Für Forschung mit eigener Bewegungssteuerung, Wahrnehmung oder Manipulation ist eine konkret benannte G1-EDU-Konfiguration der Ausgangspunkt: Unitree dokumentiert Entwicklungszugänge für die EDU-Plattform, während MYBOTSHOP.DE die Basic-Variante als nicht programmierbar beschreibt. Ob Standard, Advanced oder eine Ultimate-Ausführung passt, hängt vor allem von den benötigten Schnittstellen, Freiheitsgraden und Händen ab; deren Verfügbarkeit muss für das konkrete Angebot bestätigt werden. Für den Laborbetrieb sind zudem die Gefährdungsbeurteilung und, falls die Sicherheit von Montagebedingungen abhängt, eine Prüfung vor der ersten Verwendung einzuplanen.
Für welche Forschungsteams kommt der G1 infrage?
Teams für Lokomotion und Regelung
Wer Bewegungssteuerung, Motion Planning oder Reinforcement Learning auf einer humanoiden Plattform untersucht, sollte den benötigten Entwicklungszugang und den Ablauf sicherer Bewegungsversuche vor der Wahl einer Handoption festlegen.
Teams für Wahrnehmung und autonome Interaktion
Für Forschung mit Kamera-, LiDAR-, ROS2- oder DDS-Daten ist entscheidend, welche Sensoren und Schnittstellen die angebotene EDU-Konfiguration tatsächlich umfasst und wie das Labor auf die Daten zugreifen kann.
Teams für Greif- und Manipulationsforschung
Wenn Handsteuerung, Greifen oder Mensch-Roboter-Interaktion das Forschungsziel sind, müssen Handvariante, benötigte Daten und Schutzmaßnahmen zum geplanten Versuchsablauf passen.
Welche Kriterien entscheiden über die Konfiguration?
Wählen Sie zunächst die G1-EDU-Variante nach der Forschungsaufgabe und prüfen Sie anschließend die angebotenen Schnittstellen, Komponenten und Bedingungen für den Laborbetrieb.
G1 EDU Standard
Geeignet, wenn: Lehre oder Versuche zur Bewegungssteuerung im Vordergrund stehen und Hände kein Forschungsziel sind; Unitree führt Standard mit 23 Freiheitsgraden.
Abwägung: Für Handmanipulation ist eine andere Konfiguration nötig. Lassen Sie die EDU-Ausführung und den gewünschten Entwicklungszugang im Angebot benennen.
G1 EDU Advanced
Geeignet, wenn: Zusätzliche Freiheitsgrade für Bewegungsplanung oder Ganzkörperregelung benötigt werden; Unitree nennt für Advanced 29 Freiheitsgrade.
Abwägung: Die höhere Zahl allein belegt keine besseren Forschungsergebnisse. Klären Sie, welche Gelenke und Steuerungszugänge Ihr Versuch tatsächlich benötigt.
G1 EDU Ultimate
Geeignet, wenn: Greifen oder Interaktion mit robotischen Händen ein zentrales Forschungsziel ist; Unitree dokumentiert mehrere Ultimate-Ausführungen mit unterschiedlichen Handoptionen.
Abwägung: Handtyp und gegebenenfalls taktile Ausstattung müssen zum Versuchsprotokoll passen. Planen Sie Start-, Störungs- und Bergungsabläufe für die gewählte Ausführung.
| Kriterium |
Beim Kauf prüfen |
Für wen besonders wichtig |
| Programmierbarkeit und Steuerung |
EDU-Variante und benötigte SDK-, DDS- und ROS2-Zugänge schriftlich bestätigen lassen; die Kompatibilität der Laborrechner prüfen. |
Wenn wir eigene Bewegungsalgorithmen erproben, brauchen wir Zugriff auf die dafür erforderlichen Steuerungsschnittstellen. Für rund 36 % der Verbraucher in Hochschul- und Forschungsteams steht dieser Entwicklungszugang im Vordergrund. |
| Sensorik und Manipulation |
Sensoren, Datenzugriff, Rechenhardware sowie bei Handversuchen das genaue Handmodell und dessen Ausstattung im Angebot festhalten. |
Für unsere Wahrnehmungs- oder Greifversuche müssen die gelieferten Komponenten zu den geplanten Daten und Bewegungen passen. Dies ist für rund 28 % der Verbraucher das vorrangige Auswahlkriterium. |
| Laborbetrieb und Unterstützung |
Aufstellungs- und Schutzbereich, erforderliche Unterlagen sowie vereinbarte Schulung, Wartung und technische Unterstützung klären. |
Bevor wir Bewegungsversuche beginnen, müssen Zuständigkeiten, Schutzmaßnahmen und Abläufe bei Störungen feststehen. Rund 36 % der Verbraucher legen bei der Beschaffung vorrangig Wert auf diesen abgesicherten Laborbetrieb. |
Welche Fehlentscheidungen sollten Labore vermeiden?
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Eine G1 allein nach dem Modellnamen auswählen
Unitree unterscheidet mehrere EDU-Konfigurationen; MYBOTSHOP.DE beschreibt Programmierbarkeit erst ab EDU. Die Bezeichnung G1 allein legt daher weder den benötigten Entwicklungszugang noch eine Handoption fest.
Lassen Sie Variante, Freiheitsgrade, Sensoren, Rechenhardware, Schnittstellen und Unterstützung einzeln im Angebot aufführen.
Eine nachträgliche Klärung von Hardware und Schnittstellen kann den Projektstart verzögern.
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Für jede Handvariante denselben Versuchsablauf annehmen
Die von Unitree dokumentierten Handoptionen unterscheiden sich. Wer Hände für Greifversuche benötigt, muss die konkrete Ausführung mit dem Versuchsprotokoll und dem Sicherheitskonzept abgleichen.
Definieren Sie die erforderliche Handfunktion vor der Auswahl und legen Sie Start-, Störungs- und Bergungsverfahren für diese Konfiguration fest.
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Die Gefährdungsbeurteilung als Produkteigenschaft behandeln
Bei Verwendung als Arbeitsmittel verlangt § 3 der deutschen Betriebssicherheitsverordnung eine Gefährdungsbeurteilung vor der Verwendung. Sie bezieht Arbeitsmittel, Arbeitsumgebung und Arbeitsgegenstände ein und kann nicht allein durch die Wahl eines Robotermodells erledigt werden.
Beurteilen Sie den konkreten Versuchsbereich und dokumentieren Sie die daraus abgeleiteten Schutzmaßnahmen. Hängt die Sicherheit von Montagebedingungen ab, ist nach § 14 der Betriebssicherheitsverordnung vor der ersten Verwendung eine Prüfung durch eine zur Prüfung befähigte Person erforderlich.
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Schulung und Wartung als automatisch enthalten ansehen
Terra Robotics nennt technischen Support, Personalschulung und einen zubuchbaren Wartungsvertrag. Welche Leistungen ein Labor erhält, hängt vom konkreten Angebot ab.
Halten Sie Installation, Unterweisung, Wartung und technische Ansprechpartner vor der Beschaffung schriftlich fest.
Relevante Marke für diese Plattform
Unitree
Unitree entwickelt die G1-Plattform. Die Herstellerdokumentation beschreibt EDU-Varianten und Entwicklungsressourcen für SDK, DDS und ROS2.
- Die Dokumentation unterscheidet Konfigurationen und Handoptionen, die sich mit den Anforderungen eines Forschungsprojekts abgleichen lassen.
- Welche Variante, Unterlagen und Unterstützungsleistungen ein Labor erhält, muss für das konkrete Angebot vereinbart werden.
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Häufige Fragen zur Laborbeschaffung
Eignet sich die G1-Basic-Variante für eigene Bewegungsalgorithmen?
Für dieses Vorhaben sollte das Labor eine konkret benannte EDU-Konfiguration prüfen. MYBOTSHOP.DE beschreibt Programmierbarkeit erst ab EDU; lassen Sie die benötigten SDK-, DDS- oder ROS2-Zugänge für die angebotene Einheit schriftlich bestätigen.
Welche ROS2- und DDS-Voraussetzungen sollten wir prüfen?
Gleichen Sie die Middleware und Laborrechner mit der Dokumentation der angebotenen EDU-Konfiguration ab. Unitree beschreibt DDS- und ROS2-Zugänge und nennt in seiner ROS2-Anleitung unter anderem Beispiele mit Ubuntu 20.04 und Foxy sowie Ubuntu 22.04 und Humble; andere Softwarestände sollten Sie vor der Beschaffung gesondert klären.
Was ist vor dem ersten Versuchsbetrieb im Labor erforderlich?
Bei Verwendung als Arbeitsmittel ist nach § 3 der deutschen Betriebssicherheitsverordnung vor der Verwendung eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, die auch Arbeitsumgebung und Arbeitsgegenstände berücksichtigt. Wenn die Sicherheit von Montagebedingungen abhängt, verlangt § 14 vor der ersten Verwendung zusätzlich eine Prüfung durch eine zur Prüfung befähigte Person; die Umsetzung richtet sich nach dem tatsächlichen Aufbau.
Brauchen wir für den Start ein Schutzgestell?
Für den von Unitree beschriebenen hängenden Start nennt der Hersteller ein Schutzgestell. Ob das Labor diesen Ablauf nutzt, hängt von Konfiguration und Startverfahren ab; berücksichtigen Sie den vorgesehenen Aufstellungs- und Schutzbereich in der Gefährdungsbeurteilung.
Sind Installation, Schulung und Wartung automatisch enthalten?
Der Leistungsumfang sollte für das konkrete Angebot festgehalten werden. Terra Robotics nennt entsprechende Unterstützungsoptionen und einen zubuchbaren Wartungsvertrag; klären Sie insbesondere Installation, Unterweisung, Wartungsabläufe und technische Ansprechpartner vor der Bestellung.