine Bestellung müssen die Angaben mit der tatsächlich angebotenen EDU-Ausführung abgeglichen werden.
Terra Robotics
Der deutsche Fachanbieter führt G1-Basic- und G1-EDU-Angebote und beschreibt zusätzliche Leistungen für die Einführung des EDU.
- Laut Angebotsseite können unter anderem Schulung, technische Unterstützung und Vor-Ort-Installation vereinbart werden.
- Leistungsumfang, konkrete EDU-Konfiguration und produktbezogene Unterlagen sollten für das einzelne Angebot schriftlich geklärt werden.
EF Robotics
Der Anbieter beschreibt Schulungen zum Unitree G1 für Einrichtung, Bedienung und Integration.
- Die Unitree G1 Academy behandelt laut EF Robotics in einem viertägigen Format unter anderem Sicherheit, Inbetriebnahme, Bewegungssteuerung sowie Kamera- und LiDAR-Übungen.
- Eine Schulung ersetzt weder die Gefährdungsbeurteilung am Einsatzort noch die Prüfung der Unterlagen zur beschafften Variante.
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Häufige Fragen
Reicht eine CE-Kennzeichnung für den Einsatz des G1 im Praktikum?
Nein, wenn Beschäftigte den G1 in Deutschland als Arbeitsmittel verwenden: § 3 der Betriebssicherheitsverordnung verlangt vor der Verwendung eine Gefährdungsbeurteilung, von der eine CE-Kennzeichnung nicht entbindet. Prüfen Sie außerdem die CE-Kennzeichnung, EG-Konformitätserklärung und Betriebsanleitung für die konkret angebotene Variante; die Anforderungen an Maschinen sind in der deutschen 9. Produktsicherheitsverordnung geregelt.
Müssen Lehrende und Laborbetreuende vor der Nutzung unterwiesen werden?
Ja, sofern sie als Beschäftigte den G1 als Arbeitsmittel verwenden: Nach § 12 der deutschen Betriebssicherheitsverordnung ist vor der erstmaligen Verwendung eine tätigkeitsbezogene Unterweisung erforderlich. Bei besonderen Gefährdungen darf das Arbeitsmittel nur von hierzu beauftragten Beschäftigten verwendet werden; die Regeln für Studierende sollten für den konkreten Hochschulbetrieb gesondert geklärt werden.
Wann kommt der G1 EDU statt des G1 Basic infrage?
Der G1 EDU kommt infrage, wenn das Lehrmodul eigene Entwicklungsarbeit oder eine bestimmte zusätzliche Hand-, Gelenk- oder Rechenausstattung erfordert. Unitree nennt für den EDU je nach Konfiguration 23 bis 43 Freiheitsgrade und optionale Komponenten; für vorbereitete Grundübungen kann der Basic mit seinen 23 Freiheitsgraden genügen. Lassen Sie die benötigte EDU-Ausstattung und den Entwicklungszugang vor der Bestellung für die konkrete Variante bestätigen.