Für welche Teams ist die Unterscheidung wichtig?

Teams mit Bedarf an Roboterdaten

Wer Navigation, Sensorfusion oder eigene Wahrnehmungssoftware entwickelt, braucht dokumentierten Zugriff auf die dafür erforderlichen Daten und Steuerfunktionen. Unitree gibt die Schnittstelle für sekundäre Entwicklung laut seiner Go2-FAQ erst für EDU oder höhere Versionen frei.

Teams für reale Mobilitätstests

Wer vor allem vorkonfigurierte Fortbewegung und Hindernisvermeidung in den vorgesehenen Innen- oder Außenumgebungen erproben will, kann den Go2 Pro prüfen. Sobald eigene ROS- oder SDK-Software Teil des Versuchs ist, reicht diese Auswahlbegründung nicht mehr.

Labore mit Erweiterungsplänen

Für Zusatzrechner, Kameras oder andere Anbauten zählen die Schnittstellen der tatsächlich angebotenen Konfiguration. Unitrees Dokumentation zu Erweiterungshardware ist kein Beleg dafür, dass jedes Go2-Modell das benötigte Dock oder Zubehör enthält.

Welche Anforderungen entscheiden über die Variante?

Go2 Pro

Geeignet, wenn: Das Team vorkonfigurierte Mobilitäts- und Hindernisvermeidungsfunktionen in einer realen Testumgebung erproben will.

Grenze: Laut Unitrees Go2-FAQ öffnet der Pro keine Schnittstelle für sekundäre Entwicklung; vorhandene Sensoren belegen keinen Zugriff für eigene Software.

Go2 EDU

Geeignet, wenn: Eigene Navigation, ROS 2, SDK-Entwicklung oder Roboterdaten zum Kern des Projekts gehören. MYBOTSHOP und QUADRUPED Robotics dokumentieren einen ROS-2-Stack für Go2 EDU.

Zu beachten: Dock, Zusatzhardware und der dokumentierte Softwarestand müssen zur bestellten EDU-Konfiguration passen.

Simulation oder Teststellung

Geeignet, wenn: Die Entscheidung noch von einem bestimmten Datenstrom, einer ROS-Umgebung oder einer Erweiterung abhängt.

Grenze: Eine Simulation ersetzt keinen Test mit der angebotenen Hardware- und Firmware-Konfiguration auf der vorgesehenen Testfläche.

Kriterium Vor dem Kauf prüfen Für wen besonders wichtig
Programmierung und Datenzugriff Die Freigabe für die angebotene Variante sowie benötigte SDK-, ROS-, LiDAR-, Video- und Odometrie-Schnittstellen schriftlich festhalten; Firmware und Zugriffsvoraussetzungen einbeziehen. Wenn eigene Navigation auf Roboterdaten angewiesen ist, möchte ich die benötigten Daten und Steuerfunktionen tatsächlich in meiner Software nutzen können. Für ungefähr 50 % der Verbraucher steht dieser Zugriff an erster Stelle.
Fortbewegung im Testbetrieb Vorgesehene Flächen und Betriebsmodi mit dem konkreten Gerät erproben; klären, ob vorkonfigurierte Funktionen genügen oder eigene Steuerung nötig ist. Bei Versuchen außerhalb der Simulation will ich sehen, wie sich Fortbewegung und Hindernisvermeidung unter meinen Testbedingungen verhalten. Solche Mobilitätstests sind für ungefähr 30 % der Verbraucher das wichtigste Anliegen.
Erweiterung und Betreuung Lieferumfang und Kompatibilität von Dock, Strom- und Datenschnittstellen sowie Zuständigkeiten für Dokumentation, Ersatzteile und Support bestätigen. Wenn zusätzliche Hardware Teil des Prototyps wird, brauche ich eine passende Konfiguration und einen klaren Ansprechpartner für den Betrieb. Ungefähr 20 % der Verbraucher setzen diese Erweiterungs- und Betreuungsfrage an erste Stelle.

Welche Fehlannahmen erschweren die Auswahl?

  • Vorhandene Sensoren mit offenem Datenzugriff gleichsetzen

    LiDAR und Hindernisvermeidung am Go2 Pro bedeuten nicht, dass ein eigener ROS- oder SDK-Stack die Sensordaten verwenden kann. Unitree schließt Pro in seiner Go2-FAQ von der Schnittstelle für sekundäre Entwicklung aus.

    Definieren Sie die erforderlichen Daten und Funktionen als Abnahmeanforderungen für die genaue Variante und Firmware. Ist eigene Entwicklung Projektkern, prüfen Sie eine entsprechend dokumentierte EDU-Konfiguration.

    Eine erst nach der Beschaffung erkannte Zugriffssperre kann einen Wechsel der vorgesehenen Hardwareplattform nötig machen.

  • EDU-Anleitungen auf jede Go2-Konfiguration übertragen

    Die ROS-2-Unterlagen von MYBOTSHOP und QUADRUPED Robotics beziehen sich auf Go2 EDU. Auch Erweiterungsschnittstellen hängen von der jeweiligen Dock- und Hardwarekonfiguration ab.

    Gleichen Sie die Anleitung mit Modellvariante, Dock, Zusatzrechner, Firmware und tatsächlich enthaltenen Anschlüssen ab.

    Nicht zusammenpassende Komponenten können die Integration und den Beginn geplanter Versuche verzögern.

  • Low-Level-Steuerung wie einen normalen Testmodus behandeln

    Das von MYBOTSHOP und QUADRUPED Robotics bereitgestellte Go2-Handbuch warnt, dass Low-Level-Control eingebaute Balanceschutzmechanismen umgehen kann. Bei eigenen Reglern müssen Stürze und Schäden an angebauter Hardware in die Testplanung einfließen.

    Planen Sie einen abgegrenzten Testbereich, geschulte Bedienung und den dokumentierten Notfallablauf; beginnen Sie stufenweise und zunächst ohne Anbauten.

  • Datenflüsse erst beim Außentest betrachten

    Bild-, Ton- und Sensordaten können personenbezogene Informationen enthalten. Die Integrator-Dokumentation von MYBOTSHOP und QUADRUPED Robotics weist zudem bei Internetverbindung auf mögliche Übertragungen von Login- und weiteren Funktionsdaten an Unitree hin.

    Erfassen Sie vor Tests mit personenbezogenen Daten die Datenflüsse und klären Sie mit der zuständigen Datenschutzstelle die anwendbaren Anforderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung. Prüfen Sie, welche Onlinefunktionen die konkrete Konfiguration benötigt und welche sich begrenzen lassen.

Relevante Marke zur Orientierung

Unitree

Bei der Go2-Familie entscheidet für dieses Projekt die Variantenfreigabe stärker als der Markenname allein.

  • Unitree dokumentiert für sein Go2-SDK unter anderem Schnittstellen für Bewegungssteuerung, LiDAR, Audio und Video sowie Odometrie.
  • Laut Unitrees Go2-FAQ ist sekundäre Entwicklung EDU oder höheren Versionen vorbehalten; die SDK-Funktionsliste bestätigt keinen entsprechenden Zugriff beim Pro.

Passende Produkte bei Joybuy

Passende Produkte folgen in Kürze.

Häufige Fragen

Kann ich beim Go2 Pro LiDAR- und Videodaten für eigene Software nutzen?

Planen Sie den Go2 Pro nicht als Plattform mit freigegebenem Zugriff für eigene ROS- oder SDK-Software ein. Unitree erklärt in seiner Go2-FAQ, dass Pro keine Schnittstelle für sekundäre Entwicklung öffnet; die dokumentierten SDK-Funktionen allein ändern daran nichts. Für ein datengetriebenes Projekt sollten Sie die benötigten Zugriffe für eine konkret angebotene EDU-Konfiguration schriftlich bestätigen lassen.

Welche Go2-Variante kommt für ROS 2 und eigene Navigation infrage?

Go2 EDU ist die dokumentierte Route für dieses Vorhaben. MYBOTSHOP und QUADRUPED Robotics beschreiben einen ROS-2-Stack ausdrücklich für EDU; ihre entsprechende Anleitung war bis zum 8. Juli 2025 getestet. Klären Sie deshalb vor der Bestellung, ob Firmware, ROS-Umgebung und benötigte Komponenten zur angebotenen Konfiguration passen.

Wo finde ich Unterlagen und Betreuung für ein Go2-Projekt in Deutschland?

MYBOTSHOP und QUADRUPED Robotics stellen Unterlagen für Go2 EDU einschließlich ROS-2-Themen bereit. Terra Robotics nennt für sein EDU-Angebot technischen Support sowie Schulungs- und Wartungsoptionen und führt einen Ersatzakku für Go2 Air und Pro. Klären Sie beim jeweiligen Anbieter die Zuständigkeit und Zubehörkompatibilität für Ihre genaue Variante.

Was muss ein Team bei Bild-, Ton- und Sensordaten im Feldtest beachten?

Wenn der Test personenbezogene Daten verarbeitet und nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dient, müssen die anwendbaren Datenschutzanforderungen geprüft werden. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung betrifft die Verarbeitung personenbezogener Daten; halten Sie vor dem Test fest, welche Daten das Gerät und angebundene Dienste erfassen oder übertragen, und klären Sie die erforderlichen Maßnahmen mit Ihrer Datenschutzstelle.